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| 16. Mai 2026
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Protzen Open Air |
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Bericht Am: 26.06. - 27.06.2015 Freitag | Samstag Samstag 27.06.2015 Bei einem Open Air Festival im eigenen Bett zu nächtigen ist doch der pure Luxus. Ich ließ es mir nicht nehmen, nach dem ersten Festivaltag wieder nach Potsdam in meine Bude zu fahren, um den zweiten Festivaltag gut ausgeschlafen anzugehen. Nach einem entspannten Frühstück und guter Musik aus den heimischen Boxen fing das Kribbeln wieder an und langsam kam dann auch deutlich mehr Zug in den Tag. Ich wollte dann doch wieder zügig vor Ort sein. Also Karre aufgetankt, Kippen für Torsti eingesackt und ab ging es wieder auf die Autobahn. Gegen 13 Uhr bin ich dann in das 75 km entfernte Protzen angekommen und die Sonne heizte, wo sie nur konnte. Lange oder kurze Hose, das war die erste wichtige Frage des Tages. Mit frischen Getränken ging es dann ins Camp. Wir waren uns einig, denn der zweite Festivaltag war dann in Summe aus musikalischer Hinsicht der etwas interessantere Tag. Die drei ersten Bands Panzerkreuzer, Islay und Syphor sind unserer Camp-Plauderei allerdings zum Opfer gefallen.
Weak Aside ballern ihren Death Metal mit ähnlicher Intensität ins Publikum. Die Band zeigt ihre Affinität zu ihrem Bolt Thrower-lastigen Sound auch in ihren Texten. Songtitel wie „The next Offensive“ (Name des 2015er Albums) oder „The Tank“ sprechen da für sich. Allerdings ist der Hangar nach dem Auftritt von Demonbreed nicht mehr ganz so gut gefüllt. Die Band zockte routiniert ihre Songs und hatte sichtlich Laune. Der Sound war super und ließ keine Wünsche offen. Danach wird es zum nächsten Mal niederländisch auf dem Protzen Open Air. Izegrim um die blonde Sängerin Marloes war nun am Start, um uns mit ihrem Death/Thrash Metal Mix zum Kochen zu bringen. Wer im übertragenen Sinne eine härtere Version von Arch Enemy sehen und hören wollte, war nun goldrichtig. Schwerpunkte des 40-minüten Auftritts waren die Songs der letzten beiden Studioalben „Code of Consequences“ und „Congress oft he Insane“. Okay, der Gesangsstil von Marloes ist nicht jedermanns Geschmack, die Soundwand war allerdings ordentlich. Ich machte mich schon etwas eher vom Acker, um dann bei den Dänen Illdisposed wieder von Anfang an dabei zu sein. Der Auftritt der „schwulen“ Dänen war etwas zwiespältig. Einerseits war Frontsau Bo Summers wieder ein Entertainer vor dem Herrn, der Sound war allerdings viel zu leise abgemischt. Also leider nur halbe Kraft voraus. Nach einem kleinen Intro ging es dann mit „Going Down“ lockerflockig los, bevor mit „I am what i am“ und „I believe in Me“ ein satter Doppelpack geschnürt wurde. Torsti’s Lieblingssong „Throw your Bolts“ wurde im Laufe des Sets auch von der Leine gelassen. Also soweit alles gut! Dann kam der ironische Auftritt von Sänger Bo Summers, der die anwesenden Fans fragte, ob sie noch mehr Songs hören möchten!? Da kam dann tatsächlich die freche Gegenfrage „WARUM“?? Jawoll! So kennen wir den Bo, immer für einen groben Scherz zu haben. Durch diese Spielereien vergingen die 40 Minuten Spielzeit wie im Flug. Unterm Strich aber ein durchschnittlicher Auftritt. Jetzt sollte aber ein amtlicher Abriss folgen, denn Sinister waren nun dran. Ich war schon sehr gespannt auf die Niederländer, die ich schon ziemlich nicht mehr live erleben durfte. Aufgrund von technischen Schwierigkeiten verzögerte sich das Konzert des Fünfers. Mit dem Intro von Debütwerk Cross the Styx ging das Geknüppel dann endlich los. Die ersten Songs waren dann „My Casual Enemy“ und „Leviathan“ vom ersten Album. Inzwischen stand die Soundwann und Brüllwürfel Aad Kloosterwaard gurgelte vor sich hin. Der Hangar kam auch langsam in Stimmung, je länger der Set dauerte. Dabei gab es weitere Songs von den Alben Afterburner, The Carnage Ending und vom aktuellen Werk The Post-Apocalyptic Servant. Besonders Drummer Toep Duin machte einen eindrucksvollen Job. Unglaublich, wie er sein Schlagzeug malträtierte. Sinister verlängerte ihren Auftritt Song um Song, die 50 Minuten Spielzeit sind mittlerweile weit überschritten. Die Gründe dafür gibt es gleich. Die anwesenden Fans konnten nun nicht genug bekommen. Der Gig von Sinister war obere Liga, obwohl ich den einen oder anderen schleppenden Song zur Abwechslung gewünscht hätte. Außerhalb des Hangars gab es nun leichte Aufregung, da ein Krankenwagen mit Blaulicht auf das Gelände gefahren kam. Was war passiert?? Bei dem Patienten handelte es sich um Postmortem Drummer Max, der mit einem Krampfanfall ins Krankenhaus eingeliefert werden musste! Das hatte nun die Konsequenz, das der Auftritt von Postmortem abgesagt wurde und die Schweden Unleashed eine Stunde früher als geplant die Bühne enterten. Dem Patienten geht es inzwischen wieder sehr gut und der Auftritt der Berliner wird dann 2016 nachgeholt. Wir schreiben es nun 22 Uhr und die Schweden Unleashed betraten die Bühne. Es ist ihr erster Auftritt beim Protzen Open Air und es war von Anfang an ein Heimspiel. Fronter Jonny Hedlund hatte die Massen spielend im Griff und mit „Legal Rapes“ ging es dann halsbrecherisch los. 25 Jahre nach ihrem ersten Album sind die Schweden immer noch topmotiviert und wollen zusammen mit ihren „Warriors“ eine Schlacht nach der anderen gewinnen. Schon nach den ersten Songs gab es „Unleashed, Unleashed“ Schlachtrufe! Einfach beeindruckend, besonders das die Band immer noch in Urbesetzung miteinander auftritt. Fredrik und Tomas sind die perfekte Gitarrenwand, Drummer Anders präzise wie ein Uhrwerk und über Sänger Jonny braucht man keine Worte mehr verlieren. Es gab neue Songs wie „Where is your God now??“ und natürlich Klassiker wie „The Longships are Coming“, „To Asgard we fly“ oder das abschliessende „Before the creation of time“. In Summe waren Unleashed für mich der Gewinner des Wochenendes. Sehr stimmungsvoll das Ganze! Herrlich!! Und schon war es 23.30 Uhr und das Protzen Open Air 2015 war Geschichte! Wieder mal eine tolle und familiäre Veranstaltung mit entspannten Fans und guten Bands! Ein grossen Dank an Mario und Mithelfer! Wir sind 2016 auf jeden Fall wieder dabei! [tl]
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