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16. Januar 2018


           
Party.San Open Air 2012

 

 

 
         
 

Bericht

Am: 09.08. - 11.08.2012
Anlass: Party.San Open Air in Schlotheim (Thüringen)
Autoren:
Langhammer [tl], Tino [ts] & Torsti [tr]

Donnerstag, 09.08.2012

So Leute, wir schreiben den 09.08.2012, es ist 16.30 Uhr Ortszeit in Schlotheim und das Party-San Festival startet mit den griechischen Deathern Dead Congredation in die nächste Runde. Die Band geht volle Pulle und sie schmettern uns Songs von ihrem bisher einzigen kompletten Rundling Graves oft he Archangels um die Lauschlappen. Für viele ein würdiger Opener des Festivals, für mich geht die Band mit ihrem Einheitsbrei allerdings unter! Viel wichtiger für mich war es in dem Moment den Bolt Thrower Merchandise-Stand zu stürmen und das schöne Wetter zu genießen. Unglaublich, was sich da wieder für Bilder abgespielt haben! Die Band kam gar nicht mit der extra mitgebrachten Druckmaschine für die Shirts hinterher…lach. Als ich dieses Thema abgehakt hatte, schlenderten wir weiter über das gesamte Festival-Areal und nahmen auch den offiziellen Merchstand des Veranstalters unter die Lupe. Im Hintergrund spielten inzwischen die Schweden von In Solitude auf, die mit ihrem Heavy Metal ein Farbtupfer des gesamten Festivals waren. Passt musikalisch nicht unbedingt ins Konzept, aber die Verpflichtung der Band war bestimmt mit Absicht….lach. Meine Baustelle war es nicht, aber muss es natürlich auch nicht unbedingt. Es gab genügend Leute vor der Bühne, die die Band ordentlich abfeierten. Als Nächstes durften dann die Berliner Necros Christos auf die Bretter. Von der Fachpresse bekam die Band für ihr aktuelles Album Doom of the occult sehr viel Lob zu hören, für mich ist das ein ziemlich stark und schwer verdauliches Gebräu. Die Stücke klingen sehr doomig, zäh und schwer, aber Necros Christos zelebrieren ihre Musik und ihren Okkultismus wie eine schwarze Messe. Ehrlich gesagt nicht mein Geschmack, aber die Band zieht ihr Ding durch und ist mit kaum einer anderen Band in der Szene vergleichbar, dafür bekommen sie meinen Respekt. [tl]

In Solitude auf dem Party.San Open Air 2012 in Schlotheim
In Solitude

The most ugliest band on the planet! Wo Niefelheim recht haben, haben sie recht. Das Geschrebbel der Gitarren, die klirrende Kälte und dazu diese verrückten Typen auf der Bühne, hat schon etwas kauziges. Vom Havanna Club Stand aus gebe ich mir einen kleinen Teil des Auftrittes, viel mehr freute ich mich hingegen auf die Darbietung von Vallenfyre. Schon nach wenigen Minuten fällt auf, das Sänger Gregor Mackintosh, der sonst den Sechsaiter Posten bei Paradise Lost inne hat, mit seiner zweiten Hand nicht viel anzufangen weiß. Der Old-School-Death-Metal kommt sehr gut herüber und vor der Bühne fliegen die ersten Mähnen kreuz und quer. Bei näherer Betrachtung fällt hier und da doch etwas auf, das die Band nicht perfekt eingespielt ist, aber das ist man vom Schwedentod ja auch nicht anders gewohnt, bei der rumpelei fällt es kaum ins Gewicht und mir ist während der 45 Minuten Spielzeit keiner über den Weg gelaufen den das gestört hätte. Starker Auftritt, mehr davon!

