ATTTAAAAAACCCKKKE!!!Zwei Jahre nach der viel versprechenden EP "Coronary Reconstruction" werfen uns die belgischen Gore-Deather und die Könige des Blasts ABORTED nun mit "Global Flatline" ihre neue Schlachtplatte vor die Füsse!
Los gehts mit einem Carcass-ähnlichem Intro, bevor der Titeltrack vorerst schleppend aus den Boxen quillt, aber dann gibt es sofort auf die Mütze. Und das ist verdammt gut so! Hinzu kommt der vielseitige Gesang von Frontmann Svencho, der dieses Mal sehr variabel ausgefallen ist, wo ihm auch Sangeskollegen von The Black Dahlia Murder und Rotten Sound unter die Arme greifen. Unterstützt von der sehr gelungenen Produktion, die insgesamt meiner Meinung nach noch eine Spur fetter sein könnte, knallen dabei Stücke wie "The Origin Of Disease" [mit sehr druckvollem Mittelteil] oder auch das fast an rotzigen Death 'n' Roll erinnernde, groovende "Of Scabs And Boils", dass es eine wahre Freude ist, während bei den ruhigen, düsteren "Expurgation Euphoria" bzw. dem abschließenden Überflieger "Endstille" zudem Neuland betreten wird und die wohl langsamsten Songs der Bandgeschichte vorliegen. Etwas stört, dass mit "From A Tepid Whiff", "Grime" und "Coronary Reconstruction" gleich drei Songs der EP neu aufgenommen und auf die Scheibe gepackt wurden. Deswegen ist die Limited Edition der CD zu empfehlen, da mit "Nailed Through Her Cunt" und "Eructations Of Carnal Artistry" zwei Neuaufnahmen von "Engineering The Dead" als Bonus aufgenommen wurden. Da gibt es dann etwas mehr geboten.
Doch sei's drum, denn die Qualität von "Global Flatline" mindert dies keinesfalls, da ABORTED wieder Nägel mit Köpfen machen und die durch die EP geweckten Hoffnungen ordentlich erfüllen. Live gefällt mir die Band noch einen Zacker besser, aber dennoch keinen Grund zu mosern. Von mir gibt es 7 Gabeln mit einer Tendenz nach oben.