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Teil drei der heutigen Napalm Records Release PartyJ. Endlich sind Gelderlands berühmteste Metal-Söhne wieder am Start. Satte 2 Jahre hat sich das Sextett Zeit gelassen, um nach dem Hammeralbum „Walhalla wacht“ ein neues Ei auszubrüten, welches mit „Uit oude grond“ (Aus alter Erde) einen satten Dotter hat. Und um es gleich vorweg zu nehmen: Mit diesem Album sollten Heidevolk nun endgültig den langersehnten und völlig verdienten Durchbruch schaffen. Da lege ich mich jetzt schon fest.
Das nunmehr dritte Werk aus dem Holländischen Flachland besticht erneut durch hymnenhafte Songs, tolle Melodien und dem unvergleichbaren Doppelgesang von Joris den Boghtdrincker und Mark Splintervuyscht. Außerdem haben die Jungs, anscheinend dem langen Entstehungsprozess geschuldet, einen viel fetteren Sound als früher, der ihnen perfekt zu Gesicht steht. Auch das permanente Touren und die vorhandene Festivalpräsenz, auf denen man meist um etliche Nuancen härter zur Sache ging, hat sich sehr positiv auf den typischen Heidevolk’schen Stil ausgewirkt, welches vor allem bei wirklich begnadeten und abwechslungsreichen Opener „Nehalennia“ oder dem nicht minder genialen „Reuzenmacht“ perfekt zur Geltung kommt. Allerdings zeigen uns die Niederländer ebenso ungewohnt andere Seiten ihres Schaffens, wie dem instrumentalen Sauflied „Alvermans wraak“ oder dem mit Celli untermalten Akkustiksong „Deestring“, die so gar nicht ins Repertoire der Folk Metaller passt. Dafür besteht erhöhter Schunkelalarm beim Partykompatiblem „Gelders Lied“ oder dem mitreißenden Rausschmeißer „Best bij Nacht“. Doch egal welchen Song Ihr anspielt, Heidevolk haben es verstanden, wie man ein komplettes Ohrwurm-Album fabriziert und produziert. Das Ergebnis ist wirklich geil und macht Unmengen an Laune…wie halt immer bei einem Auftritt der sympathischen Sechs.
Hoch die Hörner, die Felle frisch gegerbt, die Streitaxt geschultert, das Fass Met angestochen, „Uit oude grond“ ist erneut eine vertonte Reise ins Mittelalter mit vielen Geschichten und Liedern, bei denen man perfekt am Lagerfeuer sitzend olle Kamellen kloppen kann. Heidevolk haben all ihre Stärken in dieses Album gepackt, eine satte Produktion hingelegt und einfach eingängige Melodien geschrieben, die gleich beim ersten Mal im Gehörgang hängen bleiben. Kein Song ist wie der andere und Abwechslungsreichtum wird hier groß geschrieben. Einfach ein tolles Album aus Gelderland.
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by olaf@pommesgabel.de
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