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20. Januar 2018


           
Summer Breeze 2014

 

 

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Bericht

Am: 14.08. - 16.08.2014
Anlass: Summer Breeze in Dinkelsbühl (Bayern)
Autoren:
Torsten

Die Temperaturen sinken, draußen ist es windig und es regnet. Es ist ein Zeichen, das sich der Sommer dem Ende zuneigt und die Festivalsaison 2014 nahezu Geschichte ist. Mit etwas Wehmut schreibe ich die ersten Zeilen meines Berichtes zum Summerbreeze Festival 2014, aber die ersten Infos zur nächstjährigen Ausgabe liegen auch schon vor, denn mit Powerwolf, Cannibal Corpse, Dark Tranquillity, Knorkator, Kataklysm, Saltatio Mortis, Sepultura, Pyogenesis und Ensiferum gibt es schon die ersten Motivationstropfen. Yeah!!!

Donnerstag, 14.08.2014

So, es ist Donnerstagmorgen und das Feld ist bestellt! Die Sonne scheint, die Pension Fränkischer Hof ist gebucht und gut gestärkt geht es nun Richtung Autobahn in das rund 500 km entfernte Dinkelsbühl. Ohne Zwischenstop sind wir nach gut 5 Stunden Fahrt in das beschauliche Städtchen angekommen. Als der erste kleine Schock über unsere Pension überstanden war (Dusche und WC im Gang…lach), belohnten wir uns in einem unserer Stammlokals mit Hirschgulasch und einem Haxentopf! Wunderbar. Nun fuhren wir Richtung Sinnbronn, um unsere Bändchen am Akkreditierungscontainer abzuholen. Wie immer hatten wir dieses Thema in wenigen Minuten abgehakt und wir konnten dann das erste Mal Geländeluft schnuppern. Der Regen am Vortag hat den Platz schon etwas aufgeweicht und seine Spuren hinterlassen. Gerade im Festivalzelt sollte es in den kommenden Tagen zu einigen Schlamm/Rutschpartien kommen. Nachdem Bands, wie Aborted, Delain oder Kärbholz die Summerbreezer das erste Mal in Wallung brachten, sind die Schweizer Highseller von Eluveitie für uns die erste Band des Tages. Mit ihrem neuen Album Origins stiegen Eluveitie vor einigen Wochen in die deutschen Media Control Charts ein. Das die Band von mehreren Lineup-Änderungen gerbrandmarkt ist, war ihnen nicht anzumerken. Vor der Bühne war es unfassbar voll und man merkte, welch große Nummer Eluveitie mittlerweile in der Szene sind. Natürlich gab es Stücke vom aktuellen Album, aber auch Klassiker wie „Thousandfold“, „A rose for Epona“ oder das amtliche „Inis Mona“. Die Band brauchte nur wenige Augenblicke, um die anwesenden Fans auf ihre Seite zu ziehen. Die Ovationen waren enorm. Ein guter Auftritt von Eluveitie.

Eluveitie auf dem Summer Breeze 2014
Eluveitie

Die für Of Mice and Men eingesprungenen Hackneyed und Skeletonwitch liessen wir sausen, bevor wir mit den Finnen Mors Principium Est eine Band das allererste Mal sahen. Und die Jungs zelebrierten finnischen Melodic Death Metal, wie man ihn gewohnt ist. Die Tent-Stage war nicht mal zu einem Drittel gefüllt, aber keine Bange, es wurde trotzdem eine fette Party gefeiert. Mit „Departure“ vom aktuellen Album And Death said Live ging es dann satt los und wir bekamen gute 45 Minuten leicht verdauliche Kost geboten. Der Sound war im Zelt sehr gut und es hat einfach Laune gemacht. Wir freuten uns mal wieder eine Band „entjungert“ zu haben und weiter ging es zur nächsten Band. Die Münsteraner Caliban verwüsteten die Painstage und natürlich gab es bei ihrer heftigen Mucke die ersten rasanten Circle-Pits. Songs wie „We are the Many“ oder „I will never let you down” machten dabei den besten Eindruck und die Band wurde insgesamt ordentlich abgefeiert. Auf der Mainstage gab es  den Auftritt von Arch Enemy und ich war sehr neugierig auf die neue Frontröhre Alissa White-Gluz. Meine Vorfreude und Laune wurde allerdings ziemlich getrübt. Es war vor der Bühne unerträglich voll, so das ich mich nur schwer motivieren konnte,  den Gig länger als eine halbe Stunde anzuschauen. Nicht auszudenken, was bei noch grösseren Bands wie Machine Head oder Heaven Shall Burn los sein sollte. Echt nervig. Aber gottseidank, der Massenandrang sollte sich dann nur noch bei Equilibrium fortsetzen, bis sich das Ganze in den beiden Folgetagen besser verteilen sollte. Wahrscheinlich war das die Anfangseuphorie der Fans zu Beginn des Festivals, als alle noch fit waren…grins.

