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24. September 2017


           
Rock Hard Festival 2016

 

 

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Bericht

Am: 13.05 - 15.05.2016
Anlass: Rock Hard Festival im Amphitheater (Gelsenkirchen / NRW)
Autoren: Roland [rw], Tino [ts] & Torsti [tr]

Freitag, 13. Mai 2016

Abergläubische Menschen müssen sich am heutigen Tage wie in den Hintern getreten gefühlt haben. Alles ist dufte. Die Sonne scheint bei herrlichen Temperaturen, perfektes Wetter für den ersten Open Air Tag des Jahres.
Den Auftakt machen dieses Jahr die mächtig auftrumpfenden Sulphur Aeon. Viele Neugierige tummeln sich bereits zum Beginn im Amphitheater und während des Auftrittes werden es stetig mehr. Mit ihren atmosphärischen und düsteren Songs kommt das Gespann gut an und kann während des Auftrittes etliche Leute zum bangen animieren. Gelungener kann man gar nicht in das Pfingstwochenende starten, Daumen hoch!

Sulphur Aeon auf dem RockHard Festival 2016
Sulphur Aeon

Zugeben, den Sänger von Year of the Goat hatte ich mir sicherlich anders vorgestellt, irgendwie zierlicher und kleiner. Umso Beeidruckender ist die Performance von Thomas Eriksson. Die Schweden haben den Vorteil zu sechst auf der Bühne zu stehen, was Ihnen hilft, nicht wie andere Newcomer etwas verloren auf der großen Bühne zu wirken. Die Metalheads im großenn Rund wirken bei dem Auftritt nahezu etwas andächtig. Als „Black sunlight“ erklingt ist aber eigentlich niemand mehr zu halten. Year of the Goat dürfen sich als weitere Gewinner des Tages sehen und das Konzept mit ambitionierten Newcomern loszulegen geht hier in Gelsenkirchen einmal mehr auf.

Alles andere als Newcomer Status haben Satan. Die aus der New Wave of Britisch Heavy Metal stammenden (Überraschung!) Briten machen keine Gefangenen und spielen souverän auf. Mit dem aktuellen Dreher Atom by atom ist auch genug Material am Start um die alten Klassiker mit frischem Wind zu untermalen. Die Instrumentalisten verstehen ihr Handwerk und spielen absolut sauber, jedoch ohne gelangweilt zu wirken. Die geballte Lebenserfahrung der fünf lässt den Auftritt leicht und unbeschwert wirken, Frontmann Brian Ross weiß wie man ein Publikum führt und gewinnt mit seiner sympathischen Art sicher noch den ein oder anderen neuen Fan hinzu. [tr]

Jetzt ist Party angesagt! Die Frankfurter Thrasher Tankard haben heute die ehrenvolle Aufgabe, den German Thrash Attack Abend zu eröffnen. Darauf haben Gerre und Co richtig Bock. Begonnen wird der Gig mit den 80er Klassikern „Zombie attack“ und „The morning after“. Dann ging es songtechnisch in neuere Gefilde. Inzwischen können Tankard auf über drei Jahrzehnte Thrash Metal zurück blicken. Für mich persönlich sind die alten Alben einfach die besten, aber das ist ja bekanntlich Ansichtssache. A girl called Cerveza und die letzte Veröffentlichung, R.I.B. haben zwar in Form von „Rapid fire“, „Not one day dead“, „Fooled by your guts“, sowie den jeweiligen Titeltracks wirklich geile Nummern am Start, aber für so einen Thrash Abend habe ich mir doch einige alte Sachen mehr gewünscht. Egal, mit „Chemical invasion“ und dem obligatorischen Rausschmeisser „(Empty) Tankard“ komme ich doch noch auf meine Kosten. Das gut gefüllte Amphitheater sieht nach dieser Stunde glücklich und zufrieden aus, genau wie ich dann auch.

Tankard auf dem RockHard Festival 2016
Tankard

Nach einer halbstündigen Umbaupause geht es mit der nächsten deutschen Thrash Metal Größe weiter: Destruction!

