18. Juli 2026


           
Review

 

 
     
 
Thyrane - Travesty of heavenly essence
 

Interpret: Thyrane
Albumtitel: Travesty of heavenly essence
Erscheinungsjahr: 2005
Genre: Black-Metal
Tracklist:
01. Parasites of submission
02. Decay of christian empire
03. Travesty of heavenly essence
04. Nox diaboli
05. Legacy of saints in disguise
06. Deteriorated
07. Truth revealed
08. Tolerance
09. Divinity under will
10. Prisoner of pain
11. Lost in reflection

Homepage:
www.thyrane.org


Humpa, was ist denn das da aus dem fernen Finnland? Die vier Recken/innen Blastmor (Vocals/Guitars), Daemon (Bass), Kristonic (Drums) und HM (Keyboards) prügeln sich in mein Gehirn, wie es schon lange keine Black Metal Kapelle mehr geschafft hat. Travesty of heavenly essence ist mittlerweile der fünfte reguläre Output von Thyrane. Inzwischen erinnert nicht mehr viel an die ersten Tage, als der Black Metal noch roh und beinahe norwegisch klang. Man hat diesen über die Jahre angereichert mit einem ordentlichen Thrash Metal Einfluß und Keyboards und kreiert damit einen eigenen Sound. Bei manchen Passagen hört man gar etwas Finntroll heraus. Travesty of heavenly essence klingt frisch und modern, ohne aber die Wurzeln aus den Augen zu verlieren. Eigentlich steh ich ja gar nicht auf Keyboard Geklimper, aber in diesem Fall muß ich mal ne Ausnahme machen. Denn hier macht es einfach die Mischung und die Abwechslung, die ich bei solchen Bands wie Finntroll oft vermisse. Auf diesem Scheibchen findet der Hörer Melodien gepaart mit ungezügelter Brutalität.

Songs wie etwa "Nox diaboli" oder auch "Truth revealed" sind absolute Kracher und strotzen nur so vor Spielfreude. Thyrane spielen sich mit dieser Scheibe weit nach oben in der Black Metal Liga. Der Sound und die Produktion sind einfach nur fett. Dafür ist übrigens Ahti Kortelainen verantwortlich, der auch schon den Sound für Sentenced, Impales Nazarene und Sonata Arctica bastelte. Travesty in heavenly essence bietet dem aufgeschlossenen Black Metaller elf absolut ausgereifte Songs zwischen Midtempo und derben Blastbeats, das ganze noch versetzt mit geschickt eingesetzten Keyboards, die zwar präsent sind, aber nie aufdringlich klingen. Fans der ersten Stunden sollten erst mal ein Ohr riskieren, bevor sie hier zuschlagen. Von mir gibt’s da mal fette Neun Forken für.

Bewertung:


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