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18. Juni 2018


           
Wacken Open Air 2013

 

 

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Bericht

Am: 01.08. - 03.08.2013
Anlass: Wacken Open Air in Wacken (Schleswig-Holstein)
Autoren:
Tino [ts] & Torsti [tr]

Epilog (Dienstag- Mittwoch)

Es ist wirklich ein tolles Gefühl, wenn man in den wohlverdienten Urlaub geht und die Wettervorhersage froh verkündet, dass man auch noch super Wetter erwarten kann. Da ist dann natürlich auch die Vorfreude auf die bevorstehenden Festivals groß. Bei uns geht die Reise, wie auch schon in den letzten Jahren, am Dienstag los. Die Vorbereitungen sind schnell abgeschlossen und so kann es dann auch zügig auf die Bahn gehen. Da wir glücklicherweise nur ein kleines Stück Autobahn fahren müssen, bleiben wir auch von dem Stau um Elmshorn verschont. So kommen wir ganz entspannt in unserem kleinen Konvoi auf unserem reservierten Gruppenzeltplatz an. Das Terrain ist schnell abgesteckt und so kann die Party auch zeitnah anfangen. Wie der Abend weitergeht kann sich wohl jeder vorstellen, da stört auch der leichte Regen nicht mehr, zumal wir gerade noch rechtzeitig unsere Plane gespant haben.

Der Mittwochmorgen beginnt sonnig und angenehm warm. Nach einem leichten Frühstück ist dann auch schon wieder Zeit, etwas für den Flüssigkeitshaushalt zu tun. Das ist bei so einem schönen Wetter natürlich extrem wichtig. Kurz nach Mittag mache ich mich dann auf den Weg, als letzter von uns, mein Bändchen zu holen. Mit diesem einfach klingenden Vorhaben beginnt dann auch schon meine Odysee. Denn schon das Verlassen des Campinggeländes ist eine enorme Hürde, da es in diesem Jahr zum ersten Mal Kontrollen bereits an den Ausgängen vom Campground gibt, was sicher irgendwie sinnvoll ist. Nur sollte man den Sicherheitskräften mal erklären, dass es auch Metaller gibt, die auf dem "normalen" Campingplatz zelten und trotzdem dann noch zu der Pressestelle am Ortseingang müssen. Die Aussage: "Ohne Bändchen kommst Du nicht vom Campinggelände", weckt mein Diskussionspotential. Leute, wie soll das funktionieren, wenn ich auf dem Weg zu meinem Bändchen bin? Da beisst sich die Katze in den eigenen Schwanz, oder? Nach längerer Unterhaltung werde ich dann zum nächsten Eingang verwiesen, also weiter geht die Reise. Aber auch am nächsten Ausgang ist die Aussage die gleiche. Ab zum nächsten Ausgang- andere Security, gleiche Aussage. Langsam verzweifel ich etwas und meine Laune ist auf dem Tiefpunkt, noch bevor das Festival begonnen hat. Als nächstes halte ich dann einfach mal eines der Metal Guards Fahrzeuge an und klage mein Leid. Doch die beiden Jungs haben eine Lösung parat und fahren mich dann wirklich in den Ort. Wahnsinn- an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an die beiden hilfsbereiten Sicherheitskräfte. Ohne sie würde ich wohl immer noch auf dem Gelände herum irren. Nach einem kurzen Fussmarsch komme ich dann wirklich an der Bändchenausgabe an und habe in kürzester Zeit meine Zugangsberechtigung. Die Laune steigt langsam wieder und so entschliesse ich mich mal dazu einer Runde durch das Dorf zu machen. Heutzutage macht wohl jeder Einwohner mit diesem Wochenende Umsatz. Also teste ich mal die ein oder andere Bierstelle an. Mittlerweile ist auch schon Nachmittag geworden und ich bin mal gespannt, was in unserem Camp in meiner Abwesenheit passiert ist. Die letzten aus unserer Truppe sind auch eingetrudelt und das grosse Hallo beginnt. Schon ist auch der Mittwoch rum. [ts]


Donnerstag, 01.08.2013

Von einem kräftigen Regenschauer wurde ich an diesem Tage geweckt. Schnell wurde mir bange das der Platz wieder aufweichen könnte und die Verhältnisse des letzten Jahres wieder Einzug halten würden. Auf meinem Weg über den Platz waren auch einige Schlüsselstellen schon sehr bedenklich. Aber halbwegs trockenen Fußes kam ich wieder zurück. [tr]

