Ach was war die letzte Scheibe von In Mourning doch für ein Prachtexemplar. Die ultimative Prog-Death Abfertigung „Debris“ gehört zu meinen absoluten Lieblingstiteln.
Nun legten uns die Schweden vor ein paar Wochen den Nachfolger The weight of oceans vor die Nase. Nach etlichen Durchläufen ist mir bis dato kein Song richtig im Kopf hängen geblieben. Die Songs sind über weite Strecken sehr ruhig und plätschern nur so vor sich hin. Die wenigen Momente in den das Fahrtempo tüchtig erhöht wird und die Growls Ihre absolute Inbrünstigkeit erreichen sind derbe genial.
Auf der letzten Scheibe war gerade dieses viele auf und ab, Tempowechsel hier, Breakdown da, dass was den Reiz ausmachte. Ein durchweg guter Song ist in meinen Ohren „Convergence“, er schafft aber auch nicht annähernd an die Qualitäten von Monolith heranzukommen. Gerade zum Ende hin nimmt The weight of oceans noch mal Fahrt auf, obwohl man beinahe noch drüber nachdenken muss dem Album nicht einen Doom Stempel aufzudrücken.
Sicher haben In Mourning hier eine gute Scheibe vorgelegt. Die Produktions bietet nichts zu mäkeln, nur das Songwriting ist mir zu verspielt und sphärisch. Das mir nach diversen Hördurchgängen kein Song wirklich aufgefallen ist muss ja auch nicht das schlechteste bedeuten. Trotzdem hängt das Album weit hinter meinen Erwartungen zurück und geht lediglich mit 7 Pommesgabeln ab zum Tauchgang.