Ein Jahr nach dem guten The Deathship has a new Captain legen The Vision Bleak ein neues Album nach. Hoch haben sich die beiden Musiker Konstanz und Schwadorf die Messlatte gelegt.
Bereits im Vorfeld versprachen die beiden das es sich bei Carpathia „um ein Mehr an allem“ drehen würde. Genau das ist ihnen auch gelungen. Bei der Scheibe handelt es sich um ein Konzeptalbum welches den Hörer an der Geschichte eines Geschäftsmannes teilhaben lässt. Damit beweisen The Vision Bleak ein weiteres Mal, das nicht nur ihre Musik fesselnd ist sondern auch die Geschichten die diese Musik begleiten.
Nach dem epochalen Intro „The drama of the wicked“ geht es mit der komplexen Musik los. Fette Gitarren Riffs haben die beiden Musiker kreiert, die im Gegensatz zum Vorgänger weniger in der schwarzen Ecke angesiedelt sind sondern mehr hin zur schwermetallischen Fraktion driften (Fans von Entombed oder ähnlichen Nord-Combos sollten mal ein Ohr riskieren). Zusammen mit Orchestralen Einflüssen und dem vorherrschenden, düsteren Gesang klingen die Songs nahezu unwiderstehlich. Ich brauchte allerdings etliche Rotationen der Scheibe bis ich das Material verinnerlicht hatte, doch wenn dieser Schritt erst mal getan, fällt es schwer die Scheibe beiseite zu legen. Nicht viel anders erging es mir mit dem Vorgänger.
Größtenteils legen The Vision Bleak ein höheres Tempo vor als auf dem letzten Release auch der Sound klingt noch eine Portion fetter. Für die kleine Überraschung sorgt der Track „Kutulu!“, dessen Refrain sich als wahrer Live-Gröhler erweist. Wenn sich das Album im Player entfaltet hat, dann klappt es. Hierfür sollte man aber etwas Zeit mitbringen.
Der Vorgänger gefiel mir allerdings eine Spurbreite besser, aber Carpathia ist ebenfalls ein Album welches nicht zu verachten ist. Dem eigenen Stil, den sich The Vision Bleak geschaffen haben, sind sie jedenfalls treu geblieben und konnten diesen weiter verfeinern. Schön so! Packen wir zu guter letzt dem Carpathia-Reisenden noch acht Gabeln mit ins Gepäck.