17. April 2024


           
Ragnarök Festival 2014

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Bericht

Am: 25.04. - 26.04.2014
Anlass: Ragnarök Festival in der Stadthalle Lichtenfels
Autoren: Langhammer [tl]

Freitag | Samstag

Freitag, 25.04.2014

Das Pommesgabel-Team macht sich bereit für die beginnende Festivalsaison 2014 und wir starten standesgemäß mit dem Ragnarök Festival in der Lichtenfelser Stadthalle. Welch prinzipiell gute Voraussetzungen sind gegeben. Tolles Wetter zur Abfahrt, coole Mucke im Auto und das grandiose Essen in unserer gebuchten Pension wartete auch schon auf uns. Wäre da nicht ein Vollhorst gewesen, der der Meinung war die A9 auf Höhe Dessau am Osterrückreisewochenende vollsperren zu lassen!! Kilometerlanger Stau und mit knapp 2 Stunden Verspätung sind wir dann in Klostenlangheim in unserer Pension angekommen. Nach den obligatorischen Roulade, Klößen, Rotkohl und einer köstlich braunen Sosse ging es dann auf zu Richtung Lichtenfels. Erster Stop soll dann der Akkreditierungscontainer werden. Schnelle Abwicklung und ab in die Halle. Die ersten drei Bands Craving, Krampus und Creature verpassten wir aufgrund des Staus, aber die Deutschen Ingrimm lärmten bereits in der Halle und verwöhnten das anwesende Publikum mit ihrem Mittelalter- /Folkmetal und den Songs der aktuellen Scheibe Henkt Ihn! Die Halle war schon ganz ordentlich gefüllt, allerdings war es auf dem Platz vor Halle rammelvoll, denn schönes Wetter lockte die Fans an den Bierstand. Wir nutzten die Zeit um die Merchandisestände abzuklappern. Dabei erfuhren wir, das Graveworm ihren Auftritt gecancelt haben und die anderen Bands ausgleichend mehr Spielzeit bekamen. Die Pagan Metaller von Minas Morgul sind auch keine Unbekannten mehr beim Ragnarök Festival. Ihr letztes Album Ära ist nun auch schon gute 2 Jahre alt, allerdings fehlt es der Band nicht an Motivation und sie zogen die Fans ordentlich mit. Okay, das Stageacting war nicht überragend, aber dennoch ein grundsolider Auftritt der deutschen Pagan/Black Metaller.

Die Hamburger Fäulnis sind Anfang des Jahres mit ihrem neuen Album Snuff//Hiroshima in Erscheinung getreten. Besonders Frontmann Seuche macht wieder eine mehr als sicken Eindruck. Keine Ahnung, was der zu sich nimmt. Grins. Unnachahmlich immer wieder dieses weisses, zerrissenes und verdrecktes Shirt. Musikalisch können Fäulnis definitiv mit ihrem Mix aus Black Metal, Doom und Punk durchaus überzeugen. Alles in Allem aber nichts für schwache Nerven. Nun kamen aber Eis, die mich mit ihrem aktuellen Abum Wetterkreuz nachwievor begeistern. Musikalisch gab ähnliche Kost, wie beim letztmaligen Ragnarök-Auftritt. Songs wie Galeere, Kainsmal, Patina oder Durch lichtlose Tiefen stachen dabei hervor. Soundtechnisch war alles im Reinen und Mastermind Alboin hatte die Massen ordentlich im Griff. Laut ursprünglicher Running Order war nun eigentlich Graveworm an der Reihe, aber der Gig wurde ja gecancelt. Inzwischen waren wir auch zeitlich wieder in der Norm, so das Arkona kurz vor 21 Uhr planmäßig die Bühne enterte. Die Show wurde im Vorfeld als Record Release-Auftritt zum gerade veröffentlichten neuen Album Yav angekündigt. Entsprechend gab es ein Riesen-Backdrop mit dem Cover. Die Russen gingen die Sache sehr motiviert an, wobei die zierliche Frontfrau Mascha natürlich wieder der Blickfang war. Wie ein kleiner Wirbelwind sprang sie von Bühnenende zu Bühnenende. Stimmlich growlte und kreischte sie sich wieder die Lunge aus dem Körper.Gespannt war ich aber nun auf die Norweger Borknagar, die ihre Festivalabsage aus dem letzten Jahr nun nachholten. Vor einigen Wochen sah ich die Band auf ihrer Winter Eclipse Tour in Berliner K17 und war hochgradig enttäuscht. Natürlich ist es sehr sehr schade, das Vintersorg nicht am Mikro zu sehen und zu hören war. So ein Ausnahmesänger ist meiner Meinung nach nicht zu ersetzen.Der Gesang von Aushilfssänger Athera von Susperia war wirklich schwach und auch Zweitstimme Vortex war fürchterlich, dazu ein schlechter Sound. Also in Berlin war ich echt bedient. Also bin ich mit geringeren Erwartungen an den Auftritt heute gegangen. Aber natürlich war der Rahmen auch ein total anderer!! Die Halle war satt gefüllt und als die ersten Sounds ertönten, war irgendwie gleich alles besser! Songs wie Epocalypse, Universal oder das geniale, finale Collossus sind natürlich Melodiebrocken vom Feinsten, die hier super ankamen. Der Gesangsleistungen waren konstant gut, der Sound sehr überzeugend. Für mich das Highlight des ersten Festivaltages. Daumen hoch!

Danach gab es dann wieder schwere Kost! Denn der musikalisch eingeschlagene Weg der Finntrolle stösst bei mir nicht wirklich auf Gegenliebe! Ich bin ein grosser Star Trek-Fan, besonders von Mr. Spock, aber die spitzen Ohren bei Finntroll als Bühnenoutfit finde ich einfach unpassend! Mit Blodsvept und Solsagan ging für die anwesenden Fans standesgemäß los, bei mir standen allerdings schon nach 2 Songs die Nackenhaare hoch! Was für ein Gehampel und musikalisches Durcheinander, so kam mir das Ganze vor. Ganz ehrlich gesagt haben mich Finntroll total auf dem falschen Fuß erwischt und ich müsste eine gute Stunde warten, um dann endlich die Klassiker Nattfödd und Trollhammaren. Unterm Strich war ich froh, das es vorbei war. Denn mit Kampfar, der letzten Band des Abends, wartet nun noch die volle Vikingharke! Und das Quartett aus Norwegen überzeugte auf ganzer Linie. Nach einem langen Düsterintro kam auch Frontmann Dolk auf die Bühne und legte gleich mächtig los. Der grosse, schlaksige Hühne mit der langen blonden Mähne ist natürlich eine Erscheinung schlechthin. Mylder ist ein cooler Einstieg und die Fans sind sofort angespitzt. Dolk bangt wie eine angesengte Sau und Kampfar zeigen wo Thors Hammer hängt. Ein fetter Sound und eine rasende Meute, die noch nicht müde zu sein scheint. Mit Ravenheart präsentieren die Jungs natürlich auch ihre Bandhymne. Auf jeden Fall war das ein versöhnlicher Abschluss des ersten Festivaltages. Also ging es zu später Stunde zurück in Pension, wo die Betten schon ordentlich ruften.

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