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18. Juli 2026
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Review |
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Alter Bridge - One day remains |
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Das mit Alter Bridge bereits wenige Monate nach der Auflösung der Alternative Superstars Creed das erste Nachfolgeprojekt in den Startlöchern steht ist erfreulich, wenn auch etwas überraschend. Die Ex- Creed Recken Mark Tremonti ( Gitarre ), Scott Phillips ( Drums ) und Brian Marshall ( Bass ) haben sich mit Myles Kennedy ( Ex-Mayfield Four ) einen Sänger geangelt, der im Vergleich zu seinem quasie Vorgänger Scott Stapp nicht nur weitaus abwechslungsreicher agiert, sondern gottlob auch weniger pathetisch ans Werk geht. Überhaupt muß man der Band eine weitaus größere Bandbreite bescheinigen. Auf „ One Day Remains „ wird erfrischend hart gerockt. Bereits der groovende Eröffnungsrocker „ „ Find the Real „ besticht durch klassisches Riffing, einen tight daherkommenden Rhythmus und hymnischem Refrain. Bereits hier zeigt sich das unglaubliche Stimmvolumnen von Kennedy, dessen Gesangslinien größtenteils etwas höher angelegt sind, als dies noch bei Stapp der Fall war, der aber, im Gegensatz zu eben jenem, auch in der Lage ist, den nötigen Drive ( sprich: Dreck ) in die Stimme zu legen, wenn der jeweilige Song danach verlangt. Bestes Beispiel hierfür: Das, aufgrund des schleppenden Songaufbaus und der fast in doomige Regionen driftenden Melodik gar an Black Sabbath erinnernde, „ Watch you Worlds „. In knapp über 5 Minuten beweist der Mann, dass es sehr wohl möglich ist, zwischen stoischem, manchmal etwas ( gewollt ) eintönigen Vocals und einer unglaublich melodischen Bridge im besten Sinne hin und her zu pendeln, ohne in irgendeiner Weise konstruiert zu klingen. Gekrönt wird dieser Song durch einen fast schon progressiv zu nennenden Songaufbau, der zwar einige Hördurchgänge benötigt, um zu zünden, aber gleichzeitig auch die große songwriterische Klasse der Jungs unter Beweis stellt. Die obligatorischen Balladen fehlen natürlich auch nicht, kommen aber glücklicherweise zu keinem Zeitpunkt so kitschig daher wie in der Spätphase von Creed ( man denke nur an „ With Arms wide Open „. Grausam ! ) sondern haben immer die notwendige Härte, um auch den Rockfan zufrieden zu stellen. Namentlich sei hier auf die erste Single „ Open your Eyes „, das mit einem virtuos eingestreuten Gitarrensolo garnierte „ Broken Wings „ ( im übrigen der einzige Song, der stark an die Vorgängerband erinnert und auch auf „ Human Clay „ nicht aus dem Rahmen gefallen wäre ) sowie der herrlich kitschfreien, weil mit Druck und viel Energie ausgestatteten „ Down to my Last „ erwähnt, die einem bereits nach einem Durchlauf nicht mehr loslassen. Das ist, in positivem Sinne, kommerzielle Musik mit Niveau. Und das die Jungs nicht nur gut rocken und beschaulich agieren können, beweist „ Metalingus „, dass sogar Einflüsse des Heavy Metals in den eigenen Sound einbringt und, neben dem mitgröhlkompatiblen Refrain, gegen Ende aufgrund des stakkatoartigen Riffs gar an alte Megadeth Tage erinnert. Produktionstechnisch ist natürlich alles im grünen Bereich, wobei darauf Wert gelegt wurde, nicht zu viele Ecken und Kanten wegzupolieren, um die Härte und Dynamik nicht zu weit in den Hintergrund treten zu lassen. Alles in allem haben wir es hier mit einem zeitlosen, und qualitativ mehr als hochwertigen Album zu tun, welches, und das ist die eigentliche Überraschung, selbst das hervorragende Creed Debüt „ My own Prison „ locker in seine Schranken verweist und welches meiner Meinung nach die mit Abstand beste Veröffentlichung im Alternative Sektor seit Jahren darstellt. Vergesst die schwachen letzten Alben von Staind, Puddle of Mud und Konsorten, mit „ One Day Remains „ haben Alter Bridge diesem Stil den dringend notwendigen Tritt in den Hintern versetzt und Maßstäbe gesetzt, an dem sich von nun an sämtliche Bands werden messen lassen müssen. Eine Überraschung, die mehr als gelungen ist. Ganz klar, die Auflösung von Creed war, im Nachhinein gesehen, ein echter Glücksfall. Bewertung: by frank
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