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20. Januar 2018


           
Summer Breeze 2015

 

 

 
         
 

Bericht

Am: 13.08. - 15.08.2015
Anlass: Summer Breeze in Dinkelsbühl (Bayern)
Autoren:
Torsten

Donnerstag, 13.08.2015

Mein 14.Summerbreeze Festival in Serie stand zum Abschluss der Festivalsaison auf dem Plan. Das Wetter für den Anreisetag war super, allerdings zu heiß. Dieses Jahr ließen wir es relativ relaxt an, so das wir erst gegen 10.30 Uhr die Pferde sattelten, um wieder in das beschauliche Dinkelsbühl zu fahren. Die Hinfahrt war von einigen Schwierigkeiten geprägt (Akkreditierung zu Hause liegengelassen, kleine Motorprobleme bei unserem Fahrzeug), aber alles war gut. Gegen 17 Uhr kamen wir völlig durchgeschwitzt an unserer Pension an. Keine Klimaanlage im Auto ist bei peitschender Sonne echt hart. Im Hotel Eisenkrug schlugen wir also für die nächsten Tage unser Camp auf. Eine gute Wahl, wie sich herausstellte. Das Festival war inzwischen schon im vollen Gange. Wir waren uns aber einig, das es für uns erst 20 Uhr mit Opeth losgehen sollte. Also bezogen wir unser Zimmer, die Dusche wurde maximal benutzt und bevor es Richtung Festivalgelände ging, gab es noch eine zünftige Schweinshaxe im hoteleigenen Restaurant. Großartig und ein entspannter Einstieg. Wir hatten es mittlerweile 19 Uhr und nun ging es ab zum Akkreditierungscontainer. Wie immer reibungslos wurden wir zügig bedient und parkten unser KfZ auf dem VIP-Parkplatz. Im Hintergrund hörten wir noch die Mucke von Sodom, aber bevor es zum Platz ging, wurden nochmal unsere trockenen Kehlen mit Flüssigkeit benetzt. So, topvorbereitet standen wir nun vor der Mainstage.

Die Schweden Opeth machten sich auf die Bretter des Summerbreeze und der Fünfer kredenzte uns einen Mix aus ihrer sehr progressiven Neuzeit und aus den Death Metal-lastigen Tagen der Band. Frontmann Mikael Akerfeldt war wieder in bester Entertainerlaune, allerdings kann man über seine Sprüche irgendwann nicht mehr lachen, wenn man sie zum 734. Mal gehört hat. Musikalisch hat mich das  Ganze nur eher mittelmäßig begeistert. Irgendwie habe ich mir 1-2 alte Songs mehr gewünscht. Aber als Oldschool-Opeth Fan muss man sich eben damit abfinden, das die Band andere stilistische Pfade beschritten hat. „The Drapery Falls“ war dann mein Highlight vom überragenden Black Water Park-Album. Nach 75 Minuten Spielzeit war dann Schicht im Schacht und nun ab ins pickepacke volle Festivalzeit. Die Thüringer Eisregen bitten zur Marschmusik! Unfassbar voll war die Tentstage. Ich glaube, so voll wie am ganzen Festivalwochenende nicht mehr. Die Band muss in der Tat eine riesige Fanbase haben. Das zeigt auch der Charteinstieg des neuen Albums Marschmusik, welches an jenem Summerbreeze-Wochenende veröffentlicht wurde. Die Band war absolut in Spiellaune, der Sound sehr sehr fett und die Meute ging steil. Mit dem Titeltrack, „Blutkreis“ und „Gott der Panzer“ gibt es 3 Livepremieren vom neuen Werk und mit „N8chtverzehr“ und „Das scharlachrote Kleid“ gab es zwei Klassiker, die ich sehr mag. Das obligatorische „Elektrohexe“ brachte dann einen starken 45-minütigen Auftritt zu einem sehr guten Ende.

Für mich gab es nun leider die erste ärgerliche Überschneidung!! Kreator auf der Mainstage und die Amis Agalloch auf der Tentstage. Also schnickschnackschnuck! Kreator habe ich schon x-mal gesehen und Agalloch waren auf dem Party San so genial! Also was tun??? Ich sprintete erstmal Richtung Mainstage. Aber so knapp vor Anfang des Konzertes konnte man nur einen schlechten Platz bekommen. Vor der Bühne war es unsagbar voll. Da war kaum was zu machen. Nach einen Intro ging es dann gleich fett mit „Enemy of God“ los. Mist, war geil, aber aus der Entfernung hatte ich keine Lust. Da kommt einfach kein Feeling auf. Also zurück Richtung Zelt und Agalloch nahm mich mit in ihre Klangwelt. Songs wie „Limbs“ oder „Dark Matter Gods“ sind einfach klasse. Agalloch zweimal in einer Woche gesehen!! Yeah. Mein Durst ist gestillt. Nach einer Stunde war dann Schluss. Wieder großartig!! So, kurze Verschnaufpause!! Es folgte nun aber die zweite ärgerliche Überschneidung des Abends.

Amorphis auf dem Summer Breeze 2015
Amorphis

Amorphis auf der Painstage mit ihrer „20 Years of Tales from the Thousand Lakes“ Show oder das volle Brett mit Death to All im Zelt. Die Entscheidung fiel mir nun etwas leichter. Die Finnen Amorphis habe ich bereits mit dieser Show in Berlin und beim Ragnarök Festival gesehen. Also werden sich die Überraschungen in Grenzen halten. Die Setlist war die Gleiche. Ich war nun aber angespitzt ohne Ende, denn ich hatte tierischen Bock auf die Klassiker von Death to All, die wieder auf Rundreise waren, um das Vermächtnis des verstorbenen Chuck Schuldiner zu huldigen. Und meine Fresse!! War das geil!! Monstersound, ein Gene Hoglan thronte hinter seinem Schlagzeug und eine Menge, die heiß war!! Ich weiß ehrlich gesagt garnicht, welchen Songs ich erwähnen soll, denn ein Klassiker jagte den anderen!! Ich nenne da einfach mal „Suicide Machine“, „Living Monstrosity“, „Symbolic“ oder „Spirit Crusher“!!! 60 Minuten Gänsehaut und die volle Packung! Schade, das es schon vorbei war. Es hätte noch viel länger gehen können!! Mein unangefochtenes Highlight am ersten Festivaltag!!

Mittlerweile war es fast 2 Uhr und ich hatte immer noch nicht genug. Und zum Abschluss gab es noch ein Highlight. Die niederländischen Symphonic Black Metaller Carach Angren sollten den ersten Tag beschließen. Also schnell wieder ab in den Fotograben. Das Trio, dieses Mal mit einem zweiten Gitarristen zum Quartett gemacht, boten eine sehr ansprechende Show. Mir gefällt rein optisch das sehr detailverliebte Corpsepaint der Band und das Skelett um Ardek’s Keyboard. Das sah schon geil aus. Seregor am Gesang (mal ohne, mal mit Klampfe) ist ein totaler Derwisch und keift, was das Zeug hält. Los ging es mit „There’s no place like Home“ vom aktuellen Werk This is no Fairytale. Verrückt! Die orchestralen Parts gepaart mit Blastbeats und sehr progressive Songstrukturen sind teilweise sehr vertrackt. Nicht jedermanns Sache früh 3 Uhr!! Ich fand es klasse. Ich wollte meinen Kumpel nun aber nicht weiter warten lassen. Es ging Richtung Pension. Der erste Tag war geschafft und wir fielen kaputt, aber zufrieden ins Bett.

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