Mit „Yesterday is dead and gone“ und dem Titeltrack des aktuellen Meisterwerks “War Eternal“ ging es dann sehr fett los. Allerdings musste ich schon wieder mosern. Der Sound war nicht besonders gut. Die Gitarren waren viel zu leise und auch insgesamt war der Sound viel zu leise. Sängerin Alissa gefiel mir sehr gut. Ich dachte, das der Rückstand zu Angela Gossow grösser sei. Kompliment, da hat die Band einen exzellenten Fang gemacht. „Ravenous“ und „My Apocalypse“ schaute ich mir noch an, dann war es aber unerträglich für mich. Alles soweit halb so schlimm, denn im Winter schaue ich mir Arch Enemy auf der Kreator-Tour in aller Ruhe an. Also rüber Richtung Painstage und nun waren die deutschen Epic Metaller von Equilibrium an der Reihe! Und auch das gleiche Bild. Es war unerträglich voll. Die Band startete gut gelaunt mit „Was lange währt“ vom aktuellen Album Erdentempel und „Blut im Auge“. Sänger Robse war wieder mal locker drauf und immer für einen coolen Spruch gut. Auch die neuen Bandmitglieder Dom an der Gitarre und Jen am Bass fügten sich blitzsauber ins Gesamtbild ein. Equilibrium tüteten einen weiteren Siegeszug ein und gerade das „jüngere“ Publikum fraß der Band aus der Hand. Cooler Auftritt.

Nun war ich allerdings freudig erregt, denn endlich konnte ich mir Secrets of the Moon auf der Tent-Stage reinziehen! Die deutschen Black Metaller fesselten mich von der ersten bis zur letzten Minute. Alles war perfekt…der Sound, das Licht und die Songsauswahl. Die Präsenz des Vierers auf der Bühne war unglaublich geil und düster zugleich! „Serpent Messiah“ und „One Million Suns“ starteten grossartig in die 45-minütige Setlist! Besonders das Schlagzeug war extrem wuchtig. Mit „Lucifer Speaks“ und „Nyx“ vom aktuellen Album Seven Bells gings es dann charismatisch weiter. Leider hatte die Band nur eine geringe Spielzeit, die wie im Flug vorbei war. „Carved in Stigmata Wounds“ brachte das Festivalzelt abschliessend nochmal zum Beben! Das war ein toller Vorgeschmack auf die kommende Herbsttour von Secrets of the Moon und Dark Fortress als Headliner!

Behemoth auf dem Summer Breeze 2014
Behemoth

Bevor Behemoth die Painstage ins Wanken bringen sollte, machte ich noch einen kleinen Abstecher in Richtung Camelstage. Henri Sattler und seine neue Band Winter of Sin prügelten sich durch ihre 30-minütige Setlist. Alle Fans von God Dethroned können sich bis zu Reunion seiner Hauptband mit Winter of Sin vergnügen. Deren meist schnell gespielter Mix aus Death- und Black Metal geht ordentlich steil.Diese niederländische Kombo kann man sich ohne zu Zucken merken. Die Auftritte von Down und Twilight oft he Gods fielen dann der Überschneidung zum Opfer. Aber nun wurde es erneut megafett! Vor einigen Wochen sah ich Behemoth bei gefühlten 50 Grad beim With Full Force Festival bei sengender Nachmittagssonne. Nun waren die Bedingungen für ihren düsteren Auftritt ideal. Im Dunkeln kommt die Show der polnischen Abrissbirne besonders gut zur Geltung. „Blow your Trumpets, Gabriel“ ist der ideale Opener! Wow, was hatte der Sound wieder für einen Bums! Besonders Infernos Drums hatten eine Riesenpower! „Ora Pro Nobis Lucifer“ vom Album The Satanist ist ein typischer Behemoth-Brecher. Die Band war super drauf, aber dennoch machte sich eine gewisse Routine breit. Danach gab es einen kleinen Rückblick auf ihre Karriere, denn „As Above from Below“ oder „Slaves shall Serve“ war dann für dieTraditionalisten gedacht. Die 60 Minuten Spielzeit waren sehr kurzweilig, bevor mit „O Father, O Satan, O Sun“ der Sack zugemacht wurde.

Den Headliner des ersten Festivaltages, Children of Bodom, habe ich mir ehrlich gesagt nicht angeschaut. Zwar haben die Finnen mit Follow the Reaper einen Meilenstein des Melodic Death Metal vor langer Zeit veröffentlicht, der weitere musikalischeWerdegang hat mich dann weniger interessiert. Und ausserdem wollten Jan und ich auch unsere Akkus aufladen, um dann mit Testament der ersten Festivaltag gebührend zu beenden!! Nach Mitternacht gab dann die Ami-Legende Testament zum ersten Mal ihre Stipvisite in Dinkelsbühl. Mit „Rise Up“ ging es dann modern los. Bereits nach dem dritten Song „More than meets the eye“ schauten ich mich mit Jan entgeistert an! Was war denn das bitte für ein Soundbrei??? Es war so laut, der Gesang und die Gitarren dermaßen übersteuert, das man kaum die Songs erkannt hat. Ich finde gut, wenn es laut ist, aber da hat der Mann hinter den Reglern echt gepennt. Bei Arch Enemy war echt zu leise und bei Testament platzten uns die Ohren. Beim Klassiker „Into the Pit“ gab es denn noch ein kleines Leckerli, denn Alissa von Arch Enemy brüllte den Song mit. Dann hatten wir echt die Schnauze voll!! Bedient und etwas enttäuscht liefen wir Richtung Auto, um dann Richtung Pension einzukehren. Vom Weitem hörten wir noch „The New Order“, „Practice what you preach“ und „Over the Wall”. Aber nun war der erste Festivaltag geschafft. Den nächtlichen Auftritt der Franzosen Alcest haben wir nicht mehr geschafft. Wir sind ja auch nicht mehr die Jüngsten!

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