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23. November 2017


           
Magazin

 

 

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Malevolent creation Interview

Die größte Überraschung des Jahres haben gerade Malevolent creation mit „Invidious dominion“ abgeliefert. Einem Album, welches den Geist ultraharten und brutalen Death Metal bestens repräsentiert und mich zur absoluten Höchstnote hinreißen ließ. Und das von einer Band, die bereits seit 20 Jahren präsent ist, den Erfolg dennoch nicht mit Löffeln gefressen hat.

 

Dies muss sich mit diesem Killeralbum grundlegend ändern, denn nie war der Fünfer aus dem Sunshine state brutaler, stärker und frischer denn je. Ein Grund, sich mit Frontmann Brett Hofmann zusammenzuhocken und ein paar Infos zu erhalten, die er sich auch bereitwillig aus der Nase ziehen ließ.

Als erstes meine herzlichsten Glückwünsche zu diesem, in meinen Augen, besten Album in Eurer Karriere…

 

Yeah, wir sind ebenfalls total zufrieden mit der Art und Weise, wie das Album entstanden ist. Außerdem stand uns mit Eric Rutan ein großartiger Produzent zur Seite…es hat bei den Aufnahmen einfach “Klick” gemacht und herausgekommen ist dieses Album. Übrigens danke für das Review. 10 von 10 sieht klasse aus.

 

Was habt Ihr dem Jungen eigentlich ins Trinkwasser getan, dass er Euch einen solch geilen Sound hingezimmert hat?

 

Hahaha, gar nichts, soweit ich weiß. Wir haben ihm einfach ein sattes Pfund head smashing music vorgesetzt und das war alles was er brauchte, um richtig in Fahrt zu kommen.

 

Auf welcher Position in Eurer bandinternen Hitliste landet „Invidious dominion“?

 

Definitiv in den Top 3, zusammen mit „10 commandments“ und „Envenomed“.

Als ich Euer neues Album das erste Mal gehört habe hatte ich das Gefühl, Ihr wolltet den ganzen „Nu-Death-metal“ Bands wir Job for a cowboy oder The black dahlia murder kräftig in den Arsch treten. Ist das nicht frustrierend, wenn diese Bands den Erfolg haben, der Malevolent creation nach solch einer langen Zeit im Geschäft bislang verwehrt blieb?

 

Es natürlich kein so tolles Gefühl, aber andererseits sind wir immer noch hier, machen großartige Alben und sind in unserer Gewichtsklasse immer noch populär. Ich ziehe es sowieso vor, mir über so einen großen Zeitraum eine solide Fanbase zu erspielen, als nach ein paar Alben wieder von der Bildfläche zu verschwinden, wie viele der Bands aus der von Dir angesprochenen Kategorie. Auf die gibt in ein paar Jahren kein Mensch mehr irgendeinen Scheiß.

 

Erzähl mir kurz was über „Invidious dominion“.

 

10 Songs, 36 Minuten lang, in der dir die Haut von Gesicht gefetzt wird. Alle Bandmitglieder haben bei diesem Album an einem Strang gezogen und das hat sich, so hört man auch, ausgezahlt.

 

Bei „United hate“, meinem absoluten Favoriten auf dem Album, brüllst Du in ganz neuen Dimensionen. Die Vocal lines sind klasse und Deine Stimme klingt klarer, differenzierter und sicker denn je. Liegt das auch daran, dass Du Deine Drogenproblematik in den Griff bekommen hast?

 

Auf jeden Fall. Meine Stimme ist momentan die stärkste, die ich je hatte. Mein Problem war einfach, dass ich es zu sehr genoss auszugehen und eine gute Zeit zu haben…und das etwas heftiger als alle andere, hahaha. Das hat sich aber mittlerweile, auch mit den Bieren, erledigt und somit kann ich auf einem konstant hohen Level singen und live performen, was mir das Wichtigste überhaupt geworden ist.

 

Nach so viel Fluktuation in Eurem Line Up spielt Ihr ja nun seit einiger Zeit konstant mit der Besetzung, mit der Ihr auch 1990 begonnen habt. Das Gefühl, mit all den Leuten zusammen zu spielen, muss doch eine Familienzusammenführung recht nahe kommen?

 

Yeah, vor allem da wir jetzt alle weiser und älter geworden sind und uns nicht mehr jede Nacht die Scheiße reinziehen wie früher. Dadurch agieren und spielen wir einfach besser zusammen denn je und genießen das total. Versteh mich jetzt nicht falsch, wir haben immer noch eine verdammt gute Zeit doch wir sind einfach nicht mehr dazu bereit, dafür unsere Musik zu opfern.

 

Aktuell seid Ihr ja mit Exodus auf großer US Tour. Wie versteht Ihr Euch untereinander?

 

Noch nicht, die Tour beginnt in ein paar Tagen, doch wir die Jungs schon seit einer halben Ewigkeit kennen, werden wir mit Sicherheit eine Menge Spaß haben. Diese Rundreise wird schweinegeil!!!

 

Wann kommt Ihr denn mal wieder auf den alten Kontinent? Das letzte Mal sah ich Euch 2006 als Support von Bolt thrower in Berlin.

 

Oja…da sind viele spannende Dinge geschehen, hahaha. Wir hoffen, das diesen Winter was ansteht denn wir lieben es, durch Europa zu touren. Großartige Fans, tolles Essen und…ähhh…gutes Bier, hahaha.

 

Was ist eigentlich aus Jasons Tattookarriere geworden? Ich habe gelesen, er hat diese aufgegeben, um wieder mit Euch zocken zu können? Oder war er einfach zu schlecht?

 

Nein, nein, niemals. Jay macht wirklich hervorragende Arbeit und hat uns alle in der Band schon gepiekst. Er hat in Ft.Lauderdale seinen eigenen Shop und mehrere Künstler, die unter ihm arbeiten und ihn würdig vertreten, solange er mit uns unterwegs ist. Er hat es einfach vermisst, mit uns zusammen Musik zu machen und glücklicherweise kann er es sich leisten und erlauben, wieder mit uns auf Tour zu gehen und mit uns zu spielen. Es ist ein großartiges Gefühl.

 

Letzte Worte?

 

Vielen dank nochmals für das tolle Review. Ich bin glücklich, dass Dir das Album gefällt. Sag Deinen Leuten da draußen, Malevolent creation sind zurück und werden auch bald in Deutschland einfallen, versprochen.

by olaf

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