Angespaced weiter ging es nach einer kurzen Umbaupause mit Sólstafir. Die Isländer sind ein weiterer Farbtupfer im diesjährigen P.S:O:A Line up. Mit einer Priese Rock, einer Dose Schwermütigkeit und abgeschmeckt mit Black und Death Einflüssen bietet das Quartett eine Auszeit vom Geschrohte des übrigen Tages. Die teilweise, arg in die Länge gezogenen Songs bieten weniger Passagen zum Bangen, hier ist Entspannung für die Nacken-Muskulatur an der Tagesordnung. Wem es nicht gefällt, der war an dieser Stelle erneut eingeladen um auf entspannte Shopping Touren zu gehen, sofern er nicht alle paar Kröten am Bolt Thrower Stand verjubelt hatte. [tr]

Vallenfyre auf dem Party.San Open Air 2012 in Schlotheim
Vallenfyre

Nun beginnt der geile Teil des Abends. Lange hab ich drauf gewartet, nun ist es soweit: Sodom auf dem Party San- wie geil. Tom Angelripper, heute mal mit Kutte, rotzt gleich ordentlich los. “War and pieces" vom aktuellen und gleichnamigen Album. Weiter geht es mit den Klassikern "Sodomy and lust" und "M-16". Leichte Soundprobleme werden routiniert überspielt und schon geht es voran in der Setlist: "Outbreak of evil" und "The saw is the law" werden in die begeisterte Menge gefeuert. Tom stellt mit Freude fest, wieviele Kuttenträger im Publikum stehen und dass, das Party San Open Air ein richtiges Metalfestival ist. Da brauch man auch nichts weiter zu zu sagen. Für die Kuttenträger gibt es dann "Blasphemer" und um seine Helden Venom zu huldigen, wird der Schluß im "Black Metal" Stil beendet. Die Metalheads drehen reihenweise durch, als dann "Agent Orange" erklingt. Zum Abschluß dieses geilen Co-Headliner Auftritts, gibt es dann noch "Remember the fallen". Wie geil und jeder steht etwas ungläubig da, als es wirklich vorbei ist. Das müssen die Briten nun erstmal toppen.

Bolt Thrower entern fast pünktlich die Bühne und legen mit "War" direkt los. Fetter Sound, der den ersten Reihen die Falten aus dem Gesicht bläst. Karl Willetts ist gut drauf und das Quintett spielt routiniert und mit viel Freude ihre Kriegssongs runter. "World eater", "Cenotaph" oder "The IVth crusade" bringen dann auch die letzten Reihen in Stimmung. Wer im Anschluß dann bei "Anti-Tank" nicht bangt, hat hier definitiv nichts zu suchen. "...For Victory", "When glory beckons" und "The killchain" hauen richtig rein. Was für ein Sound, aber was anderes darf man bei Bolt Thrower auch nicht erwarten. Mann merkt bei jedem Song, was für eine saumässig gut eingespielte Band hier auf der Bühne steht, obwohl das Quintett bei weitem nicht so viele Gigs spielt, wie so manche Kollegen. Der Panzer rollt weiter in Form von "Powder burns", "Where next to conquer" und "Salvo". Natürlich darf auch das obligatorische "No guts, no glory" in der Setlist fehlen. Das erste und einzige Mal, abgesehen von Sodom, dass mir dieses Wochenende wirklich warm wird vom headbangen. Wer nun noch steht, muss auch noch "When cannons fade" überstehen. Die Briten hinterlassen nach ihrer guten Stunde Spielzeit ein Schlachtfeld und viele glückliche Gesichter. Wahnsinn!!!
Jetzt schnell zum Camp zurück und die gute Stimmung weiter ausbauen. Das tun wir sehr ausgiebig und exzessiv. Was für ein geiler erster Tag, so kann es weitergehen. [ts]

Bolt Thrower auf dem Party.San Open Air 2012 in Schlotheim
Bolt Thrower

Kleine Anekdote zum Sodom Auftritt. Wer sich wunderte warum die Ruhrpottler den ein oder anderen Klassiker ausließen, der findet vielleicht in folgendem Dialog des Rätsels Lösung.
Langhammer zu Tom: “45 Minuten Spielzeit ist für euch aber heute auch nicht viel.”
Tom: “Wir ham doch 'ne Stunde.”
Langhammer: “Nee, sind nur 45 Minuten diesmal.”
Tom: “Das werd ich gleich noch mal klären.”

Defakto war nach 45 Minuten dann der Kehraus, ohne Klassiker wie “Bombenhagel”.


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