Meine lieben Damen und Herren der hartmetallischen Klänge, ich erzähle sicher nichts neues wenn ich Accept mit ihrer neuen Platte Blind rage mal wieder gen Himmel jubeln muss. Das die Truppe seit zwei Alben Hits am Stück produziert ist ein offenes Geheimnis. Das neues Werk reiht sich da nahtlos ein. Die Trademarks, die das deutsche Teutonenstahl Flaggschiff zu dem gemacht hat was Sie sind, werden auch hier gekonnt miteinander verknüpft.
Einen kleinen Kurswechsel hat man in der lyrischen Abteilung vollzogen und hat den Kriegsthematiken etwas abgeschworen, allein wegen der tollen Umsetzung von „200 years“ hat sich das schon vollkommen gelohnt. Der Song packt einen nicht nur musikalisch, sondern trägt auch eine unmissverständliche Message. Der Planet hätte es ohne uns deutlich besser. Aber wir sind nun mal da und bekommen mit „Dying breed“ auch gleich eine Metaller-Hymne geliefert, die uns künftig in der Szene noch näher beieinander stehen lässt.
Egal ob Midtempo („The curse“) oder dem Stampfer „Stampede“, Accept machen auf Blind rage alles richtig. Mark Tornillo liefert wieder eine Gäsehaut-Gesangs-Performance und die Saitenfraktion um Hoffmann und Baltes sind ohnehin über jeden Zweifel erhaben.
Hoffen wir das „The final journey“ (mit einem unnachahmlichen Accept Solo) nicht wirklich ernst zu nehmen ist und die Band noch viele Jahre in dieser Formation Spaß hat und weiter solche Platten aufnimmt! 9 Gabel!