17. April 2024


           
Party.San Open Air 2005

 

 

 
         
 

Bericht

Am: 11.08. - 13.08.2005
Anlass: Party.San Open Air in Bad Berka (Thüringen)
Autoren:
Andy [ah], Marie [me], Tino [ts] & Torsti [tr]

Samstag, 13.08.2005

Ein neuer Tag, eine neue erste Band. Final Breath hatten die Aufgabe das Publikum zu wecken. Ihre etwas derbere Art des Metalcores fand Gefallen bei mir und bei dem bereits zahlreich erschienendem Publikum. So lasse ich gern meinen Festival Tag beginnen. [tr]

Blast bis das Gehirn blutet…so dürfte wohl die finite Beschreibung von Enthroned lauten und beinhaltet dann auch schon, das dem Ganzen leider immer auch eingewisse Monotonie innewohnt: leider Gottes- ähhhhhhhm, ´tschuldigung, ich meine natürlich Satans- wenig fesselnd und uninspiriert! Aber was soll's, denn recht ist, was gefällt. [me]

Im letzten Jahr mussten Graveworm ihren Auftritt beim Party.San aus gesundheitlichen Gründen leider canceln, dafür reisten die Südtiroler in diesem Jahr erneut an. Musikalisch auf hohem Niveau, aber stimmlich nicht so durchdringend wie erwünscht spielten die Black-/Death-Metaller ihr Set, zum größten Teil aus neuen Songs bestehend. Leider litt auch das Iron Maiden Cover „ Fear of the dark “ unter dem viel zu leisen Micro, das schmälerte den Spaß so ein wenig. [tr]

Stefan Fiori (Graveworm)
Graveworm

Um Moonsorrow zu sehen musste ich mich für geraume Zeit von meiner neuen Liebe (dem Cuba Libre für 3,5 €uro) trennen. Leider war das gebotene Programm sehr Highlightfrei, aber dem Publikum gefiel es trotzdem. Ich widmete mich wieder dem leckeren Mixgetränk und genoss meinen Feierabend. [tr]

Gepriesen als neue Götter am Black Metal Firmament: Ich habe schon von einigen gehört, 1349 sind eine Macht live. Und Tatsache, was diese fünf da geboten haben war Black Metal wie man ihn kaum besser zelebrieren kann: roh, böse und rasend schnell. Eine perfekte Symbiose aus Hass und Geschwindigkeit. Was mal wieder das Vorurteil bestätigt, dass skandinavische Importe für Qualität stehen. Was soll ich da noch groß zu sagen, wer sie schon mal gesehen hat, weiß wovon ich spreche. Nach meiner Meinung war das einer der überzeugendsten Auftritte aufm Party San dieses Jahr. [god]

Diese wirklich sehr freundlichen Engländer von Napalm Death gaben relativ kurz vor ihrem Auftritt noch eine Autogrammstunde und zogen dort schon so manchen Fan hin, der sich seine Platten signieren lassen wollte. Nicht viel anders sah es dann vor der Bühne aus, vor der sich bereits zahlreiche Fans versammelten um ihrer Band zu huldigen. Zu Recht, denn die Briten legten mächtig los, wobei sich Frontnase Barney Greenway wie ein Frosch auf Speed aufführte und die Meute mächtig anheizte. Schön war auch die Einlage einige Songs des Debüts zu zocken, was für allerhand Stimmung sorgte. Rundum war das eine Death Metal Vollbedienung, mit einer sehr agilen Band. Politisch anmutende Ansagen hin oder her, „ Nazi Punks fuck off “ gehörte als Klassiker einfach dazu und machte nicht weniger Spaß als alles andere auch! [ah]

Die (mitunter) Urväter des schwerlastigen Schwedentod, Entombed , gaben sich nun die Ehre und entpuppten sich schnell als wahren „Vize-Headliner“. Gut, optisch vielleicht nicht gerade die böseste Band des Tages, doch darauf kommt es ja auch gar nicht an, denn der Ton macht die Musik und beides war absolut gut abgestimmt. So ballerten sich die Nordländer quer durch ihre inzwischen mehr als üppige Anzahl an Veröffentlichungen und ließen damit sämtliche Death Metal-Herzen höher schlagen, auch wenn ich mir persönlich wesentlich mehr von dem Über-Album „ Clandestine “ gewünscht hätte. Aber trotzdem blieben Entombed (nicht nur für mich) ein echtes Highlight des Abschlusstages! [ah]

