17. April 2024


           
Party.San Open Air 2008

 

 

 
         
 

Bericht

Am: 07.08. - 09.08.2008
Anlass: Party.San Open Air in Bad Berka (Thüringen)
Autoren:
Andy [ah], Langhammer [tl] & Torsti [tr]

Freitag, 08.08.2008

Was für ein herrlicher Morgen. Endlich haben wir im Herzen Thüringens auch mal Glück mit dem Wetter. Nach einem ausgiebigen Frühstück war es auch schon Zeit für den Aufbruch. Auf der Bühne knüppelten gerade die Irate Architect aus Hamburg. Trotz des schönen Wetters konnten die Death Metaller nur wenig Meute anlocken. Dabei klingt das Gespann für die erste Band des Tages schon ziemlich fett. Die nachfolgenden Defloration kamen ebenfalls aus der Death Metal Ecke. Die deutlichen Six Feet Under Einflüsse kann das Quintett nicht von der Hand weisen. Im Gepäck liegt das brandneue Album und so fungiert der PSOA Gig als Release Party, dass nenn ich mal gelungen.

Nun turnen die schwedischen Tyrant auf der Bühne rum und prosten, stolz wie Oscar, mit feinstem Paderborner Schädelbräu in die Menge. Wie es sich für amtlich bestätigte Elchtöter gehört donnern tonnenschwere Old-School Riffs aus den Membranen der PA. Beigemengt haben die Knaben noch eine ordentliche Black- und Thrash- Priese.
Schlag 16:45 Uhr war es dann endlich Zeit die Kriegsflotte zu Wasser zu lassen. Hail of Bullets präsentieren ihren mächtigen Kriegs Epos ...of frost and war live und zeigen sich in blendender Verfassung. Fronter Martin van Drunen trat im feinen Party.San – Limited Shirt in Asphyx Design vor die Bangwillige meute. Auch nach dem Auftritt konnte sich der fliegende Holländer nicht von seinem neuen Lieblingsshirt trennen. Das Allstar-Team der Holländischen Death Metal Liga hat derbe viel Spaß und mag kaum von der Bühne gehen. Ein Auftritt der Lust auf mehr bereitet.
Lividity hingegen gehen mir schon innerhalb der ersten vier Minuten so auf den Keks, das es mich mehr zum Bierstand als vor die Bühne lockt. Dem köstlichen Blonden kann ich wesentlich mehr abgewinnen als dem Krach der von der Bühne tönt.
Die Black Metaller Kampfar können bei mir persönlich heute einen Big Point landen und sind eine kleine Überraschung. Das Geschwader wirkt freudig beim Vortragen ihrer Werke und unheimlich intensiv. WOW! [tr]