Live eigentlich immer eine Macht und genau das zeigen sie bereits bei den ersten Krachern: „Curse the gods“, „Mad butcher“, „Eternal ban“ und „Life without sense“. Der verrückte Schlachter kommt auf die Bühne, um eine Tänzerin zu schlachten. Interessante Showeinlage, aber für mich etwas albern. Trotzdem macht es einfach nur Spaß, was Destruction hier aufführen. Geil, geil, geil... „Nailed to the cross“, das Trio weiß einfach, wie man an so einen Abend eindrucksvoll überzeugt. Zum Song „Antichrist“ hat man Originaltrommler Tommy Sandmann, der von 1984-1986 hinter der Schießbude saß, reanimiert. Sein Nachfolger Oliver Kaiser durfte danach den bereits angewärmten Hocker für „Reject emotions“ und „Sign of fear“ übernehmen. Im aktuellen Line Up geht es dann mit „Tormentor“ und „The butcher strikes back“ weiter. Einzig aktueller neuer Track ist „Second to none“, der auch als Split Single mit Rage veröffentlicht wurde. Bei „Total desaster“ entert dann Andy Brings, der den meisten wohl noch von Sodom aus den frühen 90ern bekannt ist, die Bühne. Damit erfüllt sich für den Gitaristen nach eigener Aussage ein Kindheitstraum. Ebenfalls auf dem aktuellen Output verewigt, „Black metal“ von Venom. Diesmal hat sich Schmier Verstärkung geholt. Tom Angelripper und Gerre helfen am Mikro aus. Zum Abschluss gibt es dann mit „Bestial invasion“ nochmal richtig auf die Fresse. Was für ein Schlachtfest. Alle Daumen hoch!

Schon steht der heutige Headliner auf dem Plan. Das ist für mich und viele andere auch DIE Ruhrpott Thrash Band schlechthin: Sodom!
Für mich eine der Bands, die mich in den vergangenen 25 Jahren noch nicht einmal enttäuscht hat. Das können die wenigsten Bands von sich behaupten. Tom und Bernemann sehen auf der großen Bühne etwas verloren aus, aber schnell macht sich eine mächtige Präsenz breit. Der Opener alleine, „In war and pieces“, zeigt dann mal eben, warum dieses Trio nur Headliner sein kann! Nein, nicht weil sie aus Gelsenkirchen kommen, sondern weil sie einfach alles in Grund und Boden spielen. „Outbreak of evil“ und ein geiles Medley aus „Surfin' bird“ und „The saw is the law“ hinterlassen den eine oder anderen feuchten Fleck in der Buxe. Weitere Hitsalven werden in die begeisterte Mengen gefeuert. „Nuclear winter“, „M-16“, „Sacred warpath“- bei Sodom hab ich immer das Gefühl, die könnten alleine einen gesamten Abend als Headliner, Co-Headliner und Support Act spielen, so viele Hammersongs hat das Trio mittlerweile im Backprogramm. „City of God“, „Sodomy and lust“ und „Blasphemer“- was will man mehr? Bei letzt genanntem, kam dann ein alter Weggefährte zur Verstärkung mit auf die Bühne: Grave Violator! Für die Trackliste hat Tom einen spannenden Querschnitt, mit Schwerpunkt auf die ersten Alben, zusammengestellt.

Sodom auf dem RockHard Festival 2016
Sodom

Abgerundet wird die Show des Gelsenkirchen-Dreiers mit „Agent orange“, „Stigmatized“ und dem leider bis heute sehr unterbewertetem „Remember the fallen“. Als Zugabe schallt dann noch „Ausgebombt“ durch das Amphitheater. Zurück bleiben unzählige glückliche grinsende Metaller. Besser hätte man den Abend nicht beschließen können. Alle Daumen hoch und ab geht es zur After Show Party im Camp. Den Rest des Abends bzw. der Nacht könnt ihr euch selber ausmalen. [ts]


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