18. Juni 2018


           
With Full Force

 

 

 
         
 

Bericht

Am: 04.07. - 06.07.2014
Anlass: With Full Force auf dem Flugplatz Roitzschjora
Autoren: Torsti

Epilog

Keine Frage, das With Full Force entlockt mir bereits Wochen im voraus ein freudiges Grinsen. Nachdem in diesem Jahr alles, nahezu perfekt lief und wir am Donnerstag Abend in Roitzschjora eintrafen hätte es kaum besser sein können. Nur diese gesperrte B100 sorgte auch dieses Jahr wieder dafür, dass die Anreise mit kleinen Umwegen statt fand.

Der Freitag Morgen begann, wie es der Wetterbericht vorhergesagt hatte, mit strahlend blauen Himmel und Temperaturen im hohen 20° Bereich. Nachdem die ersten Vorräte weggegrillt bzw. Weggetrunken waren machten wir einen kleinen Ausflug zum See. Das Gefühl, den Körper einmal auf ein erträgliches Temperaturniveau herunter gekühlt zu haben sorgte bis in den Abend hinein für zusätzliche Energie.

Freitag 04.07.2014

Pünktlich zu Kataklysm erreichten wir das Open Air Gelände, das in diesem Jahr an einigen Stellen optimiert wurde. Die Kanadier macht von Beginn an klar, das man keine Gefangenen machen will und donnerten mit "Crippled and broken" und "Shadows and dust" zwei Schwergewichte in den Moshpit. So angenehm der Wind auf der Haut auch war, desto schwieriger war er für Soundmischer, viele Höhen waren leider vom Winde verweht, aber für den Umstand kann ja leider niemand etwas. Wer Maurizio Iacono und seine Jungs Live sieht spürt eine enorme Energie und egal ob es ältere oder neuere Songs sind, die vier versprühen stets höchste Spielfreude.

Für einen echten Farbtupfer auf jedem Festival Billing sorgen Skindred, die mit ihrem Reaggea Metal immer ordentlich Menschen vor die Bühne ziehen. Wer den Rhytmus im Blut verspürt, kann bei den Briten einfach nicht still stehen, die Beats der Songs reißen einen mit und der gute Laune Pegel steigt ins unermesslich.

Skindred auf dem With Full Force 2014
Skindred

Leider überträgt sich diese gute Laune nicht auf das im Anschluss anstehende Deutschland Spiel. Das 1:0 gegen die Franzosen im WM Virtelfinale war zwar recht schön, allerdings fiel der Monitor, um den wir uns versammelten, nach 2 Minuten komplett aus. Bei dem Versuch vor einer der großen Leinwände einen vernünftigen Platz zu ergattern scheiterte aufgrund unseres späten eintreffens kläglich.

Im Stechschritt ging es während der Halbzeit zurück ins Camp wo uns ein Handy mit LTE Empfang und mein Laptop mit dem Livestream versorgte, dieser war zwar 45 Sekunden hinter dem Kommentar, den wir von der Hauptbühne hörten, aber besser als nix.

Nach dem Sieg hieß es dann wieder flitzen um pünktlich bei Callejon aufzuschlagen. Die Rheinländer waren gerade dabei Ihr Fettes Brot Cover "Schwule Mädchen" zu spielen als wir auf deutschlands härtestem Acker aufschlugen. Mit 50 Minuten Spielzeit ist das Programm schon recht kurz, jedoch haben die Jungs ein Gespür dafür eine packende Setlist zusammen zu stellen. Mit "Porn from Spain" und "Porn from Spain II", "Lass mich gehn", dem Die Ärtze Cover "Schrei nach Liebe" und meinem sowie Sänger Bastian Sobtzicks Lieblingssong "Kind im Nebel" reihte sich ein Highlight an das nächste. Da störte es auch weniger das die Jungs auf so großen Bühnen noch an Ihrer Präsenz arbeiten müssen.

Callejon auf dem With Full Force 2014
Callejon

Mit Bühnenpräsenz haben Jamy Jasta und seine Musiker von Hatebreed keine Probleme. Gewohnt prollig und Suverän gingen die New Yorker zu Werke. Die Massen ließen sich mitreißen und es brauchte keine Große Anstrengung das Publikum in Extase zu versetzen. Der Platz war so enorm voll, das man heute schon fast davon sprechen kann, das hier wohl eine neue Rekordbesucher Marke erreicht wurde. Trotzdessen hatte man von überall aus eine gute Sicht und man kam ohne Probleme in nahezu jeden Bereich des Open Air Geländes. Bis in die hintersten Reihen wurden "I will be heard" und "Live fo this" abgefeiert.

Volbeat hatten anschließend keine Probleme an das Qualitätsniveau anzuknüpfen. Je erfolgreicher die Band wird, desto mehr versucht Michael Schøn Poulsen seine Metal Wurzeln in den Fokus zu rücken. So fällt als allererstes auf, das anstatt Anzug und Weste heute eine Kutte seinen Oberkörper zierte. Würde ich es nicht besser wissen, hätte das ein wenig den Anschein als wäre das aufgesetzt, doch wer seine Vergangenheit kennt, der weiß das dem nicht so ist.
Der Opulente Bühnenaufbau und die Show sind einem Headliner Slot angemessen. Hits hat die Band in den Jahren ja bereits am Stück produziert und vom Musikalischen Ausdehnungsfeld zieht Volbeat vom Black Metaller bis zum Post Core Freak alles an was zwei Ohren hat. Songs brauchen an dieser Stelle kaum erwähnt werden, denn eigentlich kennt Sie jeder.

Volbeat auf dem With Full Force 2014
Volbeat

Die Wärme und der wenige Schlaf forderten mich da, wo sonst die Knüppelnacht bis in die frühen Morgenstunden zum wachbleiben animiert, zur Aufgabe. Die einzige Band die mich gereizt hätte (Grand Supreme Blood Court) spielte erst um 03:10 Uhr und das war heute für mich

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