17. April 2024


           
Party.San Open Air 2010

 

 

 
         
 

Bericht

Am: 12.08. - 14.08.2010
Anlass: Party.San Open Air in Bad Berka (Thüringen)
Autoren:
Langhammer [tl] & Torsti [tr]

Freitag, 13.08.2010

Jippieh! Freitag der 13. Nass ist es immer noch, der Boden im Camp hat sich aufgelöst, von Wiese ist nur noch unter den Autos etwas zu sehen. Alle beteiligten wickelten sich in Ihre Jacken und Parka um der kühlen Luft zu trotzen. Warme Gedanken kamen nur in Verbindung „Schubsi“-Mischen (Cola mit mehreren Schubsis Rum, Vodka, Whisky oder was sonst so da war) auf. Brrr. Mit diesem Tag stand auch fest, es geht schlimmer als 2007. Meine Schuhe waren derweil komplett hinüber, also wurde Torsten mal flugs in der Pension angeklingelt und damit beauftragt ein adäquates Paar Gummi Stiefel in einem der örtlichen Baumärkte zu erstehen. Er erfüllte seine Mission vorzüglich und erwischte die letzten Gummi Treter in der Größe 44. Die Nachfrage nach Wasserfestem Schuhwerk sei in der Woche sprunghaft angestiegen, berichtet man ihm. Glück gehabt.

Mit der neuen Bereifung war das laufen wenigsten wieder halbwegs vernünftig möglich und ich stapfte zum Auftritt von den Suicidal Angels. Die Griechen sind auch besseres Wetter gewohnt und hatten etwas Schwierigkeiten in die Gänge zu kommen. Das Publikum tat sich an diesem Nachmittag etwas schwer mit gutem alten Thrash Metal. Im Verlauf des Auftritts steigerte die Band ihre Show, richtig in Wallung brachte mich das ganze jedoch nicht.

Autopsy auf dem Party.San Open Air 2010
Autopsy

Der Spaß ging mir mächtig flöten. Wurde noch versucht vor 3 Jahren die Situation mit Stroh für die Besucher so erträglich wie möglich zu machen passierte in diesem Jahr gar nichts. Es tat mir in der Seele weh wie schlecht auf die Besucherbedürfnisse eingegangen wurde und sich damit mein bis dato Lieblingsfestival endgültig von Platz 1 verabschiedete. Gegen Wetterbedingungen kann niemand etwas, aber man kann zumindest versuchen die Situation für alle Beteiligten so erträglich wie möglich zu machen.

Der Nachmittag verstrich und meine Lust zur Bühne zu wandern überwindete den inneren Schweinehund erst wieder zu Asphyx. Ein sehr mitteilsamer Martin van Drunen führte durch eine coole Show. Die Lautstärke erreichte bis dato ungekannte Höhen. Die tiefen Gitarren und das unüberhörbare Organ das einem bei dem „Scourbutics“-Schrei das Blut in den Adern gefrieren lässt sorgt für einen kurzen Moment für ein wohliges Gefühl.

Asphyx auf dem Party.San Open Air 2010
Asphyx

Zum absoluten Highlight des Festivals wurde schon im vorhinein der Auftritt von Autopsy erkoren. 20 Jahre ist es her das die Deather das letzte mal in unseren Breitengrade über Blut, Eiter und Gedärme philosophierten. Der Blick auf die Bühne ist etwas Gewöhnungsbedürftig, da in der Mitte, wo sonst der Mikrofonständer seinen Platz nur ein leerer Raum blieb. Gegrunzt wird hier hinterm Schlagzeug so dass die Saiten Fraktion genügend Platz zum toben hat. Zu meiner Schande muss ich gestehen das ich mit dem Backkatalog der Band gar nicht vertraut bin, jedoch machte der stampfende Rhythmus und das bösartige Gegurgel richtig Bock auf mehr. Die Atmosphäre hätte in keinen besseren Rahmen gepasst. Ganz, ganz groß! [tr]


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