Dienstag, der 07. September 2010
 
 
Six feet under - Graveyard classics III

Interpret: Six feet under
Albumtitel: Graveyard classics III
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Death-Metal
Tracklist:
01. A dangerous meeting (Mercyful fate)
02. Metal on metal (Anvil)
03. The frayed ends of sanity (Metallica)
04. At dawn they sleep (Slayer)
05. Not fragile (Bachman turner overdrive)
06. On fire (Van Halen)
07. Pounding metal (Exciter)
08. Destroyer (Twisted sisters)
09. Psychotherapy (The Ramones)
10. Snap your fingers snap your neck (Prong)

Homepage:
www.sfu420.com

   

Und sie haben’s wieder getan! Klassiker vom Friedhof die Dritte. War Teil 1 noch witzig, vor allem der Klassiker „TNT“ (remember: ui ui ui ui ui…was haben wir gelacht) war die komplette Neuvertonung von „Back in black“ auf Teil 2 ein stinkender Kadaver im Mondenschein. Nun haben also die Herren Butler, Swanson, Gall und allen voran Oberröchler Barnes ihre Drohung wahr gemacht und verwursten erneut Genreklassiker in ihrem ureigenen Six feet under Gewand. Wenn das mal gut geht…

 

Eines überraschte mich gleich zu Beginn und das war der klare, differenzierte und dennoch satt fette Sound. Habe ich so den Grabfürsten noch nicht gehört. Und auch das Mercyful Fate Cover „A dangerous meeting“ ist ein klasse Einstieg, bei dem gerade Steve Swanson an der Gitarre brilliert. Huch, sollte mir die Platte etwa gefallen? Im Falle von AnvilsMetal on metal“ oder “Snap your finger snap your neck“ von Prong bevorzuge ich allerdings die Originale. Und auch die Vorstellung, das Mister Swanson uns bei Van Halens „On fire“ den Eddy gibt, entbehrt einer gewissen Komik. Doch Überraschung bietet die Scheiblette auch, denn die SFU Variante des Slayer Klassikers „At dawn they sleep“ ist klasse und groovt wie Sau. Die größte und vor mir am wenigsten erwartete Überraschung ist allerdings die Neuinterpretation von MetallicasThe frayed ends of sanity“. Das Stück ist obergeil und verleitet durchaus zu heftigem Kopfnicken. Und als ich mich gerade mit dem Gedanken vertraut machte, das es durchaus sein könnte, eine höhere Note zu vergeben, verhunzt der Vierer den Bachman Turner Overdrive Klassiker „Not fragile“. Der Song tut körperlich weh und ist Schund der ersten Sorte. Dafür rettet „Psychotherapy“ die Situation, den in einem sind sich die Ramones und SFU einig: 3 Akkorde für ein Halleluja.

 

Heiteres Songraten mit Onkel Chris, für jede Party bestens geeignet, doch man sollte zukünftig auf eine vierte Auflage verzichten. Vielmehr sollten SFU für die nächste eigene Platte an dem hier verzeichneten Sound festhalten, der wirklich an allen Ecken und Enden killt. Ansonsten solides Handwerk, nicht mehr, nicht weniger.

Bewertung:

by olaf@pommesgabel.de

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