23. April 2026


           
Ragnarök Festival 2014

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Bericht

Am: 25.04. - 26.04.2014
Anlass: Ragnarök Festival in der Stadthalle Lichtenfels
Autoren: Langhammer [tl]

Freitag | Samstag

Samstag, 26.04.2014

Am nächsten Morgen weckte uns zu früher Stunde schon die Sonne. Nach einem entspannten Frühstück hatten wir noch ausreichend Zeit, um uns ein Ausflugsziel auszusuchen. Nach einer kurzen Überlegung, ob nun Coburg oder Bamberg, entschieden wir uns für Bamberg. Auf geht’s. Das Wetter war absolut vom Feinsten, das sollte sich aber im Laufe des Nachmittages ändern. Wir schlenderten durch Bambergs Altstadt und kehrten im Hofbräu ein und fütterten unseren trockenen Gaumen. Gegen 13.30 waren wir wieder in der Pension…Mittagszeit. Rinderroulade mit Klößen und Rotkohl war auch am zweiten Tag angesagt…lach. So langsam zog sich dann aber der Himmel zu. Erst tröpfelt es nur leicht, aber dann kam 45 Minuten ein Hagelschauer herunter, der sich gewaschen hat. Abflüsse spülten über und das Wasser flutete die Strassen. Und das Unwetter zog in Richtung Lichtenfels und ich möchte jetzt auf dem Campingground zelten. Die armen Fans, die dort um ihr Hab und Gut zittern mussten. Unsere erste Band des zweiten Festivaltages waren dann Adorned Brood aus Nordrhein-Westfalen. Das Sextett spielte Songs des aktuellen Albums Kuningaz aus dem Jahr 2012 und natürlich durften die Hammerfeste ebenfalls nicht fehlen. Man sieht die jahrelange Routine der Band auf der Bühne und Mastermind Markus hat die Fäden souverän in seiner Hand.

XIV Dark Centuries aus Thüringen sind über die Jahre auch schon als Stammgäste zu bezeichnen. Ihr letztes Album Gizit Dar Faida hat nun auch schon satte 3 Jahre auf dem Buckel, also grosse Überraschungen waren nicht unbedingt zu erwarten. Schwerterkämpfe auf der Bühne und das typische Pagan Metal Trallala auf der Bühne. Business as Usual eben in diesem Genre. Der Auftritt war ganz okay, aber weniger aufregend. Finsterforst schlagen dann mit ihrem epischen Pagan/Black Metal in eine etwas andere Kerbe. Ellenlange und epische Songs machen die Runde. Sänger Oliver Berlin kündigt einen kurzen Song an und selbst dieser hat eine Spielzeit von 8 Minuten. Die Spielzeit von 40 Minuten ist natürlich für solch ausladende Songs viel zu wenig, dennoch haben Finsterforst einen guten Schnitt ihrens Könnes dargelegt. Fjoergyn aus Gera sind mittlerweile schon Dauergäste beim Ragnarök Festival. Ehrlich gesagt habe ich im Vorfeld des Festivals etwas genörgelt, das die Band schon wieder an Bord ist. Veranstalter Ivo Raab sang die komplette Setlist die Songs von Fjoergyn und lockerte diese entsprechend auf. Besonders sein Art des Headbangens fand ich cool, aber auch die Sangeskünste sind in Ordnung. Die Trackauswahl war eher auf die neuere Generation ausgesucht, was mich ehrlich gesagt, enttäuschte. Gerade das Debüt Ernte im Herbst ist soo geil und davon kam nichts. Nur Narziss(t) und Katharsis vom zweiten Album war dabei, ansonsten ganz klar der Schwerpunkt auf dem aktuellen Album Monument Ende. Schade. Insgesamt hat es mich nicht sooo sehr vom Hocker gerissen, aber ich ergatterte mir ein schickes Shirt am Merchandisestand. Eijei, was hatte ich mich auf die Italiener Stormlord gefreut. Episch und bombastisch gespielter Black Metal, der auf CD richtig schön Druck und Spaß macht. Aber nach Fjoergyn lichteten sich die Reihen und Stormlord spielten nur vor einem Drittel der Leute. Kein guter Start. Das Sextett enterte unter einem Intro die Bühne und die Masken der einzelnen Bandmitglieder erinnerte mich irgendwie an den Film Kampf der Titanen. Musikalisch ging es mit Aeneas los. Schon nach den ersten beiden Songs wurde mir klar, das die Atmosphäre der Alben leider nicht auf die Livebühne transportiert werden konnte. Das abschliessende Mare Nostrum konnte allerdings noch entschädigen. Schade. Vielleicht habe ich im Vorfeld zu große Erwartungen gehabt.

