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Hey, mal wieder ein Lebenszeichen aus New York. Nach satten 22 Jahren ihres Bestehens verschiffen die Tage Immolation ihr achtes Studiowerk in die neue Welt, welches mit „Majesty and decay“ betitelt und mit einem äußerst stimmigen, passenden und famosen Coverartwork ausgestattet ist. Auch die Produktion ist wuchtig und fett und verleiht dem Vierer die Brutalität, die ihn seit Jahrzehnten auszeichnet. Doch das war’s dann auch schon mit der Glückseligkeit.
„Majesty and decay“ ist an vielen, fast den meisten Stellen kaum genießbar, da Bandgründer Ross Dolan sich zu sehr an anderen Bands im frickeligen Highspeed Death wie Nile orientiert und dabei klar den Kürzeren zieht. Technik heißt nicht immer genießbar und so kommt es vor, dass solch unstrukturiertes und uninspirierendes Gehacke wie der Opener „The purge“ oder „A token of malice“ mir das Nervenkostüm zerfetzte. Technisch sind die Jungs ja nicht schlecht, das ist unbestritten, doch diese Songs haben null Wiedererkennungs- geschweige denn Seltenheitswert. Immolation sind nur dann richtig stark, wenn sie mal die Handbremse betätigen wie beim Titeltrack oder dem sehr ausgewogenen und sich die Waage haltenden „The rapture of ghosts“, dem besten Song des Albums. Interessant war auch „A thunderous consequence”, der sehr wohltuend an Death zu “Symbolic” Zeiten erinnerte oder „Devine code“, bei dem die Jungs aus dem Big apple eine gesunde Mischung aus Blast und Schleppend finden, die ihnen perfekt zu Gesicht steht und die Stärke der eigenen Musik am besten repräsentiert.
Immolation sind eigentlich ihrer Linie treu geblieben und rüpeln sich technisch versiert durch ihre 12 neuen Songs, doch bei mir hat „Majesty and decay“ nie richtig gezündet. Dafür fehlte mir zu oft eine klare Linie. Vielmehr fiel es mir schwer, mich aufgrund der Breakdichte in einen Song hinein zu versetzen, was allerdings für eine gute Benotung unabdingbar ist. Ergo kann ich diesem Album nicht viel abgewinnen. Schade.
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by olaf@pommesgabel.de
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