Donnerstag, der 09. September 2010
 
 

Interview: Hell Within

 

Nachdem ich von Hell Within bislang noch nichts gehört hatte, mir das aktuelle Album aber aus der Masse von Metal(Core)Bands auffiel, etnschied ich mich den Jungs mal auf die Finger zu klopfen. So stand mir vor kurzem Isaias Martinez (Gitarre) Rede und Antwort!

1.) Hallo, da die meisten deutschen Metalfans wohl nochnichts von euch gehört haben dürften, gib uns doch mal einen kurzen Zwischenbericht über eure Bandgeschichte.

IM: Die fünf aktuellen Bandmitglieder spielen nun seit 2002 unter dem Namen Hell Within zusammen. Tony Zimmerman (Gitarre), Brian Joyce (Drums) und ich spielten schon seit 1998 zusammen in einer lokalen Band. Mein Bruder Joe Martinez spielte Bass in verschiedenen Hard-Rock Bands und Matt McChesney (Vocals) hatte ein anderes Metal-Projekt zu der Zeit. Unsere Pfade kreuzten sich dann als wir in einer Internet-Anzeige nach Mitgliedern für ein neues, brutales, aber auch melodisches Projekt suchten. Wir nahmen ein Demo auf und entschieden uns für den Namen Hell Within. Wir fanden, dass zu einem brutalem Sound ein Killer-Name gehört und der Rest ist Geschichte. 

 

2.) Wie würdet ihr euren Stil beschreiben - für mich sind bei euch eine Menge Einflüsse schwedischer Death-Metal-Bands vorhanden. Seid ihr Fans dieser Richtung des melodischen Death-Metals?

 

IM: Wir hören alle Metal-Spielarten um ehrlich zu sein. Wir versuchen die besten Momente aus unseren Einflüssen zu nutzen. Obwohl unsere melodische Fraktion sehr nach schwedischem Death-Metal klingt, mischen wir diesen Stil mit weiteren Spielarten, wenn es daran geht die Songs fertigzustellen. Einige von uns sind auch sehr stark vom Boston Hardcore beeinflusst. Da wir in Boston aufgewachsen sind, haben wir so eine Menge rauer, harter und aggessiver Musik zu hören bekommen. Wir versuchen eben jene Einflüsse auch beim schreiben neuer Songs einfliessen zu lassen.

 

3.) Was denkt ihr über den aktuellen Trend von Metalcore-Bands, die sich über die Welt verbreiten? Obwohl ich euch nicht speziell in diese Schublade stecken würde, denke ich, dass euch die meisten Leute in diese Ecke drängen werden.

 

IM: Ich erinnere mich, dass dieser Begriff 1999 aufkam. Ich erinnere mich, dass ich bei dem Begrif "Metal trifft Hardcore", zunächst an Bands wie Pantera, Machine Head, Slayer (mischten punk mit hardcore) dachte. Ich dachte, dies wäre nichts Neues, grad da auch Bands wie Metallica und Megadeth vom Punk und Hardcore beeinflusst waren. Doch dann sah ich, was der Titel "Metalcore" wirklich bedeutete. Melodische Metal Parts mit Breakdowns, welche alle 8 Takte auftauchten und ich dachte, was zum Teufel ist dieser Scheiss? Jede Band begann genau gleich zu klingen. Es gab keine Gitarren-Solos und keine wirkliche Richtung beim Songwriting. Ich persönlich finde nicht, dass wir zu jener Szene zählen. Wir sind mehr Rock-orientiert, so dass unsere Parts zusammen passen und fliessend übergehen.

 

4.) Eure neue Cd wird eine Bonus-DVD beinhalten - denkt ihr, dass solche Zusatzangebote notwendig sind, damit man den Leuten einen reellen Gegenwert für die hohen CD-Preise gibt?

 

IM: Ja! Die CD-Preise sind ausser Kontrolle. Wir wollen den Leuten mehr für ihr Geld geben, so dass es sich für die Leute lohnt. Wir stellten die DVD grundsätzlich aus unseren eigenen vergangenen Heimvideos zusammen. Es zeigt uns im Studio, Live, im Proberaum und gibt den Fans einen kleinen Eindruck wie wir als Personen sind. Es gibt eine Menge Szenen, wo wir einfach nur blöde Dinge tun, aber hey - wir sind nur einfache Jungs, die ihren Spass haben wollen.

