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16. Januar 2018


           
Wacken Open Air 2005

 

 

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Bericht

Am:04.08. - 06.08.2005
Anlass: Wacken Open Air in Wacken (Schleswig-Holstein)
Autoren:Andy [ah], Fraggle [sm], Jan [jk], Marie [me], Sebastian [sn] & Torsti [tr]
Anwesende Redakteure: Andy, Fraggle, Marie, Sebastian & Torsti

Donnerstag, 04.08.2005

Stets am Anfang des Augustes befällt den metalloiden Menschen eine gewisse innere Unruhe, die ihn dazu treibt, Unmengen von Bier und anderen geistigen Getränken zu besorgen, seinen Schlafsack zusammenzurollen und in Richtung Norden zu ziehen, um dort einem ganz besonderen Naturschauspiel beizuwohnen: dem W:O:A.
So ergeht es auch mir jedes Jahr wieder, obwohl ich mich jedes Mal im Vorfeld frage, warum ich mir diese Strapazen immer wieder antue…
So quälte ich mich heuer am Donnerstag um 3.00 Uhr in der Frühe aus dem Bett, um meinem Hund noch gerecht zu werden, bevor ich mich dann pünktlich um 6.00 Uhr auf die A1 begab, um meiner inneren metallischen Stimme zu folgen.
Mein geliebter, altersschwacher Bulli, den ich vorsorglich noch in der Werkstatt hatte checken lassen, war vollgetankt (halbes Vermögen, das!), und ich war guter Dinge, meinen Zeitplan einhalten zu können.
Um 8.00 Uhr wollte ich in Oldenburg sein, um meinen Mitreisenden einzusammeln…
Jedoch, zwischen Vechta und Cloppenburg schien das Gaspedal plötzlich ohne Wirkung. Aber gebranntes Kind meidet das Feuer und ist ADAC Plus-Mitglied.
Trotz meines inzwischen reichlich umfangreichen Werkzeugkoffers, konnte ich den entfleuchten Wellensicherungsring (nicht eigenständig ersetzten…der ADAC allerdings auch nicht. So fuhr ich mit getüddeltem Drahtprovisorium über Land, um eine Werkstatt zu finden, die sich noch mit schlichten Dingen, wie Wellensicherungsringen aufhält. Nach zweistündiger Suche, wurde ich endlich fündig. Wer kann schon behaupten, dass er eine KFZ- Werkstatt mal nach Bezahlung von 20 Cent (!) wieder glücklich verließ!

Der besagte Wellensicherungsring, der Headliner des Donnerstags...

Mit zwei Stunden Verspätung konnte ich also meinen Mitreisenden in Oldenburg einsammeln, um mich schon gänzlich gestresst auf den Weg nach Wacken zu begeben.
Nachdem man uns mehr oder weniger intensiv nach Drogen und Alkohol untersucht hatte (was will man von Leuten in alten VW-Bullis auch anderes erwarten, als ständig bekifft zu sein!), passierten wir endlich um 13.30 Uhr den Ortseingang von Wuuuaaaacken.
13.47 Uhr reihten wir uns frustriert in die monströse Schlange, die sich vor dem Check-In gebildet hatte, und sich nicht im geringsten zu bewegen schien.
Nach einer unendlich langen Wartezeit und einer Extratour um das W:O:A- Gelände (da die Ordner wenig gewillt waren, uns den rechten Weg zu weisen), konnte ich endlich um 16.10 Uhr mein erstes Bier auf dem Campingground zu mir nehmen. Entnervt, müde und frustriert!
Aber Schwächeln gilt nicht, und so schleppen sich Pommesgabel-Redakteure auch noch auf dem Zahnfleisch auf das Festivalgelände, denn um 18.00 Uhr war es dann soweit: W:O:A 2005 ! Wir sind bereit!

Doch aber…ach… Tristania ??? Gehen wir erstmal noch ein Bier trinken, um die Müdigkeit zu besiegen.

