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27. April 2017


           
Magazin

 

 

 
         
 

Lamb of god (Track attack) Interview

Im Vorfeld des Gigs von Lamb of god im Berliner C-Club hatte ich die Gelegenheit, mit LOG Basser und Gründungsmitglied John Campbell einen kleinen Track Attack zu veranstalten. Der rauschebärtige Sympatikus, der, man mag es kaum glauben, sogar mein Jahrgang (nur jünger!!!) ist, hegte zwar im Vorfeld Bedenken („Ey, ich erkenne wahrscheinlich gar nichts, dazu bin ich der falsche Mann…Hilfe!!“!), schlug sich dann allerdings recht tapfer. Allerdings scheiterte er beim Erkennen eines Tracks einer der begleitenden Vorgruppen, welches LOG Mastermind Randy Blythe, mittlerweile mit amtlicher Matte ausgestattet, mit unverhohlenem Spott kommentierte. Aber lest selbst.

Left hand pathABORTED

Album: Coronary reconstruction (EP)

 

(trommelt imaginär mit) Saufette Produktion, allerdings röhrt der Sänger, wie ein verletztes Tier. Hmmm…ansonsten nicht schlecht. Etwas zu schnell für meinen Geschmack. Der Schrei am Anfang war ein gutes Intro. Ich habe dennoch keinen blassen Dunst, wer das sein könnte. Aborted? Schon mal gehört den Namen. Eine Coverversion von Entombed? Sorry Dude, aber Death Metal ist ziemlich an mir vorbeigegangen. (lacht)

 

To detonate and exterminate – JOB FOR A COWBOY

Album: Ruination

 

(holt erneut die Luftdrums raus) Hölle schnell, die Jungs können was an ihren Instrumenten. Die Breaks sind klasse. Doch irgendwie verzetteln sie sich im Gesamtbild. Das ist diese neue Art von Death Metal, schneller, lauter. Aber ich habe Null Ahnung, was oder wer das sein könnte. Job for a cowboy? Scheiße…die spielen ja bei uns im Vorprogramm…

 

(Randy Blythe schaut herein) Was macht Ihr denn da?

 

Ich soll Bands erraten, mach mich aber noch nicht so gut…

 

Randy: Und wer war das gerade?

 

JFAC

 

Randy: Welcher Song?

 

„To detonate and exterminate“…

 

Randy: Pussy, Mensch den spielen sie doch jeden Abend. Da hast Du Dir aber einen kompetenten Gesprächspartner ausgesucht, hahaha.

 

Sprachs und verschwand wieder…

 

Overdrive – AIRBOURNE

Album: No guts. No glory

 

AC/DC? Hahaha, Quatsch, oder? (überlegt jetzt doch) Overdriiiive…das ist schon eher meine Baustelle. Sagt mir dennoch überhaupt nichts. Sind die groß?

 

Naja, in Europa füllen sie Hallen und in Australien sind sie ebenfalls mächtig angesagt…

 

Australien? Jajaja…irgendwas mit Air…kacke, ich komm nicht drauf. Richtig, Airbourne. Juchu, ich hab mal was erkannt. Die haben mal bei uns in Richmond vor vielleicht 300 Nasen gezockt. Soll aber recht amtlich gewesen sein. Ich komme eh aus der Rock’n’Roll Ecke und von daher war das jetzt mal eine nette Abwechslung.

 

 

ArkhangelskDARK TRANQUILLITY

Album: We are the void

 

Ist zwar auch hier musikalisch nicht ganz meine Baustelle, doch mir gefällt die Steigerung in dem Song. Erst diese ruhige Einleitung und dann voll auf die Nuss. Die Produktion hätte ein wenig druckvoller ausfallen können, doch auch hier scheinen die Jungs was auf ihren Instrumenten zu können. Dark Tranquillity? Noch nie im Leben gehört.

 

Virgin witch – ROB ZOMBIE

Album: Hellbilly deluxe II

 

Schöne Einleitung mit der Glocke…Stop, den kenne ich. (wird ganz aufgeregt) Verdammt, ich seh sein Gesicht schon fast vor mir. Lalalala…Rob Zombie! Logisch. Der ist mächtig groß bei uns. Auch seine Filme sind klasse. Virgin witch, sehr gut, geiler Text. Das isser, unser Robbie, hahaha.

 

Fade away – HEATHEN

Album: The evolution of chaos

 

Geiler Refrain, schöner Thrash aus der Bay Area. Die Gitarrenarbeit könnte glatt von Exodus sein…Nah dran???? Häh??? Jetzt hast Du mich verwirrt, hahaha. Geht mächtig ins Ohr und Bein. Wer ist das? Heathen? Habe ich schon mal gehört, allerdings dachte ich, die Truppe gibt es schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Das ist echt ein starker Song. Ist das ganze Album so? Ich glaube, das sollte ich mir umgehend zulegen.

 

The frayed ends of sanity – SIX FEET UNDER

Album: Graveyard classics III

 

Den Song kenne ich, aber nicht die Interpretation. Das sind ursprünglich Metallica. Die Instrumentalisierung ist saufett. Klasse…huch? Was ist das für eine Stimme? Himmel hilf, was soll das denn? Der grunzt ja alles kaputt. Six feet under? Logisch, habe ich schon mal gehört. Das ist doch der, mit der riesigen Rasta Matte, oder? Braucht das die Menschheit wirklich?

 

Bring me the night – OVERKILL

Album: Ironbound

 

Saucoole Band, nette Kumpels. Das sind Overkill. Bobby erkennt man sofort an der Stimme. Wir haben recht oft mit Overkill zusammen gespielt und ich bin nicht alleine wenn ich behaupte, dass die Jungs die Nettesten sind, die es im Business gibt. Der Refrain ist Killer „Bring me the niiiiight“, echt geil. Thrash ist zwar nicht so mein Ding aber die Jungs rocken tierisch. Klasse Song.

 

Du magst kein Thrash, spielst aber nachweislich in einer Thrash Band???

 

Tu ich das? Hahaha…ich habe Lamb of god nie als reine Thrash Band gesehen, eher als extrem harte Rock’n’Roll Band.

 

Na dann wirst Du den letzten Song ja gar nicht mögen…

 

Choke sermon – LAMB OF GOD

Album: Wrath

 

Keine Ahnung, was das für ein Scheißdreck sein soll, hahaha. Meine Güte, den Song habe ich eine halbe Ewigkeit nicht mehr gehört. Den haben wir damals eingespielt und danach nie wieder performed. Ein recht sperriges Stück, was so eigentlich gar nicht zu uns passt. Aber ehrlich, irgendwie kickt er mich wieder. Selbstverständlich der beste Song, den Du mir vorgespielt hast, hahaha. Hat Spaß gemacht.

 

by olaf

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