Einen Tag später nach dem sehr guten Kataklysm Konzert im Berliner Postbahnhof hieß es dann weiter im Text...Hypocrisy und Survivor Zero gaben sich im Columbiaclub zur Long Time, No Death Tour 2010 die Ehre. Leider mussten die bestätigten Hatesphere als zweite Supportband die Tour canceln, wo dann mit einem kurzweiligen Abend zu rechnen war.
Klirrende minus 10 Grad zeigte das Thermometer an, nur gut das es sich nicht um eine Open-Air Veranstaltung handelte. Pünktlich angekommen fanden sich anfangs nur wenige Nasen ein!! Somit konnte ich den Merchandise-Stand in aller Ruhe unter die Lupe nehmen. Shirts für 20 Euro und Kapuzenpullis für 50 Lappen sind dann doch schon stark an der Geschmacksgrenze....!!!
Pünktlich 19.30 Uhr machten dann die Finnen Survivor Zero den Anfang. 40 Minuten hauten sie uns ihrem melodischen Death Metal mit einer Portion Thrash um die Ohren. Ich brauchte gute 3-4 Songs, um mit der Mucke warm zu werden. Dann kam der Song ''Bury Them Deeper'', der dann doch ordentlichen Hitcharakter offenbarte! In diesem Track waren sehr gute und fette Riffs auszumachen. Am Bass klimperte der schwergewichtige Tapio Wilska vor sich, ehemaliger Frontmann von Finntroll!!!
Aufgelockert wurde die Setlist durch eine Coverversion von Kreator's ''People of the Lie''. Die Huldigung der deutschen Thrash-Veteranen ließ dann auch das Publikum aufwachen und die Band verdiente sich damit mehr als nur einen Höflichkeitsapplaus! Die abschliessenden Songs ''Lucifer Effect'' und ''Embrace the Inferno'' rundeten dann das Konzert ab! Ganz ordentlicher Auftritt...nicht mehr und nicht weniger.
Ganz ehrlich...nun wurde ich langsam geil!! Ich habe eine fast 7-jährige Hypocrisy Liveabstinenz hinter mich gebracht und nun konnte ich die Band das erste Mal in einem Cub live erleben...da kann man schon mal einen feuchten Schlüpfer bekommen...lach!
Nebelschwaden, Düsterintro und eine blaugrüne Lightshow untermalten den Anfang des Konzertes!! Mastermind Peter Tägtgren, Drummer Horgh, Basser Mathias Hedlund und Sanctification-Aushilfsgitarrist Tomas Elofsson betraten die Bühne und liessen es mit dem Opener des neuen Albums ''Valley of the Damned'' mächtig krachen. Der Sound war fett und das Ambiente stimmte. Der Club war nun mittlerweile sehr gut gefüllt und die Meute war heiss!! Auch die Band machte einen motivierten Eindruck!! Weiter gehts mit ''Hang them High'' und dem ersten Klassiker ''Fractured Millennium''. Die Band forderte auf ihrer Webseite die Fans auf, Songs und die somit für die Setlist zu voten. Nachdem auch mit ''Eraser'' schon der nächste Hit folgte, machte ich mir um die weitere Songauswahl keine Sorgen. Mit ''Pleasure of Molestation'' und ''Obsculum Obscenum'' ging es dann zurück in das Jahr 1993!!! Einfach nur geil! Peter grunzte und schrie was das Zeug hielt, Drummer Horgh thronte hinter seinem mächtigen Drumkit und die Gittarenwand stand!! Für mich das Oberhighlight war dann die Megahyhmne ''Fire in the Sky''. Nach gut 70 Minuten ging die Band das erste Mal von der Bühne, um dann mit den Hits ''Roswell 47'', ''Warpath'' und das abschliessende ''The Final Chapter'' wiederzukommen!! Hypocrisy haben es mit diesem Konzert bewiesen, das mit ihnen weiter zu rechnen ist und das sie ohne Frage eine Institution im Death Metal bleiben. Kaum eine andere Band schafft den Spagat aus Hymnen und knalligen Songs so perfekt!! Nach sehr geilen 90 Minuten war dann Schicht im Schacht!! Das war wohl der kürzeste Konzertabend meines Lebens, war ich doch gegen 22.30 schon wieder zu Hause...hihi. Fette 10 Gabeln für ein Death-Metal Nostalgie Highlight!!
Besucht die Band unter anderem auch auf dem Summerbreeze Festival 2010 in Dinkelsbühl!!
Setlist:
01. Valley of the Damned
02. Hang him High
03. Fractured Millennium
04. Eraser
05. Pleasure of Molestation
06. Obsculum Obsecenum
07. Penetralia
08. Apocalypse
09. The Fourth Dimension
10. Killing Art
11. A Coming Race
12. Let the Knife do the talking
13. Weed out the Weak
14. Fire in the Sky
15. Roswell 47
16. Warpath
17. The Final Chapter