Entombed
Entombed

Als würdiger Headliner und eine zum Abschluss alles niederwalzende Maschinerie erwiesen sich die Jungs von Cannibal Corpse am späten Abend, denn wenn der „Corpsegrinder“ spricht, dann ist die CC-Gemeinde vor der Bühne so was von bereit ihm zu folgen, dass kein Auge mehr trocken und kein Genick ohne Schmerzen bleibt. Ein routiniertes Set, dass Bad Berka laut, schnell und brutal in den nächtlichen siebten Metal- Himmel schoss. Der vor Kurzem ausgeschiedene Gitarrist Jack Owen, der sich in Zukunft wohl auf sein Rock ´n´ Roll- Projekt konzentrieren wird, wurde in Bad Berka durch keinen geringeren als Rob Barret ( Malevolent Creation ) ersetzt, der zuletzt auf dem 1996 erschienen Album Vile in die Seiten griff.
George Fisher und Kollegen vermöbelten das Publikum mit einer feisten Sammlung aller „erlaubten“ Klassiker, die die CC-Diskographie so hergibt, ohne sich von der immer wieder aufkeimenden, aber unsinnigen Forderung nach „Hammersmashed Face“ beirren zu lassen. (Wie immer!)
Klassisch war auch wieder mal die Ansage zu dem Urgestein-Song „Fucked with a knife“ von dem legendären letzten Album The Bleeding unter der Fuchtel von Obergrunzette Chris Barnes: „This song goes out to all the women!“
Danke! Ich fühl´ mich auch gleich besser!
Alles in allem ein Set, dass kaum einen Wunsch offen ließ und reichlich zivilisiert von daherkam (Mag wohl daran liegen, dass der Meuchel-Fünfer erklärtermaßen eine fürchterliche letzte Nacht hinter sich hatte. Was auch immer das heißen mag.) Sehr geil!!! [me]

Cannibal Corpse
Cannibal Corpse

Nachwort:
Der Grund, weshalb die ein-oder andere Band hier keine Erwähnung findet, liegt einzig und allein daran, dass ein Redaktionsmitglied von uns (welches über diese Band berichten sollte) vorzeitig (bereits am Donnerstag Morgen) das Festival aus privaten Gründen verlassen musste. Wir standen leider nicht in Kontakt und waren am Ende selbst überrascht. Sorry dafür.

Fazit:
Das diesjährige Party.San war definitiv ein Highlight der Festivalsaison 2005. Jeder der anwesend war, sollte dies bestätigen können und daher erspare ich mir viele Worte an dieser Stelle. Nur soviel: Wir sehen uns nächstes Jahr wieder!!! Ride on.

Grüße & Dank:
Dem kompletten PSOA-Team, die erneut ein geiles Festival auf die Beine gestellt haben und das sogar mit einer super Organisation, wie es sich sonst nur wünschen kann! Ferner: Thomas (77, der wohl beste Einweiser), Bianca (alles wird gut!), Tino (Götterdoppelditschen rules), Anni (Götterspeise from Hell), Jasmin (da simmer dabei…), unsere Zeltnachbarn von 05 (cu next year), Teelicht, Biertante, Svennie & Birgit, Fuchs („ich muss pennen“), Volk-Man & Katja (Hähnchen – ein Muss), Dr.Pest, Julia (die Augenweide), Dima, Sören („eigentlich wollte ich kacken“), Marie („du magst doch meinen Hund viel lieber als mich, stimmts?“), die Pommesgabel-Supporter vom Nuclear Blast-Stand, die Jungs mit den zwei Kisten Oettinger (pfui), unsere späteren Zeltnachbarn (kann mir immer noch keine Namen merken), Tina & Silvio (der Anti-Soundmann-Support), Christian (Sarx – Gesundheit), die Diebe, die unseren Grillrost samt Grillzange haben mitgehen lassen (Danke ihr Arschgeigen!) und alle, die wir vergessen haben.

 


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