20. Januar 2018


           
Summer Breeze 2009

 

 

 
         
 

Bericht

Am: 13.08. - 15.08.2009
Anlass: Summer Breeze in Dinkelsbühl (Bayern)
Autoren:
Olay [od], Langhammer [tl], Jan Schaumkessel [js] & Torsti [tr]

Mittwoch, 12.08.2009

550 Kilometer für ein Festival. Was für eine Tortur, doch auch in diesem Jahr hatten sich die Veranstalter der Summerbreeze in Sachen Billing mächtig ins Zeug gelegt und eine Heerschar an geilen Bands zu bieten. Also rein in meinen grünen Laubfrosch, 3 Kühlboxen verladen, den langen Hammer in Potsdam aufgelesen und ab Richtung Bayerische Provinz.

Nachdem allerdings mein Navi mitten auf der Autobahn seinen Dienst quittierte und ich auf Verdacht fuhr, verzögerte sich unsere Ankunft dann doch etwas, so dass nach einem erneut reibungslosen Check in das erste Biere erst gegen 17 Uhr seinen Weg in Richtung Magen fand. Kurz nach uns trafen auch Torsti und Jessi ein und bei einem gepflegten Grillabend wurde das letzte Open Air Highlight des Jahres eingeläutet. Auf geht’s. [od]

Himmel über Dinkelsbühl

Abends ging es dann für uns zunächst einmal zu Razor of Occam. Für die Pommesgabel-Crew die erste Band des Abends im Zelt. Ich wurde allerdings positiv überrascht, eine eigentlich ziemlich geile Blackened Thrash Band, die gegen Ende des Auftritts allerdings etwas ''Normalität'' einkehrte. Der Eindruck der guten aktuellen Scheibe ''Homage to Martyrs'' wurde dennoch bestätigt. Ein guter erster Gig der Australier!


Nun waren Vomitory an der Reihe!! Pünktlich zum Auftakt ist das Partyzelt zum Bersten gefüllt, an einen guten Platz in einer mittleren Reihe nicht zu denken (stimmt nicht, ich war mittendrin…und danach triefnass-Olaf). Beste Voraussetzungen also, um einen fulminanten Gig hinzulegen und genau das taten Vomitory auch. Statt ausschweifender Ausführungen nutzen Vomitory die eh schon knappe Spielzeit und legen einen überzeugenden Auftritt hin. Die Stimmung ist am Kochen, die Crowd-Surfer segeln reihenweise gen Bühne und lauter Jubel brandet nach jedem Song auf. Gute Keule, die Lust auf mehr macht.

Es sollte noch ein langer Abend werden oder etwa doch nicht!?!

Zum Glück half mir hier der Zufall, denn so ganz nebenbei erfuhr ich, dass die Holländer God Dethroned in der Running Order vorgezogen wurden und den Slot direkt nach Vomitory bekämen. Grund war das Problem von Cataract, die im lange im Stau standen und den Gig mit God Dethroned tauschten! Gut für mich, denn so war die Pause doch nicht allzu lang und der Feierabend absehbar. Da das Zelt nun auch wesentlich weniger bevölkert war, fand ich auch recht problemlos einen brauchbaren Platz, um den Auftritt verfolgen zu können. Und trotz der kurzfristigen Verschiebung lieferten die Mannen um Neugitarristin Susan Gerl einen sehr soliden Gig ab. Dass die Band erst seit Kurzem in dieser Besetzung zusammen ist, merkte man dem Gig an keiner Stelle an und mit dem Material der neuen Götterscheibe „Passiondale“ im Gepäck konnte eigentlich auch nichts schief gehen. Klassiker ''Villa Vampiria'' oder ''Boiling Point'' funktionieren immer, aber die neuen Stücke waren einfach toll...DAUMEN HOCH!

Mittlerweile hatten wir es dann Null Uhr. Powerwolf und Cataract habe ich dann leider nicht mehr durchgestanden. Nach einer langen Anfahrt, einer ausgiebigen Grillsession und einigen geilen ersten Gigs freute ich mich nun auf ein Heierchen mit der steigenden Vorfreude auf den Donnerstag! [tl]

Wo der Langhammer nun weg war, konnte es noch ein fröhlicher Abend werden…Nee, Spaß beiseite. Auch ich war langsam müde wie Sau und so verfolgte ich nur aus dem Augenwinkel Atilla Dorn und seine transylvanische Bruderschaft. Der Sound war fett, die Stimmung bei noch verbliebenen Nasen gut und Powerwolf boten einen ordentlichen Set, wobei mir das neue „Seven deadly sins“ am besten gefiel. Kurz darauf kam dann als letzte Band des Abends (oder frühen Morgens) das helvetische Abrisskommando Cataract, die sichtlich genervt von ihrer turbulenten Anreise dennoch einen prima Gig abrissen. Highlight war für mich (wie eigentlich immer) „Tongues spitting hate“, der ziemlich textsicher von fast allen Anwesenden einstimmig mitgegröhlt wurde.


L eider verzögerte sich dann meine Nachtruhe etwas, da mein neu erworbenes Feldbett mit seinem integrierten Kopfteil doch so gar nicht auf den schrägen Abhang, den die Veranstalter Campingplatz nannten, passen wollte und ich in einem Winkel von fast 45° danieder lag und mir das Blut so langsam in die Beine floss. Also, alles raus aus dem Zelt, Bett umgedreht und dann in Morpheus Arme gesunken... und das morgens gegen halb vier! Es war ein langer Tag, aber ein prima Auftakt in das letzte Festival der Saison. [od]

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