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20. Januar 2018


           
Graspop Metal Meeting 2005

 

 

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Bericht

Am: 24.06. - 26.06.2005
Anlass: Graspop Metal Meeting in Dessel (Belgien)
Autoren: Sebastian


Freitag | Samstag | Sonntag

Freitag, 24.06.2005

Am letzten Juniwochenende standen wieder alle Zeichen auf Sturm, denn das Graspop Metal Meeting hatte zum 10. Geburtstag geladen und erneut ein Billing aufgefahren, von welchem deutsche Metalfestivals nur träumen dürfen.

Wie im Jahr zuvor fuhren wir erneut einen Tag früher los, um in der Nähe von Dessel noch eine Nacht im Hotel zu pennen, da das Campinggelände erst am ersten Festivaltag öffnet. Gesagt getan mit 2 Autos ging es los und das Wetter zeigte sich von seiner herrlichsten Seite, so dass wir frohen Mutes nach dem biertanken in Holland pünktlich am Hotel ankamen. Nach dem ansteuern einer örtlichen Frittenschmiede und den ersten alkoholischen Getränken ging der Tag ruhig zu Ende, wobei die extreme Hitze das schlafen im Hotel nahezu unmöglich machte...aber egal morgens noch ne feine Dusche sowie ein ausgiebiges Frühstück und wir brachen gen Dessel auf! Auch hier kamen wir zügig ans Ziel sprich Parkplatz, wo ein weiterer Trupp von uns wartete, so dass wir nun mit 11 Mann Richtung Campingplatz stürmten, was mit dem Gepäck und der sich uns offenbarenden Riesenschlange vor dem Campingplatz sich in ein laues Lüftchen wandelte...Ein laues Lüftchen wäre dann auch nötig gewesen, doch die Hitze brannte unnachgiebig und weder ein Regentropfen noch ein kühler Wind zeigte sich, was sich auch die restlichen Tage kaum änderte.

Nach der anstrengenden Warterei war es geschafft – Zelt aufgebaut, Klamotten verstaut, T-Shirt aus und ein lauwarmes Dosenbier in der Hand – was gibt es schöneres...

Um 16.15Uhr startete für mich dann auch das Festival mit Alter Bridge, welche einem hervorragend auf ein brilliantes Festival einstimmten. Die neue Band von der Creed-Backingmannschaft samt neuem Sänger spielte den Großteil ihres Debut-Albums plus einer gelungenen Coverversion von Deep Purples „Black night“. Insbesondere Sänger Myles Kennedy konnte vollends als Sänger überzeugen und zeigte später zusätzlich, dass er auch das Gitarrespielen beherrscht. Ein guter Auftritt, wobei nur das Gitarrensolo von Herrn Tremonti nicht hätte sein müssen bei der knappen Spielzeit!

Mit Grave Digger kam nun im Zelt einer der wenigen klassischen Metalbands am Freitag zu Tage, da jener erste Tag vom Billing etwas moderner gehalten wurde. Ich war im Vorfeld etwas skeptisch, ob die Teutonenmetaller im Beneluxraum überhaupt viele Fans haben, aber man wurde schnell eines anderen belehrt. Die Menge ließ sich von Song zu Song mehr begeistern und spendete verdienten Beifall, so dass der gute alte Chris sein fettestes Grinsen aufsetzte. Neben Songs wie „Excalibur“, „Knight of the cross“ oder dem Titelstück der aktuellen CD „The last supper“ wurden natürlich Songs wie „Rebellion“ und dem genialen „Heavy Metal breakdown“ besonders abgefeiert und den Refrain des letzteren Songs hatte ich auf dem Weg zum Zelt noch einige Male auf den Lippen!

Der relativ weite Weg vom Zelt zum Festivalgelände und umgekehrt hatte nicht nur Nachteile, denn auf dem Weg lagen einige Nachbarshäuser, die weit unter Festivalkurs eisgekühlte Getränke sowie belegte Brötchen verkauften, was natürlich super ankam und den nächsten Karibikurlaub für die Besitzer sicherte.

Nachdem ich mir Bands wie Papa Roach oder Within Temptation sparte, war Megadeth die nächste Kapelle, die auf meinem Plan stand. Grad das neue gute Album und die gelungenen Clubshows schürten meine Erwartungen, die leider bei den ersten Songs etwas schwanden, da der Sound arg matschig aus den Boxen drückte. Doch als dann „Skin O'my teeth“ in klasse Soundqualität ertönte wandte sich das Bild zum besseren und Dave und seine Jungs konnten insbesondere durch den Einsatz vieler Klassiker überzeugen. Die Menge fraß den Thrashern aus der Hand und feierte die Band nach allen Regeln der Kunst ab, obwohl Megadeth trotz allem nie zu meinen Lieblingslivebands werden auch wenn die Band heute viel Spaß hatte und auch verhältnismäßig bewegungsfreudig war.

Direkt am Anschluss hieß es schnell zur Hauptbühne zu kommen, wo der Headliner des ersten Tages System of a Down gerade mit der aktuellen Single „B.Y.O.B.“ startete und die Menge ausflippen ließ! Die Staubwolken ließen teilweise kaum noch einen Blick auf die Bühne zu und die grandiose Stimmung sollte auch bis zum Ende des Gigs anhalten. Als ich die Band im Vorprogramm von Slayer (muss so 98 oder 99 gewesen sein) sah, fand ich sie abnormal schlecht, aber nach dem brillianten Alben Toxicity und Mezmerize und der diesjährigen Performance auf dem Graspop zählen sie momentan zu meinen favorisierten Bands. Der kranke Mix aus Polka, Death-Metal, Pop, Rock und intelligenten Texten kombiniert mit einer mitreißenden Show konnte vollends überzeugen. Die Band raste über die Bühne, verfolgte sich untereinander auf sowie auch teilweise hinter(!) der Bühne ohne jedoch an musikalischer Qualität zu verlieren. Serj sang perfekt und die Hammer-Lightshow setzte das letzte I-Tüpfelchen auf Songs wie "Toxicity", "Chop Suey" (mal eben mitten im Set gebracht – welche Band könnte sich so was erlauben?) oder dem nahezu komplett gespielten neuen Album. Einer der absoluten Highlights des Festivals!

Nach diesem Feuerwerk ging es ab zu Nevermore, die aber heute nicht den besten Tag erlebten, das Zelt war nicht allzu voll (parallel spielten Kreator sowie war es schon zu später Stunde) und irgendwie wollte auch keine richtige Stimmung aufkommen, so dass Klassiker wie „Heart Collector“ oder „The river dragon has come“ trotz tighter Darbietung verpufften. Aber auch bei mir gab der Körper langsam nach, so dass ich mich zu den letzten Songs weiter nach hinten trollte, dort noch dem Titelsong des neuen Werkes lauschte und mich dann ins Zelt begab!

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