Samstag, der 04. September 2010
 
 

Konzertbericht: Dark Burning Festival Vol.1

 

Bands: Dark Burning Festival Vol.1
Datum:
30.04.2005
Location / Ort: Haus am Wall / Lemgo
Redakteure vor Ort: Andy (AN), Sebastian (SE) & Torsti (TÖ)
Autor: Torsti
Bilder ©: pommesgabel.de

Dark Burning Festival? Kennt keine Sau. Nicht weiter verwunderlich, fand es doch erstmals statt und das auch noch in der Pommesgabel-Stadt Lemgo. Ein regelrechter Pflichtbesuch für uns also. Erstaunlicherweise begann man damit dieses Festival ins Leben zu rufen, an einem Tag, wo man eigentlich überall in den Mai tanzt. Zweifelhaftes Omen also, denn schnell gehen einem dadurch zahlreiche potenzielle Zuschauer flöten. Doch dem war nicht so. Viele Besucher fanden sich bereits vor der Location ein und genossen den warmen Tag und kühles Bier. (AN)

 

Die erste Band stand unmittelbar bevor und so marschierte der Tross ins Innere des Jugendzentrums.

Slave to Misery aus Vlotho hieß der Beginner und als solcher erwies er sich als überraschender Höhepunkt. Lässt man den durchaus spaßigen Soundcheck vorneweg mal außen vor, überzeugten die Jungs musikalisch auf ganzer Linie. Der Gesang erinnerte mich nicht selten an Pyogenesis zu guten alten „Sweet X-rated nothings“ Zeiten, vermutlich weil er auch dort eher aus dem Bauch kam und daher nicht so künstlich wirkte. Spielerisch bewegte man sich irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn, was eigentlich permanentes Moshen nach sich zog und einfach nur begeisterte. Besser konnte man sich einen Festivalauftakt wirklich nicht wünschen. (AN)

 

Slave to Misery

 

Uncover aus Bünde sollte dem starken Opener Slave to Misery folgen. Auf der Running Order stand hinter dem Bandnamen der Zusatz „Modern Metal“. Ich war gespannt was nun kommen würde und wurde positiv überrascht von den vier Burschen. Von Beginn an bewies Frontmann Kai-Phillip, dass seine Stimmbänder sowohl Growls als auch cleane Gesangsparts hervorbringen konnten. Im Großen und Ganzen erinnerte es ein wenig an Linkin Park und Rap Einlagen. Der Sound war zum zweiten Mal Top, was den ohnehin schon gut klingenden Metal noch besser ans Publikum brachte. Uncover brachte mit netten Blastbeats, melodiösen Riffs und weiteren Metal-Elementen einiges an Abwechslung. Einzige Anmerkung die man noch bringen muss ist, dass Ende des bis dato unbetitelten Songs, sollte dringend überarbeitet werden. Dieser klang doch sehr abgebrochen. Ansonsten kann man nur sagen, das war eine grundsolide Leistung. (TÖ)

 

Uncover aus Bünde

 

Mit Taste of Blood holte man sich ziemlich fetten und doch melodischen Death Metal in die Hütte. Nicht umsonst also war die Bude plötzlich voller als noch bei den vorherigen Kapellen. Die Mucke der Fünf Herren konnte sich durchweg hören lassen, zumal auch hier ein fast optimaler Sound das Publikum beschallte. Die Death-Thrasher hatten mit ihrer doch recht abwechslungsreichen Spielweise perfekt überzeugen und hinterließen einen Namen, den man sich zumindest vormerken sollte: Taste of Blood! (AN)

 

Taste of Blood

 

Nun sollte Grindcore folgen. Uncut Despite heißen deren Verfechter. Doch trotz steigender Besucherzahlen, hatten die Vier, aus Kassel angereisten Jungs nicht ganz so viele Zuhörer. Einigen war das deftige Geknüppel wohl zu extrem und so zogen diese Leute es vor, draußen auf den Skate Einrichtungen sitzend, Bier zu süffeln. Die Hartgesottenen im Publikum kamen dafür voll auf ihre Kosten. Hau drauf Grindcore, mit Keyboard Untermalung und einem Sänger der in allen erdenklichen Geräuscharten sein Stimmorgan erklingen lassen konnte. Ja, das waren Uncut Despite. Das hatte Stil! Redaktionskollege Fraggle hätte sich Pudelwohl gefühlt, doch auch ich konnte mich dem Tun nicht entsagen. (TÖ)

 

Uncut Despite

 

