Die Franzosen von Merrimack sind im Black Metal Sektor für Kenner schon
lange keine Unbekannten mehr (auch hierzulande mit dem Gig beim Party-San
Open Air 2010) und auch das mittlerweile vierte Album "The Acausal Mass"
weiß von vorne bis hinten komplett zu überzeugen. "The Acausal Mass"
bietet so ziemlich alles, was man von einem modernen Black-Metal-Album
erwartet: Härte, guten Sound und einen Schuss Progressivität.
Aufgenommen wird die CD in den Necromorbus Studios in Stockholm, wo auch
schon Watain, Rev 168, Valkyrja oder auch Deströyer 666 ihre Scheiben
aufnehmen. Der Sound ist der Hammer und auch der dadurch entstandende
schwedische Touch passt super in das Gesamtbild der Franzosen.
Mit Knüppelintro zum Anfang und mit "Arousing Wombs in the nine Angels Pleroma" startet das Album doch mit
wahrlich fiesem Geprügel, welches nicht zuletzt an Szenegrößen wie Marduk
oder Dark Funeral erinnert. "Beati Estis Cum Maledixirint Vobis" war der
erste Song, der im Netz veröffentlicht wurde und die progressiv
angehauchte Seite der Band wunderbar aufzeigt. An dieser Stelle können
auch Fans von Secrets of the Moon mal ein Ohr riskieren. Der Hammersong
des Albums schlechthin ist für mich "Abortion Light", wo auch Mortuus von
Marduk sein fieses Organ dem Song auch noch zusätzliche Morbidität
verleiht. Hammer!
Im Bereich des modernen Black Metal dürften Merrimack mit diesem Album
weit kommen – ist es doch vielschichtig, detailverliebt und dennoch nicht
über die maßen kompliziert oder gewollt progressiv. Das Album zündet
meiner Meinung nach nicht beim sofortigen Hören, dafür ist es mit zuvielen
kleinen Details verarbeitet worden. Ich zücke hier 9 heisse Frittengabeln
für eines der besten Black Metal Werke in diesem Jahr.