29. Mai 2024


           
Review

 

 
     
 
Sodom - Lords of depravity Pt. I
 

Interpret: Sodom
Albumtitel: Lords of depravity Pt. I
Erscheinungsjahr: 2005
Genre: Thrash-Metal
Tracklist:
DVD 1
Band History

DVD 2
Live:
01. Among the weirdcong
02. The vice of killing
03. Outbreak of evil
04. Masquerade in blood
05. The saw is the law
06. Remember the fallen
07. Die stumme Ursel
08. M-16
09. Napalm in the morning
10. Nuclear winter
11. Tombstone
12. Sodomized
13. Eat me!
14. Code red
15. Aber bitte mit Sahne
16. Der Wachtturm
17. Agent orange
18. Sodomy and lust
19. Witching metal
20. Ausgebombt
21. Ace of spades
22. Stalinhagel

Clips:
01. Ausgebombt
02. Silence is consent
03. Die stumme Ursel

Homepage:
www.sodomized.info


Endlich- endlich ist die langerwartete DVD der Thrash Legende Sodom am Start. Und da man so eine über 15 jährige Bandgeschichte nicht so schnell abhandeln kann, hat man gleich eine Doppel DVD daraus gemacht. Da auch diese 2DVD Box noch nicht reicht für das Lebenswerk um den kumpelhaften Frontmann Tom Angelripper, ist dies auch erst der erste Teil. Also wird es in Zukunft noch eine Lords of depravity pt.II geben.

Die erste DVD ist eine umfassende Zeitreise von den ersten Musikversuchen in den frühen 80ern bis ins Jahr 1995 zur Masquerade in blood. Es ist schon eine helle Freude für jeden Sodom Fan die Geschichte zu hören, wie Tom seinen ersten Bass auf seiner Mofa nach hause transportieren wollte. Das Instrument, von seinem kleinen Azubilohn gekauft, wurde ihm schließlich von der Verkäuferin mit Gaffa-tape auf den Rücken geklebt . Tom erzählt hier mit seinem charmant trockenen Humor, wie man von der schlechtesten Band Deutschlands zu Chartstürmern wurde. Fast alle Wegbegleiter Sodoms kommen hier zu Wort und erzählen die Geschichte der Band aus ihrer Sicht. Bei einigen Wegbegleitern ist die Vergangenheit wohl nicht spurlos vorbeigegangen, wie man etwa an Frank Blackfire sehen kann. Auch ehemalige Manager, Produzenten und Freunde kommen hier zu Wort und erzählen viele lustige Anekdoten aus der Vergangenheit. Für diese DVD öffnete man die Schatzkiste und lockert dabei die Geschichte mit viele Bild- und Videoausschnitte auf. Einfach eine geile Sache die alten Liveaufnahmen zu sehen. Die Bild und Tonqualität lassen teilweise doch zu wünschen , aber das macht das Ganze noch etwas ehrlicher. Auch an Jugenderinnerungen ist gedacht und so fuhr mir schon ein freudiger Schauer über den Rücken, Tom bei Adam Turttle in Metaller auf VIVA wiederzusehen. Weiß noch wie ich damals lange wach blieb um diese Sendung zu sehen und am nächsten Morgen dementsprechend müde aus der Wäsche guckte. So findet wohl jeder einen Teil seines Lebens auf der Lords of depravity wieder. Gehuldigt wird die härteste Band der Welt von einer Vielzahl Kollegen, wie beispielsweise Peter Tägtgren, Abbath, Mille, Lemmy, Chris Barnes und vielen mehr

Die zweite DVD zeigt Sodom von ihrer besten Live Seite. Hier findet man ein optisches best-of der Band von diversen Festivals. Sehr professionell gemacht und ein klasse Spiegelbild der Livequalitäten der Ruhrpott Thrasher. Natürlich dürfen da so große Erfolge wie "Outbreak of evil", "Der Wachturm", "Agent orange" und "Ausgebombt" nicht fehlen. Der Großteil der Liveaufnahmen stammen aus Sofia, Wacken und vom With full force. Des weiteren ist eine kleine (3) Clip collection auf diese Scheibe gebannt.

Das ganze kommt in einem hübschen Pappschuber daher und beinhaltet ein fettes, farbiges Booklet mit vielen Bildern, sowie die Doppel DVD in Dolby 5.1, deutsche und englische Untertitel in einem klasse Klapptray.

Als Fazit muß ich Tom mal ein riesiges Lob aussprechen, der hier mit viel Liebe zum Detail zu Werke gegangen ist und den Fan hier hautnah am Geschehen teilhaben läßt. Die Vergangenheit wirkt hier scheinbar zum Greifen nahe und das ist wohl das, was die Band immer ausgezeichnet hat und hoffentlich auch noch in langer Zukunft tun wird- nämlich die Fannähe. Lords of depravity ist für jeden Fan der härteren Metalfraktion ein absolutes Muß und sollte in keiner Sammlung fehlen, zumal auch das Preis / Leistungs Verhältnis hier mehr als stimmt. Das ganze Teil kommt auf eine Gesamtspielzeit von fast über fünfeinhalb Stunden! Da kann es nur eine Entscheidung geben: Alle Pommesgabel Daumen hoch.

Bewertung:


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