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Äpäre ist bereits das vierte Werk der Avantgard Black Metaller Ajattara. Leider ist mir diese Band bisher verborgen geblieben, so daß ich keine Vergleichsmöglichkeiten zu früheren Werken habe. Das Trio kommt aus dem Land der 1000 Seen und verbreitet mit seinem atmosphärischen Düster Metal eine unheilvolle und dunkle Stimmung. Die Texte werden durchweg in Landessprache gekreischt und liegen wie ein morbider Schleier auf der Musik. Äpäre kommt ausschließlich im getragenen Mid-Tempo daher und wird von Keybordklängen untermalt, die aber zu keiner Zeit dominieren. Ganz im Gegenteil, sie verstärken einfach nur die Intensität der Musik. Für dieses Album muß man sich definitiv Ruhe nehmen, um den fassettenreichtum in seiner Gänze für sich zu entdecken. Nimmt man sich diese Zeit ist Äpäre ein sehr starkes Scheibchen Schwarzmusik und versetzt einen in eine andere Welt.
Äpäre hat einen großen Wiedererkennungswert und läd durchgängig zum Kopfkreisen ein. Am besten eignen sich Songs wie das rhythmische "Säälin koira" oder "Tahtomattan syntynyt". Dieses Album überrascht einen immer wieder aufs Neue. Findet man auch beim vierten und fünften Durchlauf immer noch neue Details, die einen noch tiefer in eine ferne Soundwelt ziehen. Ajattara bringen einen in eine klirrend kalte Sphere und lassen einen auch nicht wieder los. Äpäre sollte auch unbedingt in einem Stück konsumiert werden, weil es einfach ein Gesamtkunstwerk ist.
Sehr schade, daß der ganze Rausch schon nach gut einer halben Stunde vorbei ist und man sich wieder der schnöden Wirklichkeit gegenüber sieht.
Ajattara haben sich eine ganz eigene Nische zwischen den verschiedenen dunklen Metal Stilen geschaffen und wissen gekonnt diese auch auszufüllen. Für alle, die es etwas ruhiger mögen, sei Äpäre- bastard child, so die englische Übersetzung, ans Herz gelegt.
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by tino@pommesgabel.de
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