Nach der Einschlafhilfe Tristania lag es nun an Candlemass ein Dauerkoma zu vermeiden und mit „Black Dwarf“, dem Opener des Reunionalbums gelang dies im Nu. Die mit weißen Kreuzen verzierte Bühne war sofort in der Hand des Messias Marcolin, welcher in der Mönchskutte wieder stimmlich zur Höchstform auflief. Überraschenderweise wurden in der einstündigen Show sogar 4 Songs des aktuellen Albums in die Menge gedoomt, als da wären „Copernicus“, „Seven silver keys“, „Born in a tank“ sowie der oben genannten Opener. Zudem wurden zwei Songs des Debut Album „Epicus doomicus metallicus“ dargeboten, was sicherlich für Die Hard Fans interessant war, aber leider dann auch etwas auf Kosten weiterer Klassiker ging. Doch mit „At the gallows end“ war natürlich einer der Übersongs im Programm. Somit ein weiterer starker Candlemass-Auftritt, der zwar nicht so sensationell war wie die damaligen Reunionshows, aber immer noch beste Unterhaltung bot. [sn]

Als weiteren „Einstimmer“ rief man Oomph! auf die True Metal Stage und hatte sich damit noch nicht einmal den schlechtesten Teilnehmer für einen Donnerstag ausgesucht. Zugegeben, ich habe die Band schon wesentlich agiler über die Bühne hüpfen sehen. Auch kam mir die Vorstellung ein wenig zu „aus dem Ärmel geschüttelt“ daher, aber dennoch boten sie insgesamt gesehen eine Menge ihrer Hits und nicht wenige fanden sogar Gefallen daran. Auch mir hat das Ganze zusammenfassend recht gut gefallen und genau das brachte mir die richtige Laune auf das weitere Festival – Ziel erreicht also! [ah]

Die Herren von Oomph! auf der Stage
Oomph!

Mein Startschuss zum Wacken 2005 fiel mit Nightwish . Wie gewohnt boten die Finnen ihren fetten Bombast Metal auf, allerdings gönnte man sich 10 Minuten Verzögerung. Natürlich dürfen Pyro Effekte ebenso wenig fehlen wie all ihre Hits, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben. Bei der Show fehlte es mir an nichts. [tr]

Währenddessen hatte ich inzwischen zu Caipirinah gewechselt, um mir auf direktem Wege den Auftritt von Oomph! schön zu trinken (mit mäßigem Erfolg), aber ich hätte ja auch einfach zur W.E.T –Stage pilgern können, um mir Doomfox und anschließend Hatesphere zu geben.

Oder vielleicht zu unserem Campingground- Fraggle?
Denn, während sich große Teile des Campingplatzes bei Nightwish befanden, beschlossen die Jungs der [-Legion-], der Aussenposten der Pommesgabel.de , und einer Abordnung der Bands Jack Slater - vertreten mit Gitarrist Sobo -, Centaurus A -vertreten mit Drummer und Sänger- sowie Grotesque Impalement - auch Drummer und Sänger - und diverse andere Feuerkünstler (brennendes Antikreuz in Mannshöhe, Feuerspucker und zwei Feuerpoispielern) den mit Abstand geilsten Auftritt des diesjährigen Wackens zu machen. Mit bis zu 150 Leuten vor der Undergroundstage gab es einen zweieinhalbstündigen Auftritt, der ihres gleichen sucht und jahrelang suchen wird! Jungs, DAS war WACKEN! In dem Moment wollte ich einfach nur sterben, weil es das tollste und bestaussehenste an Auftritt war, den ich je gesehen hab.
An dieser Stelle noch mal ein fettes Danke an alle, die das möglich gemacht haben! [sm]

Und damit war das donnerstägliche Programm musikalisch auch schon am Ende. Die Betonung liegt hierbei wirklich nur auf „musikalisch“!

 

by marie

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