17. April 2024


           
Party.San Open Air 2007

 

 

 
         
 

Bericht

Am: 09.08. - 11.08.2007
Anlass: Party.San Open Air in Bad Berka (Thüringen)
Autoren:
Andy [ah] & Torsti [tr]

Freitag, 10.08.2007

Was für ein Tag…
Regen in der Nacht und ringsum nur Schlamm, mir wenig Aussicht auf Besserung. Was ist eigentlich mit Stroh? Hat bei einem kürzlich besuchten Festival äußerst gut funktioniert! Na ja, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Trotzdem fragt man sich wirklich, wie man unbeschadet einen Kaffee besorgen soll (wenn man schon vor so einem Frühstückszelt parkt), wenn die Gefahr eines Knochenbruchs, hervorgerufen durch unendliche Schlammmassen, geradezu vorbestimmt ist?! Hey, ein paar Strohballen wären echt toll… [ah]

Schlamm auf dem Party San

Nach einem wärmenden Kaffee machte ich mich auf den Weg zur Bühne wo Lay Down Rotten ihr bestes geben sollten. Nur wenige Nasen hatten den Weg durch die Schlammwüste gewagt um sich dem Opener zu widmen. Schade, denn das was uns zur schönsten Kaffee Zeit Kredenzt wurde hatte Hand und Fuß. Jost und seine Kumpanen hatten sichtlich Spaß und der Fanclub belagerte die gesamte erste Reihe. Nach dem gelungenen Kaltstart möchte ich diesen Tag unter das Motto „Death Metal gegen Regen“ stellen. Nun aber wieder zurück zum Platz und ein Bierchen verdrücken… [tr]

Zwischendurch gingen gut und gerne eine paar der günstigen, alkoholischen Getränke durch unsere Eingeweide, was den Spaß ein wenig wieder hervorbrachte.
Die nächste Band überzeugte schließlich gänzlich: Cliteater waren schlicht die Überraschung des Tages. Zumindest hatte ich von der Formation noch nie etwas zuvor gehört und war begeistert. Besser gut gegrunzt, als schlecht gesungen, dachte sich die Band wohl, während der Fronter sich mit zugeworfenen Shirts und BH’s schmückte. Großer Spaß, schnelle Mucke und das ziemlich gut, mit viel Witz herüber gebracht. War das schön!!! [ah]

Red Harvest hingegen konnte die Redaktion (einstimmig) leider nicht befriedigen. Einfach zu langatmig, zu unstimmig, zu wasweissichnichtnochwas. Sorry, sollte wohl nicht sein?! Denn nimmt man hingegen die Münchener Formation Equilibrium, dann hätte man zumindest ein Arsenal an tollen Hits. Leider hatte die Band ein Problem: der Sound war einfach für’n Arsch! Es klang komplett wie aus dem Badezimmer-Radio. Schade, dass die hohe Qualität der Songs darunter leiden musste. Dennoch zählt Equilibrium zum Besten auf den derzeitigen Metal-Sektor! [ah]

Equilibrium auf dem Party.San Open Air 2007
Equilibrium

Die schlechten Platzbedingungen und das Wetter sorgten bei mir langsam für müde Glieder. Belphegor war es zuzutrauen, meinen Körper wieder mit Lust auf Mucke zu füllen. Das Todesbleiernde Geschütz aus einer bekannten Alpenrepublik animierte das Publikum die Mähnen zum winden zu bringen. Yeah Helmuth und sein Gespann wusste was die Besucher hören wollten, unterm Strich ein trockener Gig, ganz im Gegensatz zum Zeltplatz. [tr]

Wenn man mir zuträgt, dass ein Auto auf dem Platz vermisst wird, dann kann man ja mal nachfragen…
Recherchen ergaben jedoch, dass Vader mit dem Vorfall scheinbar (?) nix zu tun hatten. Stattdessen konzentrierten sich die Polen viel mehr auf ihre Mucke, die einen gewaltigen Zulauf fand! Mächtig und irgendwie eindrucksvoll demonstrierten die Deather ihr bisheriges Schaffen und entpuppten sich schon bald als wahre Größe des Tages. Hut ab! [ah]

Was nun folgen sollte war für mich die Überraschung des Festivals. Zwar entarnte ich gleich zwei Mitglieder von Bewitched als Naglfar Mitstreiter doch wusste ich nicht was mich erwartet. Und so stand ich vor der Bühne um mir ein Bild davon zu machen. Schon beim ersten Song verschwand meine Skepsis gänzlich und wich der Begeisterung. Bewitched zocken kernigen Rock’n’Roll und mischen dem eine gewaltige Priese Black Metal bei. Die Mischung macht es ja bekanntlich aus und so verging die ¾ Stunde wie im Flug. Absolut Hitverdächtig! [tr]

Bewitched auf dem Party.San Open Air 2007
Bewitched

Damned, immer noch kein Stroh…

Nicht unbekannt war vielleicht die Tatsache, dass die Reiter nur Songs ihrer ersten drei Alben zocken werden?! Nun, so war’s auch. Gut, der Schwerpunkt lag zwar auf dem Meilenstein „All you need is love“, doch was macht MIR das? Nüschtz! Ätsch! Ist nun mal mein Favorit! Aber zur Sache: OK, den Schnitzer am Anfang des Auftritts (ausgerechnet bei meinem Fave „Licked by the tongues of pride“) mag man den Einheimischen verzeihen. Doch alles was danach kam, war mehr als genial! Mit viel Rumms und ordentlich Stimmung (nicht zuletzt durch den anwesenden Fan-Club hervorgerufen), verbreiteten Die Apokalyptischen Reiter eine sensationelle Atmosphäre, die an diesem Tag kein zweites Mal zu finden war! Wer das nicht gesehen hatte, darf sich auf die kommende DVD der Reiter freuen, auf der alles (hoffentlich mit allen Pannen – that’s live!!!) nachvollziehbar sein wird! [ah]

Das New Yorker Urgestein Immolation zockte auf seinem ersten Party San Auftritt mit einer derartigen Präzision das jeder Scharfschütze vor Neid erblassen konnte. Das Publikum macht mittlerweile doch einen etwas trägen Eindruck und ließ sich nicht ganz so mitreißen wie noch zuvor beim Heimspiel der Reiter. Trotz dessen ließen sich Immolation nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen und zocken ihr Set stilvoll durch.

Kreator gaben alles. Zumindest machte es so den Anschein. Ich persönlich war geradezu selig, all die Klassiker der Essener akustisch aufnehmen zu dürfen und dazu zu bangen. Da sind immerhin viele Kindheitserinnerungen mit verbunden. Doch auch die neuen Stücke machten mich sehr glücklich. Thrash, wie er besser nicht vorgebracht werden kann – Metaller, wat willste mehr? Hier war jedenfalls alles geil! [ah]

Kreator auf dem Party.San Open Air 2007
Kreator

 


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