Trotz der letzten, sehr schweren Monate in der Karriere von Motörhead haben es Lemmy und seine Jungs mal wieder geschafft ein Album fertig zu stellen. Von den gesundheitlichen Strapazen des Frontmannes hört man glücklicherweise nichts.
In typischen Rockern wie „Heartbreaker“, „End of time“ oder „Queen of the damned“ röhrt Lemmy wie man es von ihm gewohnt ist. Diese Nummern fügen sich in die bisherige Motörhead Diskographie nahtlos ein. Aus dem gewohnten Raster brechen aber dafür „Lost women blues“ (wie schon der Titel vermuten lässt, sehr blusig) und „Dust and glass“ mit einer, für Herrn Kilmisters Verhältnisse, butterweichen Stimme. Wer jetzt denkt -Oh bitte nicht-, dem sei die Angst vor diesem Experiment gleich ausgetrieben, denn die Songs lockern das Album etwas auf ohne den Hörer zu überfordern. Die Dosierung ist gerade genug um spannend zu bleiben und zu zeigen das Motörhead auch nach über 30 Jahren immer noch innovative Musik erschaffen können.
Aftershock kann sich mit den besten Alben der Bandhistorie messen, wo es sich letztendlich einordnen wird werden die nächsten Jahre zeigen.
Für das hier und jetzt gibt es mal solide 8 Gabel und ein herzliches „Get well, soon Lemmy!“