Erzähle mir bitte etwas über den Entstehungsprozess Eures ersten Albums. War doch mit Sicherheit aufregend, oder?
Yeah, es war extrem aufregend, aber auch lang und teilweise sehr stressig. „The onslaught“ begann ursprünglich als 3-Track Demo, welches wir selbst aufgenommen und produziert haben und die Songs „Last breath“, „Revolution“ und „Rebirth“ beinhaltete. Dazu haben wir noch ein paar Songs mehr gepackt und haben daraus eine vollständige Platte geformt. Produziert und aufgenommen haben wir das Teil zusammen mit Chris Djuricic im Belle City Sound in Racine, Wisconsin, der sich mit seiner Arbeit mit vielen lokalen Musikern bereits einen Namen gemacht hat, und abgemischt hat das Teil James Murphy in Florida. Ursprünglich sollte das Album allerdings „The onslaught-Revolution Pt.1“ oder „The onslaught: Rebirth Pt.2“ heißen, doch James hat mit uns darauf hingearbeitet, das der Titel schlicht und einfach sein sollte. woraus dann schließlich nur „The onslaught“ wurde. Dennoch erhoffen wir uns, dass gerade diese beiden Songs die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient haben.

Wie war denn die Arbeit mit James Murphy? Ich habe ihn mal 1993 bei einem Besuch in Florida kennengelernt und ihn als große Persönlichkeit mit viel Herzblut und Enthusiasmus erlebt.
Das Arbeiten mit James war großartig. Er ist eine wahre Persönlichkeit und total professionell. Er kennt sich mehr als gut im Bereich des Recordings aus…und ich meine wirklich MEHR als gut…und das bedeutete für uns sehr viel. Er kaut dir ein Ohr ab und erklärt dir irgendeinen Scheiß, von dem du noch nie was gehört hast und genau das ist die Ausbildung, die ich mehr als gerne annehme. Er gibt dir mit seiner Arbeitsweise genau den Einblick in die Geschichte, die du brauchst und professionell zu arbeiten.
Ich habe gelesen, dass Euer erster großer Supportslot für Anthrax in Milwaukee war. Macht man sich da nicht vor Ehrfurcht in die Hosen?
Yeah, das war für uns der erste große Durchbruch. Wir waren geradezu ekstatisch, da es für uns eine Ehre und ein Privileg darstellte auf derselben Bühne wie sie zu spielen. Es war eine große Inspiration für uns, aber auch angsteinflößend. Aber was soll’s, wir waren nun mal der direkte Support, mussten auf die Bühne um den Kids zu zeigen, wo Bauer den Most herholt. Also rockten wir tierisch das Haus und die Jungs von Anthrax wussten danach, das sie sich tierisch steigern mussten, um uns noch einzuholen, hahaha. Auf jeden Fall ist es eine Erinnerung, die wir für immer in unseren Köpfen haben werden.
Hast Du für Dein Spiel musikalische Vorbilder?
Na logo, ohne Ende. Es gibt viele Musiker zu denen wir aufschauen und die uns zu dem machen werden was wir wollen: Professionelle Musiker werden. Dimebag Darrell und Pantera, James Hetfield, Cliff Burton und Metallica, Alex Skolnick und Testament, Jimmy Page, Neil Peart und Rush, Dave Lombardo und Slayer…die Liste lies sich endlos fortsetzen. Wir bewundern diese Musiker für das, was sie in der Vergangenheit getan haben und wer sie sind. Diese Jungs sind wahre Inspirationen für uns.
Es ist interessant, denn in meinem Review habe ich geschrieben, das Du mit deinem Gitarrenpartner Jeff in einer Reihe stehst wie Holt/Altus, Flynn/Demmel oder eben die von dir erwähnten Alex Skolnick und Testament. Ist das zusätzlicher Druck für Euch oder eher eine annehmbare Ehre?
Hey, es ist auf jeden Fall eine Ehre, mit solchen Musiker in einen Topf geworfen zu werden, danke Dir erneut dafür. Das sind alles Musiker, die wir als Kinder vergöttert haben und ein Vergleich mit ihnen ist großartig. Doch das ist nur der erste Schritt denn nun liegt es an uns, unsere Grenzen zu sprengen und zu eigenen Legenden zu werden. Ich hoffe, die Leute werden davon Notiz nehmen und genau so angespornt sein, wie wir es von unseren Helden waren.
Wie sieht es mit einer Tour durch unsere Gefilde aus oder eventuelle Festival-Aktivitäten?
Wir können es kaum erwarten an neuen Orten zu spielen und neue Leute für unsere Musik zu gewinnen. Keiner von uns ist je groß aus unseren Grenzen herausgekommen und somit sind wir extrem darin bestrebt, rauszugehen und zu spielen. Ich hoffe, wir werden Ende des Jahres Europa bereisen und werden vorher darum bemüht sein, eine Menge Support für „The onslaugh“ zu bekommen.
Hast du noch ein paar letzte salbungsvolle Worte für uns?
Wenn wir durch Euch rauskommen, sehen wir uns bald. Wir werden Euch nicht enttäuschen. Bis dahin macht unsere Mucke an, lasst ein paar Bier die Kehle runterlaufen und amüsiert Euch. Wir sehen uns.