Donnerstag, der 09. September 2010
 
 

Interview: Obscurity

 

Herzlichen Glückwunsch, Herr Langhammer!!! Dein erstes Interview…und dann kackt einfach Office ab…scheiß Microsoft *grins* Somit bleibt es an mir, des Herrn Langhammers lyrische Weisen zu Papier zu bringen…

 

Das vierte Album der Velberter Pagan / Viking Metaller „Varar“, welches in Zusammenarbeit mit Jacob Bredahl (ex-Hatesphere Shouter) entstand, verbindet alles, was das Wikinger Herz begehrt: Epische Schlachthymnen, großartige deutsche Texte, die sich wohltuend vom ganzen Brei nichtenglisch-sprechender, aber auf englisch textender Bands abhebt. Alles gute Gründe, um mit Arganar mal ein paar Worte zu wechseln.

Wie muss man sich denn den Songwriting-Prozess bei Obscurity vorstellen?
Kannst du uns etwas darüber erzählen? Wie komponiert ihr neue Stücke?

 

Ein normaler Songwriting-Prozess bei Obscurity findet im Proberaum statt. Meistens wird von der Gitarren-Fraktion ein Riff in den Raum geworfen und wenn dieser als gut befunden wird, wird so lange dran gearbeitet, bis halt ein Song draus entsteht.

Anschließend werden dann die Texte geschrieben. Wir arbeiten die Songs gemeinsam aus und fahren mit dieser Arbeitsweise schon von Beginn an.


Was ist der Unterschied zwischen eurem aktuellen Album, "Varar", und den
anderen Obscurity Alben oder war es gar nicht nötig irgendwas zu ändern?

Also, wenn sich etwas geändert hat, dann nicht bewusst. Das Songwriting zu "Várar" war sehr kompakt. Die Songs sind in relativ kurzer Zeit entstanden und wir haben diesmal sehr konzentriert daran gearbeitet. Es gab keine Vorgabe, oder einen Plan, wie die Songs zu klingen haben. Es wurde einfach munter drauf los geschrieben und schon im Proberaum war die Freude auf die Studio - Zeit so groß, dass wir es kaum abwarten konnten zu hören, was dabei rum gekommen ist. Mit der Auswahl der Songs ist uns mit "Várar" eine abwechslungsreiche Platte gelungen, die wir sehr schätzen und mehr als stolz drauf sind.

Wie oft trefft Ihr Euch zu Proben?

 

Wir versuchen uns dreimal die Woche zu treffen. Wir stecken alle voll in der Arbeitswelt und Cortez ist vor kurzem zum zweiten Mal Vater geworden.Da ist es manchmal schwer alles unter einen Hut zu bekommen, aber trotzdem läuft es immer noch gut. He, he...das Songwriting zum "Várar" - Nachfolger hat quasi schon begonnen!

Wo war das beste Konzert, auf dem Ihr je gespielt habt?

 

Also ich erinnre mich gerne an Hamburg 2003, oder das Wolfszeit 2007...Aktuell war es wohl das letzte Ultima Ratio. Wir haben quasi als Opener eröffnet, aber das Publikum war so heiß...das hat richtig Spaß gemacht.Dazu kam noch das Manuel von Path of Golconda, der einen Gastauftritt auf "Várar" hat, mit dabei war und wir anschließend ordentlich gefeiert haben.

 

Weiters hätte ich noch gerne gewusst, ob euer aktuelles Album im Rahmen
einer Tournee präsentiert werden wird?

 

Aktuell ist nix geplant. Im Moment sind für dieses Jahr einige sehr nette Einzelgigs und Festivals bestätigt, von denen wir natürlich soviel wie möglich mitnehmen wollen. Aber sollte ein nettes Angebot für eine Tour herein flattern, sind wir erstmal nicht abgeneigt und würden versuchen das auf die Beine zu stellen!


Wie seit Ihr auf Jacob Bredahl als Produzenten gekommen und wie kam der
Kontakt zustande?

