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21. Juni 2018


           
Party.San Open Air 2011

 

 

 
         
 

Bericht

Am: 11.08. - 13.08.2011
Anlass: Party.San Open Air in Schlotheim (Thüringen)
Autoren:
Langhammer [tl], Olaf [od] & Torsti [tr]

Donnerstag, 13.08.2011

Wie sang bereits der selige Rudi Carrell in den Siebzigern: Wann wird’s mal wieder richtig Sommer...Tja, nach dem total versifften und verregten WFF nun also das Party San, welches aufgrund der letztjährigen Wetterkapriolen und der daraus resultierenden Schlammschlacht mit Schlotheim eine neue Heimstätte gefunden hat. Das Gelände selbst ist aufgrund seiner zivilen Bestimmung als Flugplatz ideal, da vor der Bühne alles asphaltiert ist und somit die festivaltechnische Fangopackung diesmal ausbleibt. Dennoch ließ sich der Wettergott nicht verarschen und kündigte bereits im Vorfeld ein tierisches Sauwetter mit allerlei Regen an. Fick dich...

Donnerstag Mittag allerdings schienen diese Prognosen bereits ad absurdum geführt worden zu sein, denn trotz eines wolkenverhangenen Himmels und ziemlich fiesen Windböen schien die gelbe Scheibe und brachte uns zeitweilig Temperaturen um 26 Grad. Solche Irrtümer mag ich... Doch auch der Wind hatte eine, für die Festivalmacher eher apokalyptische Überraschung parat, denn das Bühnendach, welches eigentlich für Wind der Stärke zehn ausgelegt hätte sein sollen, verabschiedete sich komplett und somit mussten alle Bands am Donnerstag im viel zu kleinen Zelt auf Zuschauerfang gehen. Erneut ein Nackenschlag für die leidgeprüften PSOA Macher, welcher dem Publikum aber nix auszumachen schien. Ich jedenfalls verhaftet erstmal ein paar Bierchen und harrte der Dinge...

Die lahmende Hauptbühne

Zumindest der Stimmung tat der Zeltaufenthalt keinen Abbruch, denn die Norweger Byfrost konnten mit ihren frostigen Hymnen das bereits bierselige Volk aufs Beste unterhalten...und das obwohl der Sound ziemliche Pampe war und einige der Anwesenden nun nicht so recht wussten, was der Fünfer denn nur für Mucke zockten. Ich fand den schwarzen, thrashig angehauchten Dark Metal äußerst ansprechend und war damit nicht alleine.

Danach kamen Ostfrieslands finest und sollten dem recht Death und Black Metal orientierten Festival einen zarten Hauch Thrash verpassen, was den Mannen um Frontkolloss Leif auch blendend gelang. Leider ging der famose Opener "Arise from decay" ebenfalls in einem undifferenzierten Soundbrei unter, was den Leuten aber erneut tierisch am Arsch vorbei ging. Ich habe Dew Scented schon stärker gesehen...war aber dennoch nett...

Meine Vorfreude endlich nach langer Zeit mal wieder das belgische Abrisskommando Aborted kredenzt zu bekommen, erhielt leider einen riesigen Dämpfer, denn als ich nach erfolgter Nahrungsaufnahme dem grindtechnischen Ausnahmekönnern meine Aufwartung machen wollte, platzte das Zelt aus allen Nähten. So ein Fuck...dennoch konnte ich, platziert am äußerst rechten Rand des Zeltes den Jungs bei der Arbeit zusehen, bei der meine vorherrschende Meinung erneut hundertprozentig bestätigt wurde: Live sind Aborted eine absolute Macht. Freue mich schon auf das im Herbst erscheinende neue Album. [od]

Wahnsinn, ein lauer Sommerabend und wir müssen uns ins kleine Zelt quetschen. Wenigstens ist es hier windstill. Da werden Gefühle an das alte Bad Berka wach, im Zelt wirkt es als wäre die Zeit stehen geblieben. Negura Bunget, die mit selbstgebauten Holblasinstrumenten Ihren Sound aufputschen, sorgen für etwas bedächtigere Klänge. Die Rumänen bestreiten ein solides Set, für all die jenigen die dem Pagan-Metal nicht abgeneigt sind.
Anschließend wird es finstere Nacht. Darkened Nocturn Slaughtercult reißen das kleine Zelt nieder. Die Black Metaller sind fernab von Melodie und Groove, hier wird gekrischen was das Zeug hält. Das fiese Make up zerfließt in der Hitze des Zeltes innerhalb kürzester Zeit. Die Pyros, die das Quartett im Gepäck hatten, blieben wegen der Verlegung ins Zelt ungezündet, dafür wurde mit Kunstblut nicht gegizt. [tr]

Dew Scented auf dem Party.San Open Air 2011
Dew Scented

Die Polen Decapitated melden sich nach langer Leidenszeit mit ihrem neuen Album ''Carnival is Forever'' zurück und beackern heute das Party San Festival und eine Woche später dann das Summerbeeze! Technischer Death Metal wird uns geboten. Die Band präsentiert sich tight wie immer und bringt das vollgepackte Festivalzelt in Schlotheim zum Beben. Guter Gig des Vierers!

Tryptikon (oh Gott...lach) ist der Headliner des ersten Tages und nun so gar nicht mein Fall. Habe ich doch eine Woche vorher ihren Auftritt in Wacken im Livestream gesehen, hatte ich nun livehaftig das Vergnügen. Wie furchtbar! Ich kann mit dieser Musik einfach nichts anfangen. Ich habe ähnlich ''geblutet'' wie beim damaligen Celtic Frost Konzert! Also schnell weg und nach Hause...lach. [tl]


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