Es war erneut Zeit für einen Gang an die frische Luft. Während sich auf der Bühne Fluid Enc. bereit machten, gesellte ich mich wieder zu den draußen gebliebenen um mir ein oder zwei weitere Pils einzuflößen.
Wo es gerade begann interessant zu werden, erklangen von drinnen die Gitarren und riefen nach mir. Vor der Bühne tobte bereits, zum ersten Mal diesen Abend, ein Pogo-Pulk. Der Nu-Metal/Core war erfrischend und ließ auch mich nicht lang still stehen. Mit DJ Verstärkung trat man dem Publikum in den Arsch. Selbst Sänger Ingo mischte sich mehrmals unter das pogende Volk. Musikalisch wie auch gesanglich erinnern mich Fluid Enc. an erste Slipknot Scheiben. Gerade die Screaming Parts haben mich begeistert, in dieser Form konnte ich sie bisher nur von Corey Taylor vernehmen und das ist durchaus ein Kompliment. An den klaren Gesängen sollte Ingo jedoch noch ein wenig arbeiten. Zwar war das Sextett der stilistische Außenseiter, konnte aber doch eine große Anzahl von Besuchern für sich gewinnen. (TÖ)

 

Fluid Enc.

 

Die Osnabrücker Sardonic müssten eigentlich von dieser Berichterstattung ausgeschlossen werden, da unser Pommesgabel-Sebastian dort heftigst mitrumpelt und man möchte ja nicht des geschönten Hypes bezichtigt werden. Drauf geschissen, denn hier wird eh nichts geschönt, so. Die Viererkette an der Front formierte sich eher ungewöhnlich, mit dem Sänger als Linksaußen, doch das gab den Stahlsaitenzupfern ein wenig mehr Bewegungsfreiheit auf der nicht gerade sehr üppigen Bühne. Sardonic bölkte also ihren superben Death dem Lemgoer Volk um die Ohren, dass es nur so eine Wonne war. Wer das nachempfinden möchte, sollte sich schleunigst deren CD „Say 10“ zulegen, da nicht wenige Stücke davon dargeboten wurden. Death vom Feinsten sag ich da nur! (AN)

 

Sardonic

 

Auch Burned Alive, deren Liveerfahrungen als eher gering einzustufen sind (wie man mir sagte), konnten überraschen und legten einen durchaus soliden Auftritt hin. Auch hier überzeugte der gewählte Metal Stil, der sich im Death/Thrash-Bereich bewegte und wem die Bühne zu klein war, der zockte halt im Zuschauerraum weiter, so wie es der Basser gelegentlich tat. Bleibt also kurzerhand nur noch zu sagen, dass es mit Burned Alive eine weitere klasse Band an dem Abend zu sehen und hören gab, die ich mir gerne mal wieder anschauen möchte. Vielleicht sollte ich (Andy) dann nicht ganz soviel trinken, wie an diesem Tage, um das Ganze erst so richtig genießen zu können, har har... (AN)

 

Burned Alive

 

Den Abschluss setzten dann die Urgesteine Human Paranoid aus dem nahen Herford, die schon seit langer Zeit dem Thrash-Metal-Untergrund verbunden sind. Demzufolge boten sie auch Old-School-Thrash-Metal wie er älter nicht sein konnte, was die im Laufe der Zeit angehäufte kleine Fanbasis auch gleich als Ansporn zum Kopfschütteln nutzte.

Das Augenmerk richtete sich gleich auf Frontmann Phil, der wie ein wildes Tier über die Bühne streifte und seine Thrash-Röhre ins Publikum bellte. Auch wenn einigen der Abend dann doch zu lang und die Mucke doch zu Old-School war und den Club verliessen, wurde vor der Bühne noch gut gefeiert, was seinen Höhepunkt beim Kreator Cover "Flag of hate" nahm, wo eine selbst gebastelte Flag of Hate geschwenkt wurde. Nach 30 Minuten wurde dann der Saft abgedreht, weil die Sperrstunde erreicht war, was die Musiker zwar zu einigen unnetten Ausdrücken nötigte, sich die Wogen aber schnell wieder glätteten. Und irgendwie waren die meisten auch froh, dass es vorbei war, da Human Paranoids Thrash dann doch zum Ende etwas ermüdete nach dem langen Konzerttag! (SE)

 

Human Paranoid

 

Und zu guter letzt noch die Links zu den Homepages der Bands wo ihr kostenloses MP3 Material etc. bekommen könnt:

by: torsti@pommesgabel.de

Zurück | Bilder

 
Pommesgabel des Monats
Pommesgabel des Monats (Zum vergrößern klicken!)

Beim Party.San 2007 gab es Schlamm genug. Spaß ist, was Ihr draus macht!

Sendet eure Pommesgabel des Monats Vorschläge an: kontakt@pommesgabel.de

 
Pommesgabel aktuell:
 
 
 
 
 

 
 
Disclaimer | Impressum | FAQ  © by pommesgabel.de 2003 - 2010
Google Page Ranking PAGERANK SEO