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20. Januar 2018


           
Summer Breeze 2012

 

 

Werbung: Come To The SUMMER BREEZE Open Air!

 
         
 

Bericht

Am: 16.08. - 18.08.20122
Anlass: Summer Breeze in Dinkelsbühl (Bayern)
Autoren:
Torsten Langhammer [tl]

Donnerstag, 16.08.2012

Kaum vom Party San Open Air zurück, sitze ich schon wieder auf gepackten Koffern. Dieses Jahr feiert das Summer Breeze Festival sein 15-jähriges Jubiläum und für Jan und mich war es nun auch schon die 11.Auflage hintereinander. Also ging es 6 Uhr in der Früh in das 500 km entfernte und beschauliche Dinkelsbühl. Die Wettervorhersage war hervorragend, außer auf der Fahrt hatten wir mit gut 2 Stunden starken Regen zu kämpfen. Was sehr spannend war, was für eine Unterkunft sollte uns in Dinkelsbühl erwarten!? Nach gut 5 Stunden Fahrt sollte das Geheimnis gelüftet werden. Gastgeber war eine Familie Pechan, eine 78-jährige alte Dame und ihr 84-jähriger Ehemann. Nach einem kurzen Gespräch war dann der erste Herzkasper überstanden, als die Dame uns mitteilte, das sie unsere Reservierung in einem anderen Kalender vermerkte und diesen verloren hatte. Also sollten wir auf dem ausgebauten Dachboden des Hauses für die nächsten Tage unsere Bleibe haben. Und für 15 Euro pro Nacht und Frühstück war das vollkommen okay, außer das ständige Leiter klettern ging mir irgendwann auf die Ketten...lach. Nach diesem kurzen Check-Inn ging es es dann Richtung Sinnbronn, um die Akkreditierungen einzulösen. Und der Ablauf war reibungslos und ab aufs Festivalgelände. Das Areal war durch den Regen in der Nacht etwas aufgeweicht, aber durch kommende Bullenhitze in den nächsten Tagen war es in Windeseile wieder trocken. Alles wirkte auf den ersten Blick top organisiert. Wir konnten uns auf heiße und spannende Tage freuen.

Erste Band des Tages waren die Australier von Be’Lakor, die uns mit ihrem erfrischenden und melodischen Death Metal munter machten. Die Band gilt nach wievor als absoluter Geheimtipp in der Szene und mit ihrem neuen Album „Of breath and bone“ sollte die Anhängerschaft weiter vergrößert werden. Wie schon vor 2 Jahren konnten die sympathischen Australier mit einem guten Auftritt punkten. Die Schweden von Manegarm sind inzwischen etwas umstrukturiert, da Violinist Janne die Band verlassen hat. Dennoch machten sie auf der Bühne eine gute Figur. Die Band machte einen straighten Eindruck, was auch die Zuschauerreaktionen stützten. Danach war die erste kleine Pause angesetzt. Das Abklappern der Merchandising Stände und des VIP-Bereiches war nun Pflicht. Im Hintergrund rumpelten Darkest Hour mit ihrem Metalcore, die mir schon von der Machine Head-Tour im letzten Jahr ein Begriff waren. Das erste richtige Highlight waren für mich dann für Agrypnie. Mastermind Torsten war letzte Woche noch beim PSOA mit Nocte Obducta aktiv, nun also mit Agrypnie auf dem Summer Breeze. Die Band konnte sich über einen regen Zuschaueransturm freuen. Kein Wunder, denn mit geilen Songs wie „Gnosis“ und dem abschließenden „Morgen“ ließ die Band ihr Können aufblitzen. Frontkeifer Torsten war glücklich über die Reaktionen der Fans im Festivalzelt und lud die Leute ein, mit ihnen am Autogrammstand ein Bier zu trinken. Und den Fans war es erlaubt, ihn in den Hintern zu treten, was das Fertigstellen des neuen Albums anbetrifft. Daumen hoch für Agrypnie. Bei den Niederländern von Epica wurde es dann das erste Mal so richtig voll vor der Mainstage, auch der Andrang im Fotograben war unglaublich. Blickfang war abermals die attraktive Frontfrau Simone, aber auch Gitarrist/Grunts/Screams Mark Jansen konnte die Blicke auf sich ziehen. Was habe ich für ca. 10 Jahre diese Art Musik geliebt, aber mittlerweile kann ich mit dieser Trällerelsenmucke nichts mehr anfangen. Schade. Die Fans feierten Epica aber standesgemäss ab und so soll es auch sein!!

