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16. Januar 2018


           
Wacken Open Air 2006

 

 

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Bericht

Am:03.08. - 05.08.2006
Anlass: Wacken Open Air in Wacken (Schleswig-Holstein)
Autoren: Andy
[ah], Bianca [bp], Engel [be], Marie [me], Sebastian [sn] & Torsti [tr]
Anwesende Redakteure: Andy
, Fraggle, Marie, Bianca, Engel, Sebastian & Torsti

Epilog

Alle Jahre wieder. Das Wacken Open Air steht vor der Tür und erste Panik Attacken befallen einen wenn man daran denk was man vor dem Metal Treffen des Jahres noch alles erledigen muss/will.
Nun denn, starten sollte es mit einem lauschigen Grillabend bei mir, da man als neu Hamburger ja schließlich auch die kurzen Wege nutzen möchte. Ausgestattet mit zwei 5 Liter Dosen Beck’s brachen wir den Abend an. Der nächste Morgen war weniger schön, so war doch ich derjenige der auf pünktlichste Abfahrtszeit pochte. Wie es nun mal so kommen muss war eines der Bierchen am Abend gar nicht so gut zu was mein Magen mit Arbeitsverweigerung quittierte. Erst Medikamente sorgten für ein wenig Wohlbefinden und so konnten wir dann gegen 13 Uhr auch endlich den Start ins Visier nehmen. Hier und dort wurden noch kleine Erledigungen gemacht aber letzten Endes machten sich zwei Pommesgabel Autos auf den Weg nach Wacken.

Die Fahrt verlief unspektakulär, bis uns der nette junge Herr vom Zoll mit seiner roten Kelle den reibungslosen Ablauf zunichte machte. Akribisch wurde mein Auto auf den Kopf gestellt, während Björn, der sich an meiner Stelle hinters Steuer setzte, nur darauf hoffte nicht pusten zu müssen. Mitstreiter Andy hatte sich aus Solidarität direkt hinter uns eingereiht und bekam prompt die Quittung in Form einer Auto-Durchsuchung. Tja und hätten uns die Knaben geglaubt das wir nicht illegales dabei haben (zum Glück hatten die Feuerwerkskörper ein entsprechendes Sicherheits-Siegel –puh-) hätten Sie sich und uns viel zeit gespart. Eine gute halbe Stunde war verloren und wir durften uns noch weit vor dem Ortseingang in den Stau einreihen.

Andy im Stau

Es dauerte ewig bis wir endlich unseren Camping Ground erreichten. Die Zeit die wir verloren holten wir zumindest ein bisschen mit unseren neu erworbenen Sekunden Zelten raus. Wo andere mühsam aufbauten warfen wir unsere Jugendherberen kurz in die Luft und fertig war das Geplänkel. Der Pavillon stand, der Grill war an und die erste Band zockte auch schon. Eigentlich wollten wir schon vor der Bühne stehen, dass musste aber warten bis wir in entspannter Atmosphäre das ein oder andere Bierchen getrunken hatten.

Die tüchtige Bianca hingegen hatte ihren Anreise-Stress bereits am Dienstag hinter sich gebracht und berichtet putz munter von ihrer ersten Wacken Reise:
Ja, es gibt sie noch: Metaller, die noch nie auf dem Wacken waren... Auch ich gehörte dazu und dementsprechend aufgeregt und voller Vorfreude machte ich mich bereits am Dienstag auf dem Weg nach Schleswig-Holstein. Die Bahnfahrt verlief ohne nennenswerte Probleme, die üblichen Verspätungen wurden zum Glück aufgeholt und die Anschlusszüge erreicht und dann war es endlich so weit: Itzehoe Hauptbahnhof. Metaller, so weit das Auge blickte und keine Chance, einen von den Linienbussen Richtung Wacken zu bekommen- der Shuttle fährt ja erst mittwochs. Aber gar kein Problem: recht bald fanden sich ein paar Metalheads, die gewillt waren, mit mir ein Taxi zu teilen und so kamen wir auch pünktlich zu einem sintflutartigen Regenguss beim Festivalgelände an. Eine Bierbude gewährte mir freundlichst Unterschlupf und nach dem Regen machte ich mich auf die Suche nach meinen Leuten. Nach einigem Hin- und Her gelang es meinem Freund, mich auf dem unübersichtlichen Gelände einzusammeln und zum Zeltplatz zu bugsieren. Die Horde hatte schon Zelte und Pavillon aufgebaut, Bier und Schnaps stand bereit und so verlief mein „allererster Wackentag“ sehr gut.

