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18. Juli 2026
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Review |
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Mord - Morde |
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Als weltoffener, nahezu alles hörender Metaller, wage ich mich an dieses Review, wobei mir das Cover schon eine der übelsten Gänsehäute vermittelte, die mich jemals überkamen. Ein Blick darauf (auf das Cover) sagte mir schon gleich, worum es bei Mord geht: Derbster Black-Metal oder, um es mit der Info zu diesem Album auszudrücken, "wütend herausgedroschene Exekutionshymnen pechschwarzen Metals"! Und das hätte ich selbst nicht besser formulieren können. Inzwischen habe ich die CD unfassbar oft gehört doch der richtige Zugang dazu scheint mit rostigen Schlössern verhangen zu sein. Wenn ich sage, daß die Mucke sehr zornig klingt, so ist das nicht sehr weit hergeholt, bestehen die Member der Band doch ausnahmslos aus den selben der Combo Zorn, die ebenfalls recht kompromisslos zu Werke geht. Die Nachfrage scheint bei Mord sehr groß gewesen zu sein, war doch ihre erste Single bereits nach drei Wochen restlos ausverkauft. In Anbetracht des Sounds des mir vorliegenden Langeisens, wage ich die Annahme, daß das eine eher kleine Auflage gewesen sein musste. Was mir hier um die Ohren brezelt klingt schwer nach Demomaterial. Kein fetter Klang ist den Boxen zu vernehmen, überverzerrtes, Genre übliches, Gitarrengeschräddel dafür umso mehr. Die Drums rummsen zwar nicht so blechernd wie bei Metallicas letzten Lebenszeichen, doch dafür ziemlich untersteuert. Ein Bass kann man höchstens erahnen. Kurz: Mit optimalen Abmischen wurde keine Zeit verschwendet! Das Ganze ist netter Black-Metal der älteren Schule. Schnell und ohne Rücksicht auf Verluste und trotzdem bekommt man manchmal Gelegenheit etwas zu verschnaufen, wenn die Gangart mal etwas gedrosselt wird ("Suicide by fire" - mein Anspieltipp). Ansonsten gibt es mächtig auf die 12 ("Necrophage") und das fast 48 Minuten lang. Solch lange Laufzeiten sind heutzutage recht rar und im Black-Metal auch eher selten! Wer also den urtypischen, ungeschliffenen Black-Metal für sich entdeckt hat, sollte bei diesem Mord-Debut sofort zuschlagen und wird bestimmt nicht enttäuscht werden. Da die Anno 2002 gegründeten Mord mit lieblichen Keyboards nix am Hut haben, sollten Dimmu oder Cradle-Fans lieber die Flossen davon lassen, es sei denn, der Durst nach "richtigem" Schwarzmetall ist größer... Da ich zwar nichts gegen gepflegten Black habe, doch sauberer Produziertes bevorzuge, gibt's verzerrte sechs (incl. Bonus wegen der Spielzeit) Pieker! Bewertung: by andy
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