Dass man den Hardcore auf viele Arten spielen kann ist wohl jedem Bekannt. Gehen die Wurzeln desselbigen auf den Punk zurück, so wachsen die Ausleger immer stärker in den Metalbereich. Nicht selten geben HC-Bands Einflüsse wie Metallica oder andere Thrash-Legenden an. So ist es auch bei Alpha & Omega. Die Mannen aus L.A. haben sich außer von der genannten Legende noch von Walzen wie Crowbar oder Cro-Mags beeinflussen lassen. Auf ihrem neusten Longplayer „No rest, no peace“ kann man all diese Einflüsse hören und es hört sich verdammt gut an.
Das Album startet mit „Sink“, einem Hardcore-Brett welches sich gleich zum Beginn des Ganzen im Gehörgang festsetzt. Beim Titeltrack „No rest, no peace“ wird das Tempo noch einmal erhöht. Die Riffs erinnern stellenweise stark an Metallica, aber bevor die Jungs abdriften kommen die HC-Elemente wieder zum Tragen.
Alpha & Omega nehmen all ihre Einflüsse und lassen sie mit in die Songs einfließen. Man hört, dass alle Bandmitglieder gleichermaßen am Schreibprozess der Lieder beteiligt waren. Es zieht sich kein roter Hardcore-Faden durch das Album. Man wird immer wieder von Tempowechseln oder melodischen Parts überrascht. Teilweise kommt sogar ein Hauch von Stoner Rock oder Doom ans Licht. Die ganze Abwechslung paart sich dann mit den Altbewerten Elementen des Cores wie Breakdowns, 2-Step-Passagen und Doubelbass. Das Ganze habe A&O dann wunderbar zu einem Gesamtpaket geschnürt.
Das Album wirkt lange nicht so gemischt und chaotisch wie es mein Text vermuten lässt. Es handelt sich um ein großartiges Hardcore-Metal Album, welches sich wunderbar hören lässt und durch seine Vielfältigkeit nicht langweilig wird. Leider knackt trotz aller Kreativität nur einer der 10 Songs die 3 Minuten Marke, so ist „No rest, no peace“ in rekordverdächtigen 26min. durchgehört, was ein wenig schade ist.
Trotz der kurzen Spielzeit weiß das Album zu überzeugen. Die 26min. lassen nicht viel Platz für Fehler und A&O machen glücklicherweise auch keinen. Fettes Album und mir 8 Gabeln wert.