18. Juli 2026


           
Review

 

 
     
 
Schandmaul - Narrenkönig
 

Interpret: Schandmaul
Albumtitel: Narrenkönig
Erscheinungsjahr: 2002
Genre: Folk-Rock
Tracklist:
1.Walpurgisnacht
2.Das Seemannsgrab
3.Sichelmond
4.Dein Anblick
5.Die drei Prüfungen
6.Waldgeflüster
7.Der Spion
8.Die Zwei Brüder
9.Vogelfrei
10.Sonnenstrahl
11.der Kurier
12.Sturmnacht
13.Der Hofnarr
14.Der Wandersmann

Homepage:
www.schandmaul.com


Also, wer diese netten Bazis nicht kennt, sei es vom hören oder gar sehen, der hat wirklich etwas verpasst (so er denn diese Musik mag)! Schandmaul spielen allerfeinsten Folk-Rock, mit sagenhaften Texten. Beides gelangt samtweich ins Ohr und will dort auch gar nicht mehr hinaus, fühlt es sich doch da drinnen sauwohl. Während ihre Genrekollegen von In Extremo oder Tanzwut alles dafür tun, dass der Putz nicht lange an der Decke bleibt, so gehen Schandmaul doch eher besinnlicher zu Werke. Was bloß nicht heißen soll, dass die Schandmäuler nicht rocken können – das tun sie sehr wohl!!! Nur anders! Schon der Einlasser „Walpurgisnacht“ stellt dies sofort unter Beweis. Ebenso deftig geht’s bei „Der Kurier“ oder dem genialen Instrumental „Sturmnacht“ zu, um nur ein paar zu nennen. Für zarte Gemüter halten die sechs Spielleute auch etwas bereit. „Dein Anblick“ oder „Sonnenstrahl“ sind zum einem wunderschöne Balladen, als auch optimale Ergänzungen zu den restlichen Werken, die einem eine kurze Weile verschnaufen lassen, bevor es auch schon weiter geht. Textlich werden sagenhafte Geschichten (im wahrsten Sinne) dargeboten, die einen glatt zum träumen bringen. Als beste Beispiele erwähne ich hierzu „Das Seemannsgrab“, „Der Hofnarr“ und das Lied mit meinem Lieblingstext „Die drei Prüfungen“. Auf dieser CD (und auf den Vorgängern eigentlich auch, da sich nicht viel im Stil verändert hat) ist nicht zuletzt soviel Abwechslung, da die Instrumentierung sehr geschickt eingesetzt wurde. In dieser Beziehung geben sich Geige und Dudelsack, Akkordeon und E-Gitarre, Schalmeien und Flöten, Drehleier und Schlagzeug förmlich die Klinke in die Hand. (Hmm, selten blöder Satz, aber man weiß ja, was ich meine, oder?). Es macht auf jeden Fall unheimlichen Spaß, dieser Scheibe zuzuhören und in die Welt von Schandmaul einzutauchen. Und wer Schandmaul mal live gesehen hat, und Anna beim geigen zusah, der will am liebsten noch ganz woanders eintauchen! So, für diese freche Bemerkung lass ich mich nun ein paar mal von Waldesel (Insider) treten und „bestrafe“ mich zudem mit 24 Stunden Dauer-Schandmaul! Fazit: 14 Liedchen, bei denen nicht ein einziger Aussetzer auszumachen ist. Ergo: Satte 10 Pommesgabeln, allesamt mit einer Narrenkappe obendrauf!

Bewertung:


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