Den Mittwoch verbrachten wir ebenfalls bei Bier, Whiskey und Kurzen. Die Zeit wurde mit Dosenwerfen, Fußballspielen und Flunkieball versüßt und abends ging es dann ins Partyzelt. Schöner Old School Metal, der seinen Höhepunkt in einer Polonäse zu Grave Diggers „Rebellion on my mind“ fand. Bestätigten Gerüchten zu Folge stapften dabei ca. 500 Leute über eine seelenruhig auf dem Boden schlafende Person  hinweg, ohne das diese wach wurde... *g* Mambo Kurt brachte aber die Stimmung bei meinen Mitfeiernden und mir recht schnell wieder runter und so zogen wir wieder zu unseren Zelten und feierten dort noch weiter.

Eine Impression aus Wacken

Am Donnerstag wurde ein Ausflug ins Dorf unternommen, neue Stühle gekauft (irgendwie ist die Lebensdauer der Campingstühle arg begrenzt und selbst phantasievolles Reparieren mit Kabelbindern führt nicht zu dauerhaften Erfolg (Muss ich auch immer wieder feststellen… Anm. Torsti)) und das irre Feeling erlebt, das entsteht, wenn ein ganzer Ort hinter einer Großveranstaltung steht. Abends hieß es dann endlich: „A night to remember“ und das Festivalgelände wurde erobert.

Donnerstag der 03.08.2006

Mein Konzertmarathon begann gegen 18:35h mit Victory. Jioti Parachartis enterte die Bühne mit einem freundlichen „Seid ihr gut drauf???“ und schon begann eine grandiose Show. Der melodische HardRock der Hannoveraner ließ ein nostalgisches 80´er-Jahre-Feeling aufkommen und wurde von den tausenden anwesenden Fans gut angenommen. Eine knappe Stunde boten Victory einen gut gewählten Ausschnitt aus ihrem Repertoire und wussten durch nettes posing und herrliche Gitarrensoli zu begeistern. Der Sound kam teilweise leider etwas verwaschen rüber, aber die genialen Kamerabilder auf der Leinwand entschädigten dafür. [bp]

Auf der Hannoveraner "Night to remember" durfte natürlich auch Michael Schenker samt seiner Band nicht fehlen. Es wurde von daher erwartungsgemäß gefälliger Hard Rock gespielt, der zwar technisch perfekt dargeboten, aber musikalisch wenig erquickend war. Man mochte zwar ab und an mit dem Fuß mitwippen, doch Begeisterung löste der Auftritt ganz und gar nicht aus. Spätestens hier wurde deutlich, dass abseits der Scorpions das Programm am Donnerstag ruhig etwas stilübergreifender hätte sein dürfen. [sn]

Zwar ist die Musik der Scorpions Teil meiner Jugend gewesen (zumindest ansatzweise), kann ich heutzutage recht wenig damit anfangen. Mit Grauen befürchtete ich eine unbändigende Flut an Balladen neuester Generation und hoffte, die Hannoveraner würden einfach nur ihr Album „Love at first sting“ zwei, drei Mal herunternudeln, fertig! Doch umso größer war die Überraschung, als die Skorpione mit 13min Verspätung ihren Set mit dem all-time-Kracher „Coming home“ eröffneten (ja, die Hoffnung stirbt zuletzt) und kein bisschen leiser wurden. Selbst die Mauerfall-Hymne blieb allen erspart (Danke). Die zahllosen Fans schienen durchaus zufrieden mit der Kapelle zu sein und würdigten jedes Liedchen mit einem satten Applaus. Sänger Klaus Meine machte ebenfalls einen tadellosen Eindruck und der Rest der Band spielte entsprechend mit. Auch schön war die dazugehörige Lightshow mit den diversen Gimmicks nebenher (Stichwort: Skorpion). Bleibt abschließend noch zu sagen, dass meine Erwartungen nicht erfüllt blieben. Stattdessen bekam man feinste Rockmusik kredenzt, die in keinster Weise ermüdend wirkte. Hut ab also. [ah]

Scorpions auf dem Wacken Open Air 2006
The Scorpions

 

by torsti

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