27. April 2018


           
Lemgo Rockt 2004

 

 

 
         
 

Bericht

Am: 17.07.2004
Anlass: Lemgo Rockt im Eau Le in Lemgo (NRW)
Autoren:
Torsti

Samstag, 17.07.2004

Zum zweiten mal schon wurde das Lemgoer Freizeitbad "Eau Le" zu einem kleinen Festivalgelände. Dieses mal aber mit größerer Bühne und etwas mehr Drumherum. Neu zum Beispiel die kleine "Händlermeile" damit das Shoppen auch Spaß machte. Was dort auf diesem kleinen Gelände aufgebaut wurde, machte schon den richtigen Festival Eindruck. Da beim Lemgo Rockt Kultur auf Rockmusik trifft gab es in diesem Jahr auch wieder eine kleine Kunstaustellung. Jeder Besucher war eingeladen sich die Kunstwerke anzuschauen und sein liebstes Bild auszuwählen, welches dann prämiert wurde.

Bei meiner Ankunft auf dem Gelände um kurz nach 16 Uhr war noch nicht wirklich viel los und genügend Zeit sich einen erst-Eindruck zu verschaffen. An der Bierbude stand zwar Krombacher, an den Bechern Herforder, drin war aber Detmolder Pilsener zum äußerst freundlichen Preis von 1,50 €uro pro 0,3l. Anfangs war der Gerstensaft noch recht warm, im Laufe der Veranstaltung wurde die Temperatur aber immer trinkfreundlicher. Die Frittenschmiede sorgte für das leibliche Wohl und das für ebenfalls schmales Geld. Am "Rock Cafe" wurde Kaffee und Kuchen gereicht und am Merchandise Stand konnte man sich sein Festival Shirt kaufen, einige Band-CD's oder aber auch den äußerst beliebten String Tanga.

Lemgo Rockt nicht nur auf der Bühne!!!

Pünktlich um 17 Uhr, dem eigentlichen Beginn, fing es dann ganz toll an zu regnen und so beschloß die Veranstalter Seite, den Beginn um etwas mehr als eine halbe Stunde zu verschieben. In dieser Zeit wurden vor der Bühne ein paar Unterstellmöglichkeiten geschaffen, damit man ordentlich gucken und rocken konnte. Um 17:35 Uhr betrat Jens Potthast die Bühne, erklärte das Festival für eröffnet und nach kurzen einleitenden Worten durften Basement 11 ihr Set beginnen. Wie das nun mal zu Beginn eines Konzertes immer so ist, war der Sound nicht optimal. Das Quartett lieferte soliden Deutsch Rock, jedoch klang es ein wenig nach Proberaum Band, dennoch (oder gerade deswegen) war jedes Instrument klar zu hören. Zwei von 35 Nasen trieb es trotz des Regens vor die Bühne, der dann gegen Ende des Gigs auch weiter zog.

Basement 11 im Regen
Basement 11

Als nächstes Stand eine Lesung an. Der Write Club, in Form von Marc O. Schuster und Mischael-Sarim Vérollet, trug ein paar seiner Texte vor. Marc, der auch schon im letzten Jahr beim legendären Sambucca-Fehler lesen dabei war verzichtete diesmal auf die Fehler und sämtliche alkoholischen Getränke auf dem Tisch. Während die beiden über die Seiten flogen, kam auch die Sonne wieder zum Vorschein.

Bei herrlichem Sonnenschein kamen nun Chocmoq auf die Bühne. Chocmoq waren kurzfristig für Wucht eingesprungen, die Krankheitsbedingt ihren Auftritt auf dem Lemgo ROCKT absagen mußten. Während einem musikalisch fetter Crossover geboten wurde, im Stile von Clawfinger & Co., war es optisch mehr ein "Stell dich ein", im wahrsten Sinne des Wortes. Die 4 Jungs aus Bielefeld schienen auf ihren Plätzen fest gewachsen und von dem Hummelnest im Arsch bei Frontmann Brauni war nur gegen Ende ansatzweise etwas zu sehen. Schade eigentlich, denn akustisch hatten die's echt drauf, auch wenn der Sound hier mal wieder mehr als mieserabel war.

Chocmoq Live on Stage
Chocmoq

Kurze Umbaupause und Soundcheck, dann fanden sich Fenek auf der Bühne ein. Mit klassischer Rock-Instrumentierung Bass-Gitarre-Schlagzeug, legten die drei mit dem bislang besten Sound des Tages los, präsentierten so ein Füllhorn an coolem Rock, fast Metal-lastigen Nummern. Klasse! Langsam aber sicher füllte sich auch das Festivalgelände.
Arschgeilen Punk-Rock aus dem Extertal gab es von Nufcisum, deren Name rückwärts gelesen Music Fun ergibt. Bei dem Fünfer-Pack stimmte vom Sound bis hin zum Stageacting wirklich alles. Tolle Punkige Bandbreite - perfekt!!!
Zum ersten mal richtig Betrieb auf dem Gelände kam erst auf, als Soliloquy auf der Bühne standen. Auch ein kurzweiliger Stromausfall konnte die Vier nicht stoppen. Mit ihrem Alternative-Pop begeisterten sie das Publikum. Gegen Ende des Auftrittes kehrte unser allerliebster Freund, der Regen, wieder ein. Jeder suchte sich ein trockenes Fleckchen, bis auf ein paar Hardcore-Fans denen selbst der Regen nichts ausmachte. Not macht erfinderisch wie wir festellen mußten: Die Kunstaustellung war abgebaut und einige Pavillons standen nun einfach so in der Gegend rum bis sie im Handumdrehen einfach vor die Bühne getragen wurden.

Soliloquy
Soliloquy

Nun konnten die Jungs und Mädels von Muff endlich antreten, die Fanbase war schon mal gesichert. Vom ersten Ton hatten die beiden Front-Girls ihr Publikum im Griff. Punking angehauchte Rock Musik boten die 5 Hannoveraner, von denen man in Zukunft sicher noch einiges hören wird. Die Coolness auf der Bühne stimmte ebenso wie der Sound. Sängerin Anja machte mit den Fans einen Tauschhandel, 5 Männer oben ohne = Sie muß ihr Shirt beiseite legen. Vier Kerle waren schnell gefunden und damit die sich nicht umsonst blamiert haben zog ich juste mein Shirt auch aus, auch wenn's keiner sehen wollte (man tut ja was man kann...). Wie versprochen fiel dann auch das Shirt von Anja, sehr zur Freude der männlichen Fans. Pünktlich um 24 Uhr war dann Ende der Veranstaltung. Jeder war eingeladen nun zur After Show Party in die Szene Kneipe "Cube" zu kommen wo die Lagenser Band Trapped einen exklusiven Akustik Gig spielten. Die Stimmung war super und der Laden war voll bis unters Dach.

Muff mit Fans on Stage
Muff

Mit gut 200 zahlenden Besuchern war nicht das meißte los, aber dass es gelingt mit etwas Organisationstalent und Know How auch in einer Kleinstadt etwas auf die Beine zu stellen hat die gesamte Lemgo ROCKT-Crew auch dieses Jahr wieder bewiesen. Bei einem Eintrittspreis von 8 €uro kann niemand meckern und es wird einiges geboten. So freuen wir uns auf das Jahr 2005, wir werden Lemgo wieder rocken und dann ohne Regen!

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