Satyricon

Stormlord sind und bleiben wohl weiterhin Underground. Jetzt kommt mein persönlicher Albtraum! Lach. Denn Trollfest kann man echt nur mit 3 Promille ertragen und da ich nicht nicht trinke, verließ ich die Halle für einige Minuten, um für den Endspurt nochmal Kraft zu tanken! Draussen war es wettertechnisch einfach nur eklig und kalt. Also nur kurz zum Getränkestand und pünktlich zum Auftritt von Agrypnie hatte ich mir oben auf dem Rang einen Topplatz am Geländer ergattert.Die Band feiert dieses Jahr beim Ragnarök Festival ihr 10-jähriges Bandjubiläum. Mastermind Torsten und seine Mannen hatten aus dem Grund auch eine 50-minütige Spielzeit bekommen. Die Band zog jegliches Register ihres Könnens. Progressiver Black Metal gepaart mit Epik, Verträumtheit und Hass. Der Song Asche komplettiert den sehr sehr coolen Auftritt. Die Eintrittskarte für die Oktobertour mit Harakiri for the Sky im Berliner K17 habe ich bereits eingesackt…yeah! Daumen hoch für den zweitgeilsten Auftritt des Festivalwochenendes. Imperium Dekadenz haben 2013 mit Meadows of Nostalgia einen mächtigen Brocken veröffentlicht. Der im Midtempo gehaltene, epische Black Metal der Jungs zündet live allerdings etwas schwerer. Dennoch zogen die Jungs ihr Programm ordentlich durch. Aue der Nostalgie ist ein 10-minütiger Stampfer, der schon ordentliche Power hat. Die Menge harrt geduldig aus und bei Manegarm ist dann der Spaßfaktor viel viel höher. Seit dem der Violinist bei Manegarm ausgestiegen ist, wirken die Schweden für meinen Geschmack viel kompakter und metallischer. Vor einigen Wochen sah ich die Band bereits im Vorprogramm von Borknagar und schon dort war der Beliebtheitsfaktor sehr beachtlich. Mit dem Titelsong des aktuellen Albums Legions of the North ging es dann amtlich los. Der Sound ist satt, die Gitarren und die Drums kommen fetter rüber, denn je. Sigorblot ist ein richtiger Gassenhauer, der die Fans nochmal so richtig kickt. Sänger/Gitarrist Erik hat sich zu einem souveräner Frontmann entwickelt. Die Halle war pickepacke gefüllt und die Fans dankten es Manegarm mit lauten Jubelstürmen. Nach einer Stunde guter Unterhaltung hieß nochmal durchatmen, bis endlich Satyricon durch die Halle fegen. Im Berliner Lido fand ich die Band im Nov. 2013 schon Hammer und wieder sollte ich nicht enttäuscht werden!! 75 Minuten ganz grosse Black Metal Kunst hatten wir nun vor uns. Und Satyr, Frost und seine Mannen zeigen, wer an diesem Wochenende das uneingeschränkte Sagen hat! Mit Voice of Shadows ging es dann in Form eines Intros los, bevor mit Hvite Krists Dod der erste Orkan losbricht. Dieser Brocken kommt vom 1994er The Shadowthrone Album und klingt im neuen Gewand einfach nur mächtig. Meine Fresse, einfach nur Gänsehaut. Mit Now, Diabolical und Black Crow on a Tombstone gab es dann zwei Songs, wie die Fans ihre Mitsingqualitäten zeigen konnten. Hammereinstieg. Dann gab es eine kleine Verschnaufpause mit Songs vom aktuellen Album, bevor mit Forhekset vom Nemesis Divina Klassiker ein Stück gespielt wurde. Die alten Tracks haben immer noch die meiste Energie. Total geil. The Pentagram Burns ist auch über jeden Zweifel erhaben. Hit über Hit. Naja und die abschliessenden Kracher Fuel for Hatred, Mother North und K.I.N.G sprechen für sich!!!! Für uns war es an dem Wochenende ein nicht mehr zu steigernder Auftritt, so dass wir uns Todtgelichter und Negator nicht mehr angeschaut haben.

Nach den zwei Festivaltagen kann man wiederholt nur ein Kompliment aussprechen! Äusserst entspannt organisiert, fast 1,5 Tage schönes Wetter, logischerweise coole Mucke und unsere Stammpension, in der wir uns immer wieder wohlfühlen. Da bleibt nur die Erkenntnis…wir sehen uns im April 2015 wieder!!

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