Hail of Bullets auf dem Party.San Open Air 2008
Hail of Bullets

Gegen 17.30 Uhr öffnete endlich der eigene Bolt Thrower-Merchandisestand und auf der Bühne brachten Tyr von den Faröer Inseln die Menge zum Kochen. Ein herrlicher Sommernachmittag bahnte sich an, Superaction auf den Bretter und mein Alter Herr, Torsti und ich deckten uns mit T-Shirts mit der britischen Dampfwalze ein. Und das alles bei guter Laune und tollem Ambiente. Was will man mehr!? Dabei geriet in der parallel laufende Gig von Tyr ehrlich gesagt zur Nebensache. Dennoch kamen die Jungs bei den Fans gut an. Songs wie ''Ragnarök'' oder ''Hail to the Hammer'' gehen immer. Nach guten 45 Minuten war dann Schluss und in der Umbaupause es wurde Zeit, um eine schöne kalte Cola zu zischen...grins.
Danach gab es Skandinavienpower in Form eines Reunion-Gigs der Schwedenlegende von Unanimated. Nach 2 superben Alben Anfang der Neunziger hat es gute 15 Jahre gedauert, den Fünfer live zu bewundern. 60 Minuten ging der Fünfer gut ab. Bei leichter Dämmerung wurde das erste Mal die partysaneigene Pyroshow losgelassen. Klassiker wie ''Dead Calm'' oder ''Oceans of Time'' waren für viele Nachwuchsbands ein Grund, Unanimated einem Coversong zu widmen. Nach der nächsten Umbaupause war dann erstmal eine Chinapfanne Pflicht und Endstille standen als Nächstes auf dem Plan.
Bei dieser Band scheiden sich anscheinend wirklich die Geister. Torsti betitelte die Band als ziemlichen Dreck, für mich war es nach Hail of Bullets (Grüsse an unseren Chefredakteur Olaf...grins) das nächste Highlight. Nachdem ich eine Woche vorher mit Watain eine fiese Black Metal Show in Wacken gesehen habe, reihte sich Endstille
diesbezüglich nahtlos ein! Los gings mit einem düsteren Kriegsintro, bevor mit "Dominanz'' das erste Mal alle Dämme brachen. Endstille machen meiner Meinung nach schon einen wuchtigen Eindruck, dennoch könnten die Songs etwas mehr Abwechslung vertagen. ''Endstilles Reich'', ''Vorwärts'' und ''Navigator'' gehen für alle Knüppelfreunde durch Mark und Bein, schleppende Elemente würden hier und da für mehr Auflockerung sorgen. Die Pyroshow auf der Bühne in Form eines flammenden Infernos kam super zur Geltung. Die in dunkelrot gehaltenen Lichtelemente reihte sich ansatzlos in das Gesamtgefüge ein. Ich fand es durchaus beeindruckend, was die 4 Kieler hier für ein Gewitter losliessen. Daumen hoch! Mal schauen, wie es in einer Woche beim Summerbreeze Festival bei Tageslicht ankommt!?
Nach einer 20-minütigen Umbaupause kamen dann die Mannen von Bloodbath um Mikael Akerfeldt auf die Bühne. Nach ihrem 2005er Wackenauftritt war das nun erst der zweite Gig in der Bandgeschiche der schwedischen Allstars.

Endstille auf dem Party.San Open Air 2008
Endstille

Ich freute auf die kommenden 60 Minuten, genau der richtige Anheizer für Bolt Thrower. Sänger Mikael Akerfeldt brillierte wieder mit seinen trockenen und sarkastischen Ansagen. Der Sound war einfach nur megafett, gerade der Gitarrensound und ein ums andere Mal erinnerte ich mich an die Anfangstage des schwedischen Death Metals. Einfach nur GEIL!! ''Cancer of the Soul'' , ''Eaten'', ''Like Fire'' und ''Outnumbering the Day'' metern richtig fett ab!!! Eine Stunde beste Unterhaltung!! Die Puls kletterte nun in entsprechende Höhe, ich sicherte mir einen coolen Platz und dann kann es losgehen!

Ich fieberte dem einzigen Festivalauftritt von Bolt Thrower 2008 entgegen. Und wir sollten nicht enttäuscht werden. Immer wieder ist festzustellen, das die Spannung vor dem Auftritt zu greifen ist. Es lag wie beim Summerbreeze 2007 ein Knistern in der Luft. 0.15 Uhr dröhnte das Intro aus den Boxen und mit ''Contact Wait Out'' starteten die Briten furios. Von der ersten Sekunde an merkte man dem Fünfer die Spielfreude an. Karl Willets strahlte wie ein Honigkuchenpferd, die Gitarrenwand stand wie eine Eins, Jo Bench schwang ihren Bass und Martin verprügelte präzise sein Drumkit. Schon an zweiter Stelle kam das kombinierte ''World Eater/Cenotaph'' Riff, wieder in überdimensionaler Länge! Total geil!! Mit ''Rememberance'', ''The Shreds of Sanity'' und ''In the Battle there is now law'' waren die besagten Überraschungen in der Setlist.
Nach guten 60 Minuten ging die Band von der Bühne, um nach einem kurzen zweiten Intro, wiederzukommen. Leider regnete es seit 15 Minuten schon, so das das Gesamtereignis etwas geschmälert wurde. Der Zugabeteil entschägigte für Alles und die Band fuhr den erwarteten Sieg ein!!! [tl]

Bolt Thrower auf dem Party.San Open Air 2008
Bolt Thrower

Party.San Setlist von Bolt Thrower 2008:

Contact wait out
World eater
Cenotaph
War
Rememberance
Mercenary
Entrenched
The shreds of sanity
The fourth cruesade
No guts, no glory
At first light
In battle there is no Law
When cannons fade
For victory
The killchain
Powder burns

 


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