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Mittwoch, der 22. Februar 2012
 
 

RockHard 2011 - Bericht

Wann: 10.06. - 12.06.2011
Wo: Gelsenkirchen (Amphitheater) / Nordrhein Westfalen

Autor: Torsten Richter
Anwesende Redakteure: Torsti

Freitag | Samstag | Sonntag

Freitag, 10. Juni 2011

Endlich konnten wir mit unserem neuen Reisemobil mal ein Festival bestreiten. Die Fahrt von Hamburg nach Gelsenkirchen verging zwar nicht wie im Flug, aber dafür waren wir noch sichtlich entspannt als wir unser fahrendes Haus vor der Einfahrt des Geländes abstellten. Mit etwas Glück kamen wir auch noch auf den Parkplatz und hatten nach kurzem Umbau alles stehen und das erste Pils in der Kralle.
Etwas Sorgen bereiteten mir die grauen Wolken die am Horizont aufzogen. Wir entschlossen uns die Platzbegehung nach hinten zu schieben, was sich als klug herausstellen sollte. Für 10 Minuten ging ein unheimliches Unwetter hernieder, das man froh sein konnte wenn man ein festes Dach über Kopf hatte. Das dachte man sich auch im Nachbar KFZ, wo sich 7 Personen in einen Kombi quetschten. Hauptsache trocken.

Das Berliner Quartett Postmortem hatte bereits die Bühne betreten als ich zum ersten mal das Amphitheater begehen konnte. Die Death Metal Fraktion hat sich vor der Bühne versammelt um der ersten Band des Genre Tribut zu zollen. Schnell und Schnörkellos, so könnte man das kurz und bündig beschreiben, was es zu hören gab.

Für die Anhänger der schwereren Klänge waren Alan Nemtheanger und seine Kollegen von Primordial zuständig. Die Iren schafften es, trotz der frühen Stunde, das Amphitheater in eine düstere Stimmung zu versetzen. Der Blutbesudelte und verschmierte Alan holte alle Fähigkeiten seines Frontmann Daseins hervor und jaulte wie ein räudiger Hund die Songs mit einer derartigen Inbrunst das es einen gar schauderte. An Intensität war das schon mal zu Beginn des Festivals eine hohe Messlatte.
Das Tempo weiter unten hielten im Anschluss Enslaved, die mit Ihrem progressiven Einschlag jedoch nicht den vorherigen Auftritt Primordials ins Visier nehmen konnten. Vielleicht hatten die Norweger heute auch einfach nur den denkbar ungünstigsten Slot in der Running order, es mochte nicht recht zünden. Als dann auch noch Regen einsetzte war erst mal Rückzug angesagt.

Primordial

Letzter Act des heutigen Warm up-Tages (komische Formulierung bei all den Schwermütigen Künstler, die heute der Menge einheizen durften...) ist die Band um ex-Celtic Frost Member Tom G. Warrior. Die Ankündigungen des schwarzen Mannes auf der Bühne waren kurz und knapp, dafür stand er Make up technisch Alan Nemtheanger in nichts nach. Neben den Songs des Tritykon Debüts gibt es selbstverständlich auch diverses Celtic Frost Material um die Ohren. Leider hatten sich die Regenwolken mittlerweile über dem Amphitheater zusammengerottet und entleerten sich unregelmäßigen Abständen sehr ergiebig. Zu der Musik passte es, schade nur das man bei Regen immer so nass werden muss...

Tryptikon

Für diejenigen, die es unter das Dach schafften oder die einfach nur ausharrten gab es zur Belohnung noch Songs aus der Hellhammer Schaffensphase des Herrn Warrior.

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