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27. April 2018


           
Chronical Moshers Open Air

 

 

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Bericht

Am: 12.06. - 13.06.2015
Anlass: Chronical Moshers Open Air am Mühlteich in Hauptmannsgrün (Sachsen)
Autoren: Tino [ts] & Torsti [tr]

Epilog

Ach was für ein schönes Fleckchen Erde. Die Reise zum Chronical Moshers ist für uns Hamburger zwar relativ weit aber schon nach einigen Minuten auf dem Gelände war jegliche Skepsis bezüglich der langen Fahrt verschwunden. Ursprünglich war unsere Anreise bereits für den Donnerstag geplant, doch die Nähe zur tschechischen Grenze verlockte uns noch zu einem kurzen Abstecher ins Nachbarland um günstig zu tanken und ein paar Paletten pfandfreies Dosenbier zu erstehen, was sich als umständlicher erwies als ursprünglich gedacht. Ein Glück das die Nacht bereits um 7 Uhr endete, richtig schlafen war bei unserem Zwischenstopp in Schleiz ohnehin drin. Erst war es ein Gewitter der Nacht das uns mit seinem Donner und den daraus resultierenden wackelnden Fensterscheiben das Blut in den Andern kurz stocken lies und am frühen Morgen dann der beginnende Trucker-Verkehr.

Freitag, 12.06.2015

So begab es sich das wir gegen 12:30 Uhr am beschaulichen Mühlteich vorbeifuhren und schnurstracks auf den Campingplatz rollten. Ich spähte schon nach einem geeigneten Abstellplatz als Tino mit dem Satz: „Fällt dir eigentlich auch auf das hier kein weiteres Auto steht?“ meine ambitionierte Suche abbracht. Auf der Suche nach einem Ordner gerieten wir an Bello, der uns ein schnuckeliges Plätzchen zuwies, an dieser Stelle noch mal herzlichen Dank! In Kürze stand unser Camp und so machte sich schnell Gemütlichkeit breit.

Das Chronical Moshers Open Air
Ein Festival Gelände wie gemalt

Viel Zeit verging nicht bis wir uns zur ersten Platzbegehung aufmachten. Schnell waren unsere Festival Bändchen am Arm, so das wir die Eingangskontrolle passieren konnten. Die Bühne ist in einem Zelt untergebracht, davor findet sich ein kleiner Merch Stand von G.U.C., ein Bierstand sowie eine Cocktailbar und ein paar Sitzgelegenheiten. Vor gefühlten 50 Nasen machten sich Armageddon Bound als erste auf die Bühne und bescherten den Anwesenden eine ordentliche Dosis Thrash Metal. Für uns gab es nocht etliches zu entdecken, so das wir uns erst noch mal auf Erkundungsreise begaben. Die Burning Butthairs fielen ebenso unserer Gemütlichkeit zum Opfer wie auch Nervecell. Bei Blackest Dawn ist das Konzept mit zwei Sängern etwas überambitioniert, das einem das bleiben nach zwei, drei Songs nicht gerade leicht fällt. Unsere Camping Nachbarn von Kali Yuga sind mit Ihrem Melodic Death Metal und ihrem Heimvorteil etwas mehr beachtet und können die erste richtige Duftmarke des Tages setzen.

Tinos Lieblinge von Protector (aus Schweden) machten sich danach auf, die Bühne zu entern. Mit solider Thrash Kost wurden die Anwesenden versorgt und Frontmann Martin Missy weiß mit seinen Ansagen zu animieren. Banger in allen Reihen wurden versorgt mit Songs wie „Apocalyptic revelations“, dem Klassiker vom gleichnamigen Debütalbum „A sheding of skin“ und dem Titeltrack des 2013 Outputs „Reanimated Homunculus“. Nur wer das Haar in der Suppe sucht, hatte hier einen Grund die Songauswahl zu kritisieren, der Rest der Meute machte sich anschließend zufrieden lächelnd auf zum Bierstand.

Protector auf dem Chronical Moshers Open Air 2015
Protector

Anschließend sollten Hate das Tageslicht vertreiben. Die im Fahrwasser von Behemoth und Vader schwimmenden Polen, emanzipieren sich langsam aber stetig und entwickeln eine gewisse Eigenständigkeit. Mit Ihrem Make up und Outfits, das sehr an frühere Behemoth erinnert, wissen die drei auf sich aufmerksam zu machen. Der Bandname ist absolut Programm wie man an den Hassbatzen „Hex“ oder „Wrists“ unschwer ausmachen kann. Mit dem Soundmann verhält es sich wie mit einem guten Schiedsrichter, am besten ist, wenn er nicht auffällt und so war bislang kein Grund zur Kritik.

Nun jagt ein Highlight das nächste. Vom letzten Auftritt der brasilianischen Filigrantechniker war ich etwas enttäuscht, weshalb meine Erwartungshaltung heute eher gedämpft war. Doch kaum erklangen die ersten Riffs war sofort klar, das der Auftritt heute Abend um vieles besser werden würde. Hier passt alles zusammen, die kleine Bühne, die Spielfreude der Band und der Soundmann der zu wissen scheint wie man aus dieser Anlage und der Band das letzte Quäntchen Emotion herauslocken kann. Im Publikum bilden sich wilde Mosh-Orgien zu Songs wie „Blood of Lions“, „The will to potency“ oder dem Nackenwirbel Einheizer „Black force domain“. Da Krisiun nicht unbedingt die größten Rampensäue auf der Bühne sind kommt ihnen hier die kleine Bühne gerade recht um entsprechende Präsenz zu zeigen. Leider ist nach nicht mal ganz einer Stunde schon Ende und etwas Wehmut bleibt, so möchte ich das Trio gern immer erleben!

Krisiun auf dem Chronical Moshers Open Air2015
Krisiun

Mit Naglfar öffnet sich musikalisch das letzte Kapitel für den heutigen Tag. Bei ihrem einzigen europäischen Festival Auftritt in diesem Jahr glänzen auch die Schweden in bislang nicht gekannten Glanz. Für mich war diese Band der Grund auf das Chronical Moshers zu fahren und ich hätte bei weitem nicht gedacht das sich das so sehr lohnen würde. Auch die Black Metaller wirken auf dieser „kleinen Bühne“ ebenfalls wie zuvor Krisiun um einiges präsenter und mächtiger, als auch anderen großen Stages. Soundtechnisch ist das Ergebnis wieder atemberaubend und die Band zockt sich durch Klassiker wie „As the twilight gave birth to the night“ über „Swarm of plagues“ hin zum grandiosen Abschluss „Harvest“, bei dem meine Stimme dann endgültig zur Heiserkeit verkam. Noch Minuten später verklang in meinen Ohren der letzte Song einer heute zu Höchstform aufgelaufenen Band. Ein letzter Absacker und dann forderte der lange Tag seine Opfergabe in Form eines kleinen Schläfchens. [tr]

Naglfar auf dem Chronical Moshers Open Air 2015
Naglfar

Setlist Naglfar auf dem Chronical Moshers 2015:

  • Pale horse
  • The darkest road
  • Bring out your dead
  • Odium generis humani
  • The perpetual horrors
  • 12th rising
  • Blades
  • As the twilight gave birth to the night
  • Spoken words of venom
  • A swarm of plagues
  • The Brimstone gate
  • I am vengeance
  • Harvest

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