 

5.) Gibt es irgendwelche Pläne, dass man euch dieses Jahr noch auf Festivals oder auf einer Tour in Deutschland sehen kann?

 

IM: Ja. Unser Label, Lifeforce Records, teilte uns mit, dass es gegen Ende des Jahres möglich sei eine Europatournee zu spielen. Wir werden zunächst in den USA touren bevor wir nach Europa und Kanada kommen. Da ich noch nie in Europa war, freue ich mich schon sehr.

 

6.) Seid ihr mit den ersten Reaktionen auf euer neues Album zufrieden?

 

IM: Ich bin mehr als zufrieden. Wenn ich von uns Reviews in Online-Mags oder anderen Magazinen lese und die Leute mögen unser Album, erfasst mich immer noch ein wohliges Schaudern. Die Reviews sind bislang alle gut, ehrlich und ermutigend. Ich bin ein bisschen überrascht über die Reaktionen und auch über die vielen Interviews, die wir momentan zu geben haben, aber es ist super über die eigene Band und Cd berichten zu können.

 

 

 

7.) Was kannst du mir über die Texte erzählen - habt ihr ein bestimmtes Thema oder werden die Texte passend zu der Musik geschrieben?

 

IM: Die Themen sind meist über die dunkle Seite der menschlichen Natur.

Ob es um Mord, Selbstmord, Hoffnungslosigkeit, Tod, Betrug, Hass oder Rache geht, wir wollen die dunkle Seite in uns ausdrücken . Und die Tatsache, dass man in einer Metal-Band spielt, erlaubt eine starke Ausdrucksweise. Da wir die Hardcore Einflüsse haben, haben wir die Möglichkeit dieses passend auszudrücken und zu verdeutlichen. Am besten beschreibt man die Texte als eine dunkle Stimmung mit starkem Ausdruck, was vor allem Live deutlich wird.

 

 

8.) Was erwartet ihr von der neuen CD, dem neuen Label und Europa im allgemeinen?

 

IM: Wir hoffen, dass das Album den Fans ebenso gefällt wie den Schreibern der Magazine. Es ist unser erster weltweiter Vertrieb und ich denke, wir haben ein gutes Debut-Album

Unser Label unterstützt uns sehr und ermutigt uns weiterhin. Ich bin mir natürlich sehr unsicher über die Reaktionen in Europa.

Da ich ja wie gesagt noch nie in Europa war, weiss ich auch nichts über dessen Kultur.. Ich hoffe nur, sie sind nicht solche Idioten wie die Amerikaner Hahaha!

 

9.) Was macht ihr neben Hell Within - habt ihr Seitenprojekte bzw. was sind sonst eure Jobs?

 

IM: Wir widmen uns ausschliesslich Hell Within. Unser Leben dreht sich grösstenteils um die Band. Es gibt keine Projekte, da wir unsere Zeit bereits für die jetzige Band vollkommen nutzen . Wir haben noch alle normale Jobs wie Verkäufer, Lehrer oder Techniker, aber unsere wahre Berufung ist die Musik.

 

10.) Zum Ende noch ein kleines Brainstorming - sagt einfach, was euch zu den Stichwörtern einfällt!

 

Judas Priest: Klassiker, obwohl das neue Material nicht so heavy ist wie die alten Sachen, aber immer noch gut.

 

Mötley Crüe: Ehrlich gesagt höre ich kein Motley Crue. Aber man kann sagen, dass sie alles erreicht haben, sogar zu sterben und wieder aufzuerstehen.

 

George W. Bush: He’s a bitch. Wir müssen uns nun weitere vier Jahre mit ihm rumschlagen!

 

Killswitch Engage: Super Musiker, aber ich bin nicht wirklich in dieser spirituellen Welt.

 

German Beer: Hass mich nicht! Ich trinke Coors Light!

 

11.) Ein paar letzte Worte an die Leser...

 

Asylum Of The Human Predator erscheint im April, dreht die Scheibe laut auf und vergrault eure Nachbarn.

 

Danke für das Interview!!

by  sebastian@pommesgabel.de

 
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