 

Also, dass ist nicht ganz korrekt...Bony (Japanische Kampfhörspiele) ist ein langjähriger Freund und Wegbegleiter von uns. Er war bis dato, bei fast jeder Produktion von uns dabei und war für "Várar" als Produzent tätig. Jacob war für den Mix und das Mastering zuständig. Bony hat uns Jacob und seine Arbeit sehr ans Herz gelegt und das war mit Sicherheit der richtige Schritt! Wir werden hoffentlich in dieser Konstellation weiter arbeiten können.


Welche Bands haben einen gewissen Einfluss auf eure Musik? Gibt es
jemanden, den du als eine Art Vorbild bezeichnen könntest?

 

Vorbild,...? Mhh, also wir sind Fans und machen Musik für Fans. Unbewußt wird man beeinflußt, klar. Aber ich könnte Dir jetzt keine Band nennen, die ich als Vorbild bezeichnen kann. Aber wenn ich müsste, würde ich wahrscheinlich Slayer, oder sowas in der Art nennen.Also Bands der alten Tage, wo man noch um jedes Tape (ja, Magnetband), oder Vinyl kämpfen musste.

Nerven Euch die Vergleiche mit Amon Amarth??

 

Neven mit Sicherheit nicht. Aber wir streben es auch nicht an, wie oft berichtet, die deutschen Amon Amarth zu werden!? Vergleiche dieser Art ehren natürlich, sind aber nicht das Ziel von dem was wir machen.


Wie sieht das lyrische Konzept zu ''Varar'' aus?

 

"Várar" ist kein Konzeptalbum. Die Texte, die zu 90% aus Ziu´s Feder stammen, behandeln historische Themen wie die Varusschlacht, oder die Schlacht von Worringen. Es gibt mythologisch angehauchte, wie "Nach Asgard wir reiten", oder Texte die einfach nur Metal sind. "Battle Metal" ist dafür wohl das beste Beispiel. "Blut und Feuer" streut nur Hass und hinterlässt keine Gefangen und sollte vor jeder Schlacht gehört werden...Ziu, der mit viel Freude und Ernsthaftigkeit an die Texte geht, hat ein Händchen für lyrische Ergüsse und wir freuen uns mit jedem neuen Song auf seine Ideen.

Was denkt Ihr über die bisherige Entwicklung deiner aktuellen Band?

 

Wir gehen unseren Weg nun seit 12 Jahren und noch ist kein Ende in Sicht! Es macht z. Zt. mehr Spaß ein Teil dieser Band zu sein, als jemals zuvor. Nach dem nunmehr 4. Album kann man sagen, dass wir uns eine solide Basis geschaffen haben, die wir kontinuierlich weiter ausbauen wollen. Auf die Musik bezogen, muss ich feststellen, dass wir mit "Várar" einen weiteren großen Schritt gemacht haben. Unser Songwriting und die musikalische Umsetzung haben sich sehr verbessert und wir werden weiterhin alles dafür tun um diesen Prozess aufrecht zu erhalten. Nach dem Album ist vor dem Album... also seid gespannt!


In welchen Ländern gingen die Fans denn besonders steil, sprich, welche
Nationen würdest du denn als "eure" bezeichnen, wenn wir von positiver
Resonanz sprechen?

 

So viele Länder haben wir leider noch nicht bereist, aber ich finde das Österreich livetechnisch immer ein gutes Pflaster für uns war. Über MySpace-Kontakte, oder ähnliche Plattformen weiß ich, dass es z.B. in Frankreich und Italien ne Menge Leute gibt, die uns mögen und trotz unserer deutschen Texte einiges mit Obscurity anfangen können.Aber unser Hauptschlachtfeld ist natürlich hier in Deutschland.


Eure 5 wichtigsten Metal-Alben aller Zeiten??

 

Na, da kann ich jetzt nur für mich sprechen...

Bathory - Hammerheart

Venom - Black Metal

Slayer - Reign in blood

Enslaved - Frost

At the gates - Slaughter of the soul


Wollt ihr am Ende des Interviews noch ein paar Worte an die Obscurity-Fans
und an die Leser unseres Webzines richten?

 

Erstmal danke ich dir für das Interview! Ich hoffe wir sehen uns alle auf, vor, oder neben der Bühne. Vielleicht ja sogar auf unserer Release - Party am 25.04.2009 im Essener Turock!?

by  olaf@pommesgabel.de

 
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