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18. Juli 2026
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Review |
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Agresiva - Eternal Foe |
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Schön zu sehen und zu hören, dass es auch positive Nachrichten aus dem Lande des Stierkampfes gibt. Muss ja ehrlich gestehen, dass Spanien bislang eher ein weißer Fleck auf der Metal-Landkarte für mich war. Doch dieses Jahr haben mich gleich zwei Bands eines besseren belehrt. Im Mai waren es die Thrasher von Angelus Apatrida, die mich auf der 3 Inches Of Blood Tour mit ihrer Power vom Hocker gehauen haben. Vor einigen Wochen dann das nächste Highlight. Im Holländischen Hoorn, auf dem Metal Maniacs Festival, gaben sich die Thrasher Agresiva kurzfristig die Ehre. Auf den ersten Blick, würde man die Band aufgrund des Samaurai Kriegers und des Logos auf dem Cover, wohl eher in die Fernöstliche Schublade schieben. Fehlanzeige, denn das Quintett kommt direkt aus der Spanischen Hauptstadt. Agresiva sind gerade mal vier Jahre am werkeln und haben im März diesen Jahres ihr Debütalbum Eternal Foe selber veröffentlicht. Zu beginn gibt es erstmal ein schönes Instrumental-Intro, dass "Nocturnia" betitelt ist. Weiter geht es mit "Pale Horse (Red D'eath)". Sehr schön Old schoollastig das ganze und Samuel G San José trotzt mit seinem hohen, klaren Gesang jeglichen modernen Trends. Sehr erfrischend, mal eine Thrash Metal Scheibe zu hören, die nicht nach Slayer klingt. "Hell Town" geht mächtig vorran und reißt einen schnell mit seinem Refrain mit. Nach dem ersten Mal ertappe ich mich, wie ich mitsinge. Live übrigens auch echt ne geile Nummer. Immer noch sucht man vergebens nach Trendmusik- Old school soweit das Ohr reicht. Was aber nicht bedeutet, dass Agresiva verstaubt oder altbacken klingen. Ganz im Gegenteil- frisch und kraftvoll dröhnen die clever strukturierten Songs aus den Boxen. "The End of the game" ist einer von zwei Songs des 2010er Demos Sent to war. Auch dieser Track fräst sich abwechslungsreich in die Gehörgänge. Der Titeltrack überzeugt durch rythmische Midtempostrecken und lädt zum Nackenmuskeltraining ein. "Sent to war" ist dann logischerweise die zweite Nummer vom Demo. Auch hier gibt es akkustisch ordentlich auf die Fresse und der Chorus Refrain ist eine Macht. Ebenso die geilen Gitarrenstrecken, die keine Wünsche offen lassen. Der letzte Song "Betrayer" ist mit über sechseinhalb Minuten der längste Track des Albums. Mein Silberling enthält noch einen Bonustitel: Eine zweite Version von "Hell Town (En el infierno)" mit Radio-in und outro, Gastmusiker und auf spanisch, was den Track noch agres(s)iva macht als die englische Version. Geile Scheibe, die Spaß auf mehr macht. Agresiva haben mit Eternal Foe einen gute Silberling, für Kuttenträger und alle die es werden wollen, gemacht. Die Jungs haben hiermit eindrucksvoll gezeigt, dass Old school frisch und locker klingen kann und der Metal lebendiger ist, den je. Abwechslungsreich und trotzdem straight nach vorne. Diese Band sollte man auf jeden Fall im Auge behalten. Bewertung: by tino
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