Also eines steht einwandfrei fest: diese Finnen müssen verrückt sein! Zumindest ist mir keine Band bekannt, die es fertig bringt ihr erstes Album gleich vier mal zu veröffentlichen. Doch damit tue ich den Jungs sicherlich unrecht, denn auch wenn nicht wirklich irrsinnig viele Veränderungen aus den vergangenen Veröffentlichungen herauszuhören sind, so sind sie sich und ihrem Stil zumindest treu geblieben. Das würde sich wohl auch erst dann ändern, wenn eines Tages Sänger Jape die Band verlassen würde. Denn allein seine einprägsame Stimme macht schon den Großteil dieser großartigen Kapelle aus, so dass sie keinesfalls mehr wegzudenken ist.
So bleiben Stücke wie der Beginner "Autumn forever" oder das mit einem feinem Riff unterlegte "Chaotic me" gleich im Kopf hängen und rufen unweigerlich einen Wiedererkennungswert hervor, wie ich ihn mir nicht schöner vorstellen könnte. Keinesfalls unter den Tisch fallen lassen sollte man die mehr als gelungene U2-Coverversion "New years day", die sich zwar (wie so oft) nicht allzu sehr vom Original abhebt, doch definitiv die typischen To/Die/For-Trademarks beinhaltet und mich nicht so sehr in Schrecken versetzte, wie noch das Sandra-Cover ("In the heat of the night") vom Debüt (All eternity).
Mit dieser Scheibe ist man jedenfalls bestens bedient, wenn man in dem Genre nichts gegen feinste Keyboardspielereien hat, die sich perfekt mit knackigen Gitarrenriffs paaren und auch gegen HIM (ich hasse diesen Vergleich, aber...) nichts einzuwenden hat.
Einzig Track sieben ("No turning back") geht mit dem nervigen "Sirenenton" tüchtig auf die Nüsse, was allerdings der Nachfolger "Fragmented" locker wieder gerade biegt!
Darum kann ich auch bedenkenlos mit neun Stechern zupieken.