Ebenfalls auf dem W:O:A lief mir Sänger und Chef Vikinger Johan Hegg von Amon Amarth vor's Diktiergerät.
Pommesgabel: Erzähl mir doch mal etwas über euer, im nächsten Monat erscheinendes Album. Johan: Es heißt „ Fate of norns “ und man kann sagen es ist eine nahtlose Anknüpfung an den Vorgänger. „Versus the world “. Es spielt mehr im Mid-Tempo Bereich, ist melodischer und harmornischer aber immer noch brutal! PG: Ich habe es erst ein mal gehört und hatte mehr den Eindruck, dass es härter klingt. Johan: Nicht härter, aber sicher mit mehr Power durch das verstärke Mid-Tempo. Schnelle Passagen mit aggressivem Gesang machen es vielleicht härter. Wir wollten von vorn herein mehr Harmonien und Melodien verwenden als noch beim Vorgänger.
PG: Okay, ich werde es mir sicher noch öfters anhören. Wo spielt ihr denn lieber, auf einer großen Stage wie hier in Wacken oder in kleinen Clubs? Johan: Große Festivals machen immer Spaß, denn dort sind viele Leute, wie auch gestern Abend. Der Anblick der Menschen ist einfach beeindruckend. In einem kleinen Club aber ist man dem Publikum viel näher. Beides hat etwas für sich. Wir versuchen jederzeit und jeder Orts die beste Show zu spielen, die wir spielen können. Es ist vielleicht leichter in Clubs zu spielen, denn wenn du auf so einer großen Bühne wie hier stehst, musst du dich mehr bewegen und aktiver sein. Im Club muss man nicht so viel tun um mit den Leuten in Kontakt zu treten.
PG: Magst du das spielen in der Nacht, wie gestern Abend (Amon Amarth spielte die letzte Show am Freitag um 02:00 Uhr)? Johan: Ja, das ist das beste! Vielleicht ein kleines bisschen zu spät. So gegen 22 Uhr zu spielen ist perfekt.
PG: Trotz der späten Zeit hattet ihr aber trotzdem eine große Menge Fans vor euch. Johan: Ich hätte nicht gedacht das so viele Menschen noch wach sein würden. Es hatte mich positiv überrascht, das waren schätzungsweise 15.000 bis 20.000 Leute dort unten.
PG: Was sind deine Wünsche für die Zukunft mit dem neuen Album und für die Tour? Johan: Momentan haben wir die Europa Tour im Oktober vor uns. Wir würden gern mit den Cannibal Corpse in Skandinavien Touren. Aber durch die hohen Reisekosten und so, wird dies wohl leider nicht klappen, da es für uns zu teuer ist. So wie es momentan aussieht können wir uns das leider nicht erlauben. Ich hoffe wir finden eine Lösung dafür, darum haben wir nur die Oktober Tour bisher gebucht.
PG: In welchem Land sind die Fans am besten? Johan: Wir haben schon an vielen großartigen Orten gespielt. Deutschland ist einer davon. Wir haben viele Fans hier. Ich liebe es hier zu spielen aber auch in Tschechien, Italien oder Holland. Vor einigen Monaten spielten wir in der Türkei, in Istanbul, es war eine super Show mit super Fans. Ich denke es gibt eine Menge guter Metal Fans auf der Welt. Es sind weniger die Länder, sondern die Städte. PG: Und welches ist deine favorisierte Stadt? Johan (überlegt lang): Stockholm, dort wohne ich. Eine weitere Stadt in der ich das spielen sehr genossen habe und die in vielerlei Hinsicht speziell ist, war New York. Wir hatten ein prima Publikum und nette Fans. Die Stadt an sich ist einfach beeindruckend. Die meisten deutschen Städte, in denen wir spielen durften, waren keinesfalls enttäuschend.
PG: Letzte Frage nun. Ich seh dich hier schon den ganzen Tag mit Hasseröder Dosenbier rumrennen, wo gibt es das beste Bier? Johan: Ich wünschte ich könnte sagen in Deutschland aber ich muß sagen in Tschechien.
PG: Dann habe ich zu danken. Viel Erfolg mit dem neuen Album und wir sehen uns auf der Tour! |