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27. April 2018


           
Terremoto Festival 2003

 

 

 
         
 

Bericht

Am: 29.08. - 31.08.2003
Anlass: Terremoto Festival in Weeze (NRW)
Autoren: Torsti

Epilog

Das Terremoto 2003 ging schon nicht ganz so prickelnd los. Laut des Wetterberichtes sollte es nicht so rosig werden, aber wer sich darauf einlässt... Am Eingang staute sich auch gegen ca. 20 Uhr schon eine riesen Menschenmasse. Nach einer halben Stunde anstehen, fing es dann auch an mit dem Regen. Eine ganz prima Situation, denn im Gegensatz zu den Regenwolken, die mal Wasser abwarfen und mal wieder nicht, tat sich in der Schlange vor der Bändchenausgabe gar nix. Nach geschlagenen 3 Stunden in der Schlange hatte ich dann auch endlich das Bändsel um den Arm und konnte frei auf den Campingplatz. Meiner Meinung nach war das alles sehr miserabel gelöst. Auf dem letztjährigem Bizarre Festival, was auf dem gleichen Gelände stattfand, konnte man sich das Bändchen auf dem Campingplatz abholen, nach dem man sein Zelt aufgebaut hatte etc. So verbrachten viele damit zu warten, um endlich mit dem Aufbau beginnen zu können.

Terremoto 2003

Die Bänzelausgabe

Freitag, 29.08.2003

Der Freitag Vormittag ging so weiter wie der vorige Abend aufgehört hatte: mit Regen und jeder Menge mies gelaunte Menschen um einen herum. Ich ging zwar eine kleine Runde den Zeltplatz erkunden, aber so richtige Gastfreundschaft kam mir nicht entgegen. Um halb 6 rissen dann die Wolken auf, passend zur ersten Band die ich sehen wollte.

Mit dem Geländeplan bewaffnet, suchte ich mir den Weg zum Festivalgelände. Genutzt hatte der gut gestaltete Plan aber leider nicht, da es keine großen Orientierungspunkte gab und die Campingflächen nur auf der Karte bezeichnungen hatten. Nach dem man den Campingplatz verlassen hatte, kam man auf eine Straße die einem zum Festivalgelände führte. An den Seitenzäunen hingen dann auch Hinweisschilder, wo es zum Festival und wo es zum Camping geht. Dort half es aber lediglich den Besoffenen, die ihre Orientierung an der letzten Bierbude liegen gelassen haben. 15 Minuten vergingen, bis ich den Eingang erreicht hatte. Die Leibesvisitation ging recht flott, da sich der Ansturm auf das Gelände noch in Grenzen hielt.

Auf Bühne 3 spielten The 69 Eyes seit wenigen Minuten. Erst 3 Tage zuvor wurden sie bestätigt. Vor der Bühne war nicht sehr viel los, so das ich keine Mühe hatte in die vordersten Reihen zu kommen. In der Menge waren nur wenige Menschen auszumachen, die sich zu der Musik bewegten oder klatschten. Während des ganzen Auftritts blieb die Stimmung mehr oder weniger verhalten. Leider wie ich sagen muß, denn es war ein recht guter Gig. Auch der Sound stimmte in den mittleren Reihen. Wer ganz vorne stand bekam mächtig etwas auf die Ohren - dort war es eindeutig zu laut. Mit "Frohe Weihnachten" verabschiedete sich der Sänger von den Terremoto Besuchern.

Der Sänger der 69 Eyes
The 69 Eyes

Ich schlenderte über das Festivalgelände und schaute mir die Stände an. Es war nichts, was man noch nie auf einem Festival-Markt gesehen hätte. Von Afrikanischen Instrumenten über Schmuck und Klamotten bis hin zu Tonträgern konnte nahezu alles erworben werden.
Positiv anzumerken, dass die Food Stände einen sehr sauberen Eindruck machten. Anders als beim "Bizarre" im letzten Jahr, wurden auch 2 verschiedene Biere angeboten. Zum einen das des Hauptsponsors Diebels, zum anderen Becks. Eine kluge Entscheidung, denn nicht jeder mag Altbier. Preislich lag es mit 2,50 €uro für 0,3 l nicht im preiswerten aber auch nicht im überteuerten Bereich.
Beim Besuch am offiziellen Merchandising-Stand, fiel mir sofort der Preis für ein HIM T-Shirt auf, das schlappe 28 €uro (!!!) kosten sollte. Ein ziemlich unverschämter Preis für ein Band-Shirt, zumal neben diesem eines der Die Ärzte hing, das für 13 €uro zu haben war.

Von einem recht zentralen Platz durfte ich dann denn Auftritt von HIM miterleben. Mit einer eindrucksvollen Licht- Show und einem klasse Sound, rockten die Finnen die Menge. Ville Valo hatte ein großes Mitteilungsbedürfnis, nur leider verstand man kaum was er einem sagen wollte, da der Gute sehr am nuscheln war. Kommt wohl von den vielen Kippen und vom Wein, den er bei der Show immer verköstigt!? Aufgrund dieser Tatsache, gelang es ihm dann auch nicht bei "The funeral of hearts" die Fans zum mitsingen zu animieren (es verstand ja keiner was er wollte...). Erst beim letzten Song, dem Nummer 1. Hit "Join me", kamen die Fans so richtig aus sich heraus und grölten laut mit, ohne das Ville etwas sagen mußte.

Der Auftritt von HIM
HIM

Bei dem Auftritt von Headliner Placebo kam auch wieder die großartig inszenierte Licht-Show zur vollen Geltung. Ich stand ein wenig Abseits des ganzen Fangedränges, aber selbst dort war der Sound vom feinsten. Brian Molko und Co. spielten all ihre bekannten Songs. Das Publikum war mittlerweile warm geworden, sang mit und bewegte sich. Selbst die Zugabe Rufe wurden erhört und Placebo kam noch ein mal auf die Bühne.

Nach Ende der Performance ging ich den langen Weg zum Zeltplatz zurück. Es dauerte 40 Minuten bis ich am Zelt war. Wenn über 10.000 Menschen ein und dieselbe Strasse entlang schlendern, kann es schon mal zu Staus und zähfließendem Verkehr kommen. Die Wegbeleuchtung war zum größten Teil auch schon irgendwelchen Wandalen zum Opfer gefallen, einzig der Mond spendete etwas Licht.

 

by torsti

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