Meine erste Band an diesem Tag ist dann die Kanadische Speed/Thrash Metal Band Annihilator. Doch schon am Bierstand dann der nächste Tiefschlag- die Biere sind kleiner geworden und somit teurer. Dann muss ich jetzt also mehr trinken, oder? Egal, den schon legen die Jungs um Jeff Waters mit "Smear campaign" vom neuen Album Feast und "King of the kill" vom gleichnamigen Album richtig los. Geil, das drückt schön im Gesicht. Dann geht es mit Klassikern wie "Set the world on fire", "The fun palace" und "I am in command" in die Vollen. Merkwürdig dann auch die Aussage von meinem Nachbarn: "...Müssen die soviel alte Sachen spielen...?"- Kurze Antwort: JA, natürlich müssen die das! Dann muss der Kollege auch mit "No zone" und als krönenden Abschluss das grandiose "Alice in hell"weiter leiden. Schon ist eine Stunde um- Schade, den mir hat es gefallen.

Annihilator auf dem Wacken Open Air 2013
Annihilator

Bei den UK Rockern von Thunder machen wir dann gleich mal eine Pause, denn im Anschluss geht es mit einer wirklichen Legende weiter. Die englischen Rocker von Deep Purple geben sich die Ehre. Los geht es mit "Highway star", "Into the fire" und "Hard lovin' man". Unglaublich was die fünf Jungs noch für eine Power haben. Da können sich einige jüngere Bands ne Scheibe von abschneiden. Absoluter Wahnsinn! Nach "Strange kind of woman" und "Contact lost" darf dann Gitarrist Steve Morse in einem Solo sein Können zeigen. Wirklich geil und der Orgel- und Gitarrenteppich fabriziert eine Gänsehaut, die ich schon seit langem nicht mehr hatte. Weiter geht es mit Hits wie "Hell to pay", "Lazy" und "No one came", bevor dann auch Tastenquäler und Jon Lord Nachfolger, Don Airey seine Talente in einem Solo präsentieren kann. Langsam aber sicher geht es dem Ende entgegen und dann ist nach "Space truckin'" und dem weltberühmten Hit "Smoke on the water"mit Gastgitarrist Uli John Roth auch erstmal Schluss. Deep Purple haben es geschafft, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben dastehe und völlig ergriffen Tränen in den Augen habe. Als Zugabe gibt es dann noch zwei Coversongs: "Green onions" von Booker T. & The MG´s und "Hush" von Billy Joe Royal, bevor dann mit "Black Night" nach Neunzig grandiosen Minuten alles vorbei ist. Das ist wirklich eine "Night to remember".

Respekt! Der Platz bei Rammstein ist bis zum Bersten gefüllt. Auf das Gelände kommt schon lange keiner mehr, so das einige die Show nur auf den Leinwänden verfolgen können. Till Lindemann und seine Band fahren großartige Pyro Effekte auf und der Bühnenaufbau ist schier gigantisch. Die Band passt auf eine solche Bühne wie die Faust aufs Auge. Überall im Publikum feiern die Leute ausgelassen die Songs von „Asche zu Asche“, „Mein Teil“, „Du hast“ bis hin zu „Ich will“ ab. Bis zur Zugabe lies man alle gespannt warten ob der Heino Auftritt tatsächlich zu Stande kommt. Bei „Sonne“ war es dann soweit, Till kündigte einen sehr speziellen Gast an, der dann tatsächlich in rotem Jacket und wie üblich mit Sonnenbrille auf der Bühne stand. Zusammen performten Sie den Song im Duett bis Heino anschließend unter großem Beifall wieder nach hinten verschwand.

Rammstein auf dem Wacken open Air 2013
Rammstein

Bei den ganzen abgefeuerten Hits fällt es dann am Ende noch nicht mal ins Gewicht das ein Song wie „Engel“ nicht zum Zuge kam. [tr]

Setlist Rammstein auf dem Wacken Open Air 2013:

  1. Ich tu dir weh
  2. Wollt Ihr das Bett in Flammen sehen?
  3. Keine Lust
  4. Sehnsucht
  5. Asche zu Asche
  6. Feuer frei!
  7. Mein Teil
  8. Ohne dich
  9. Wiener Blut
  10. Du riechst so gut
  11. Benzin
  12. Links 2-3-4
  13. Du hast
  14. Bück dich
  15. Ich will
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  16. Mein Herz brennt
  17. Sonne (im Duett mit Heino)
  18. Pussy

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