Aus Skandinavien kommen traditionell, mit einigen Ausnahmen, regelmäßig Metal-Walzen auf uns zugerollt. Setzt sich nun so eine Walze aus Ex-Mitgliedern diverser Metallgrößen zusammen, ist dies schon einmal eine gute Voraussetzung. Diese Voraussetzung bringen The Resistance allemal mit. Mit Jesper Strömblad und Glenn Ljungström zupfen gleich 2 Ex-Mitglieder von In Flames an den Gitarren. An den Drums hat man mit Chris Barkensjö (Ex-Kaamas) auch keinen unerfahrenen Mann sitzen. Komplettiert wird das Quintett von Marco Arno, der seine Stimme bereist The Haunted zur Verfügung gestellt hat und Claudio Oyarzo am Bass.
Ihr meint, das Ganze klingt jetzt nach einer guten Mischung? Das ist es auch! Haben die Fünf ihre Wurzeln überwiegend im schwedischen Death Metal, bewegen sie sich auf Scars sehr Genre übergreifend. Die Band sagt über sich selber: „The band consists of... Ah, common, FUCK THAT SHIT. You're bored of reading these stupid band info sheets. Thanks. So are we!“ und das trifft es.
Bereist beim Opener „Clearing the slate“ treffen typischen Death-Metal-Parts auf modernen Hardcore. Erinnern die Drums und Riffs doch sehr an Old School Death aus dem Land der Möbel so wird das ganze mit Breakdowns an passende Stelle in die Moderen geholt. Dieses Prinzip der Genre-Symbiose behalten The Resistance stetig bei. Dem Hörer wird eine feine Mischung harter Klänge geboten, die bestimmt viele Geschmäcker gleichermaßen befriedigen wird – also meinen auf jeden Fall. Bin ich doch Freund der alten Schule, so liebe ich die Moderne und wenn man mir Beides auf diese Art präsentiert geht mir das Herz auf!
Ich empfinde das Album an keiner Stelle langweilig, obwohl sich einige Riffs doch wiederholen. Dies wird aber mit Doublebase-Salven und einem gepflegten Breakdown an richtiger Stelle wieder wettgemacht. Eine menge livepotenzial hat Scars auch zu bieten. Nehme man(n) zum Beispiel „I blend – you break“, welches zu „one finger and a fist“ aufruft und einfach nur Spaß macht. Der Breakdown am Ende des Songs verursacht unvermeidliches Kopfnicken.
Alles in allem liefern The Resistance ein super Debüt ab (die EP mal ausgenommen). Die Langrille lässt darauf hoffen, dass hinter den Mitgliedern nicht bald Ex-Resistance steht. Ehrlich verdiente 8 Gabeln für den Widerstand aus Skandinavien.