Epica auf dem Summer Breeze 2012 in Dinkelsbühl
Epica

Danach wurde es dann auf der Pain Stage wesentlich ruppiger! Denn Napalm Death aus Birmingham/England waren die Nächsten. Die Briten um Brüllwürfel und Dauerzappler Mark „Barney“ Greenway zeigten, was eine Death/Grind-Harke ist. Die 45-minütige Setlist ist natürlich gespickt mit neuen Tracks von Utilitarian und Klassikern wie „Suffer the Children“ oder „Scum“. Nun ging es Schlag auf Schlag…die Amis Iced Earth um Mastermind Jon Schaffer und Neusänger Stu Block. Ich bin gespannt. Naja, Jon Schaffer’s persönliche Darbietung fand ich etwas seltsam. Mit gefärbten Kinnbart, Haaren und Südstaatenflagge als Bandana musste ich innerlich etwas mit dem Kopf schütteln. Das passt einfach gar nicht zu dem ansonsten sympathischen Ami. Und dann noch Stu Block…ist er nach dem erneuten Ausscheiden von Iced Earth-Legende Matthew Barlow der richtige Frontmann?? Puh…ich bin der Meinung, das er Matthew nicht und nie das Wasser reichen wird. Sicherlich, er macht seine Sache ordentlich, aber Klassiker wie „I died for you“ oder „Watching over me“ sind Matthew Barlow eben auf den Leib geschneidert und niemand anderem. Iced Earth sind ohne Matthew auf jeden Fall sehr zwiespältig geworden. Schade. Jan hat sich im Festivalzelt die Franzosen von Alcest angeschaut. Nach seinem Bericht hatte die Band mit Soundproblemen zu kämpfen. Das Zelt war dennoch proppe gefüllt und die Franzosen gaben ansonsten eine gute Figur ab. Die Apokalyptischen Reiter hatten leichtes Spiel mit der feierwütigen Menge vor der Pain Stage. Die Thüringer hatten richtige Lust mit den Leuten eine rauschende Party zu feiern. Kein Wunder, denn Songs wie „Der Adler“, „Friede sei mit Dir“ oder „Der Seemann“ hauten so richtig rein. Auch die dabei obligatorische Schlauchbootaktion durfte nicht fehlen. Frontmann Fuchs ist ein Entertainer vor dem Herrn. Man kann den Reitern nur gratulieren, an diesem Abend haben sie alles richtig gemacht! Daumen hoch für die Thüringer!! Was dann kam, war die pure Macht! Die Polen Behemoth sah ich dieses Jahr nun schon das vierte Mal, aber immer wieder blasen sie mich ihrer Show, den geilen Songs und ihrem Charisma weg! Sicherlich hat die Band ihre Auftritte sekundengenau einstudiert, von daher gab es auch keine zu erwartenden Überraschungen zu den Auftritten vom Metalfest oder dem Party San Open Air. Aber egal…Behemoth sind absolute Vollprofis und haben wieder richtig Bock, den Fans zu zeigen, wer an diesem Abend der Chef im Ring ist!! Songs wie das schleppende „Moonspell Rites“, „Christians for the Lions“ oder „Lucifer“ strotzen nur so vor Power. Besonders immer wieder gerne schaue ich Drummer Inferno bei seinem Schlagzeugspiel zu, ein wahrer Meister seines Fachs. Der Sound strotzt nur so vor Wucht, Mastermind Nergal hat alles im Griff und die Pyrofans sollten auch wieder nicht zu kurz kommen. Ich hatte wieder Gänsehaut…einfach geil.

Behemoth auf dem Summer Breeze 2012 in Dinkelsbühl
Behemoth

Setlist Behemoth auf dem Summer Breeze 2012:

  • Ov fire and the void
  • Demigod
  • Moonspell rites (And the forests dream eterenally)
  • Conquer all
  • Christians to the lions
  • Alas, Lord is upon me
  • At the left hand of god
  • Slaves shall serve
  • Chant for Ezkaton 2000 E.V.
  • 23 (The youth manifesto)
  • Lucifer

Wie sich die Schweizer von Eluveitie in den letzten Jahren gemausert haben, ist schon allererste Sahne! Charttechnisch sind sie gut unterwegs und auch der heutige Auftritt sollte den gewachsenen Status untermauern. „Inis Mona“ und das schöne „A rose for epona“ sind schon coole Hits, dann kann man nicht meckern. Vor der Painstage war kaum ein freier Platz zu finden…Wahnsinn. Danach neigte sich für uns der erste Tag so langsam dem Ende entgegen. Wir schlenderten noch einmal in Richtung Festivalzelt, wo Jan seine Lieblinge von Ghost Brigade noch einige Songs bestaunen wollte. Subway to Sally und die Deathstars haben wir uns dann nicht mehr angeschaut, da wir uns einig waren, das noch 2 lange und harte Festivaltage vor uns stehen. Also Kräfte einsparen und dosieren…hihi.

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